Beiträge von G1316

    Liebe Lis- Segler,


    ich habe heute -nicht ganz ohne Wehmut- meine LIS an R. Staunlich verkauft (ich bin wieder bei meiner alten Liebe Hobie Cat gelandet).
    Ich möchte mich für die vielen interessanten Anregungen bedanken und wünsche Euch weiterhin viel Spaß mit euren wirklich guten, vielseitigen Booten.


    Mast und Schotbruch,


    G1316

    @ ilmen


    Ich hab sowohl von oben (Schwertfall- Umlenkung) als auch überkopf hängend von innen was aufgebracht, bis kein Licht mehr durchschien.


    Gruß, Ludger

    Hallo!


    Bei mir tauchte das Problem immer auf, wenn ich das Boot mal wieder richtig geprügelt habe. Als Ursache stellte sich eine Undichtigkeit zwischen Innenschale und Schwertkastenoberseite vorne heraus.


    Das Wasser wurde bei hohen Geschwindigkeiten offenbar an der Vorderkante des Schwertes nach oben geführt und kam dann an der nicht sauber ausgeführten Verklebung zwischen Innenschale und Schwertkasten beim Schwertfall nach innen.


    An der Stelle schien Licht durch. Seit ich die Stelle mit Sikaflex abgedichtet habe (Vorsicht: Nicht das Schwertfall festkleben!), ist Ruhe.


    Gruß, G1316

    Hallo!


    Ich überlege, ob ich mir neue Segel anschaffe. Bisher hatte ich welche von North, aber die sind langsam etwas ausgeweht. Neue von North kosten laut Herrn Gade 1873,- € :shock:


    Wie sind die Segel von de Jong (948,-€) hinsichtlich Verarbeitung, Stand, Trimmbarkeit und Passgenauigkeit?


    Gruß, Ludger

    Hallo Alf!


    So: Zwei Ösen, Gummistropp. Der Gummistropp wird einfach nach oben vor den Auslegerbeschlag gezogen. Funktioniert bei leicht luvgierigem Trimm recht gut. Lässt sich problemlos ein- und aushängen und "überstimmen".



    Gruß, Ludger


    Hallo Klaus!


    1. Stahldrahtbefestigung in einer etwas breiteren Wantenaufnahme am Mast.


    2. Bei meiner Lösung ist keine Bohrung nötig, siehe meine Fotos im Posting vom 24.03.2010. Du kannst den vorderen Micro- Block auch am Bugbeschlag festmachen, dann brauchst Du nicht mal die von mir verwendete Lasche auf dem Vordeck.


    3. Ein Sitztrapez für Surfer geht auch, eines für Kiter meiner Erfahrung nach nicht. Bequemer ist (gerade wenn man in Böen ganz durchstreckt) aber eine Trapezhose "mit Hosenträgern". Dafür ist bei einem Surf- Sitztrapez die Beweglichkeit größer (habe ich früher auf meinem Hobie- Cat genutzt).


    Gruß, G1316

    Hallo zusammen!


    Ich weiß, die Antwort kommt etwas spät, aber ich bin gerade erst aus dem seglerischen Winterschlaf aufgewacht.


    Ich habe mir aus Alu eine Metalllasche gebogen und Sie unter dem Mastfuß mit Sikaflex an den Niedergang geklebt. Außen drauf habe ich noch eine 8mm dicke Neoprenschicht geklebt (auch mit Sikaflex).
    Diese Lasche nutze ich doppelt. Normalerweise benutze ich statt eines Kompasses ein GPS60 von Garmin. Das ist wesentlich einfacher ablesbar (größere Anzeige, Kurspfeil direkt eingeblendet, kein Paralaxenfehler!) und kostet auch nicht die Welt. Außerdem kann man sich die Tracks nachher in Google- Earth ansehen und Wendewinkel auswerten u.ä.. Das GPS wird einfach mit der mitgelieferten Klammer an die Lasche geklemmt und mit der Handschlaufe am Mastfuß gesichert. Dadurch ist es an Land auch schnell abnehmbar.


    Als Rückfalllösung habe ich einen kleinen Kompass von Ritchie (gibts bei AWN). Den Fuß habe ich ebenfalls mit Neopren umklebt, und wenn das GPS mal ausfallen sollte (noch nie passiert), stecke ich ihn von oben in die extra passend gefertigte Lasche. Der Kompass wird ebenfalls am Mastfuß gesichert, und zwar mit einer kurzen Sorgleine.


    Gruß, Ludger

    ...und Schluss mit dem Winterschlaf!


    Hallo zusammen!


    Da die Lis- Gallerie nicht mehr online ist, hier nochmal meine Trapezlösung im Bild. Bitte die Scrollfunktion nutzen, die Bilder sind sonst zu groß. Der Doppelblock am unteren Ende ist ein sogenannter Travellerblock von Harken, gibts auch billiger von anderen Herstellern.


    Gruß aus dem aufgetauten Norden,
    Ludger

    Ich habe zwar keine Wanderfahrt im eigentlichen Sinne gemacht (fand ich mit nur einem Boot zu gefährlich), war aber schon von einer Sommerhaus- Basis mit der Lis in der dänischen Südsee unterwegs. Das Sommerhaus war in Bojden (Südwest- Ecke von Fünen). Gesegelt sind wir dort und in der Ecke Faaborg- Dyreborg. Ich will auch noch mal unbedingt durch den Svendborg- Sund. Die Ecke ist toll für die Lis, man kann gegen kleines Geld fast überall slippen (gegen kleines Geld) und bei geeigneter Schönwetter- Phase auch kurze Touren mit Camping- Ausrüstung machen. Wenn die Windrichtung stimmt und man die Route gut plant, muss man selten über offenes Wasser. Das ist wichtig, weil meiner Erfahrung nach weniger Wind (da kann man reffen) als Wellen das Problem sind.


    Das Wetter ist im Mai oft gut, war aber die letzten zwei Jahre selten stabil (April war besser). Man kann auch mal sieben Tage Regen haben, und die Wassertemperatur ist draußen eher 10° als 15°C, die findet man nur bei flachem Wasser.
    Zum Termin: Ich hab´s gern warm, wie wäre es im Juli/August?


    Gruß, Ludger

    Joe hatte noch ein paar Fragen zum Sprenger- Ausleger, die ich für alle sichtbar beantworten möchte.


    - Hält er in jeder Position fest genug, sodass er sich nicht verlängert bzw. verkürzt wenn mal ordentlich Druck auf dem Ruder ist?
    Bisher ja. Er wird durch eine kurze rechts- oder links- Drehung arretiert.


    - Kann man ihn auch stufenlos einstellen?
    Ja.


    - Und wie ist die kleinste Länge von 110? Und die 180? Sind die beiden Längen für alle Situationen zu gebrauchen?


    Ich steuere fast ausschließlich per Ausleger. Die kleinste Länge ist für mich sehr angenehm für normales Steuern ohne ausreiten. Dabei liegt der Griff quasi neben mir. Er würde normalerweise durch die Konstruktion des Kardangelenkes nicht bis auf die Seitendecks runterfallen, aber ich habe die Anschläge so modifiziert, dass er das macht.


    Ich fahre den Ausleger aber auch häufig auf eine Zwischenlänge aus, dann lege ich mir das Ende auf den Oberarm und wickle den Unterarm quasi rum, weil ich das sehr bequem finde.


    Im Trapez stehend ist die Länge 180 cm ideal. Dann hat man das Ende ganz entspannt in der Hand, ist bei meiner Körpergröße (1,88m) genau richtig.


    Dann noch ein paar weitere Anmerkungen:
    - Ich habe ca. 50,-€ bezahlt (weiß nicht mehr ganz genau, können auch 60€ gewesen sein).
    - Das Teil verbiegt gerne mal, wenn man aus dem Trapez fällt und sich festzuhalten versucht. Dann ist es hin, denn dann lässt es sich nicht mehr richtig einfahren, und gerade gebogen kriegt man es auch nicht. :? (Ich hab schon den zweiten.)
    - Der Ausleger ragt nach hinten über den Ruderkopf hinaus. Damit er sich trotzdem noch einklinken lässt, habe ich der hochstehenden Gusskante am Ruderkopf mit einem Schleifvorsatz für die Bohrmaschine eine entsprechende Delle verpasst.


    - Für das einhand- Segeln im Trapez ist ein nur schwach luvgieriger Trimm ideal (ich habe das Boot inzwischen sogar neutral getrimmt, ist aber unsicherer beim Reinfallen). Beim Rein- und Rausgehen lässt man den Ausleger nämlich am einfachsten ohne Druck aufs Ruder durch die Hand rutschen, und dann finde ich es doof, wenn das Boot von selber anluvt oder abfällt.
    - Am Anfang das Trapez etwas höher einstellen als beim Segeln zu zweit, dann kommt man einfach besser raus und rein. Mit etwas Übung kann man dann den Gewichtstrimm weiter optimieren. Ich habe mir dazu und zum Wechsel zwischen ein- und zweihand die auf den Fotos zu sehende Tallje eingebaut (rote Leinen).
    - Wichtig ist außerdem, dass der Trapezring, einmal eingehängt, auch da bleibt, wo er ist. Normalerweise hat man mit Großschot und Ausleger die Hände voll, rausfallende Trapezringe sind da etwas ungünstig.
    Die Sicherung kann man durch einen entsprechenden Trapezhaken realisieren, oder den auf den Fotos zusehenden Gummizug. Ich bevorzuge nach unten offene Haken und Gummizug, da ich keine Lose im Trapezseil mag. Außerdem kann ich den Ring so mit einem schnellen Handschlag nach unten rausschlagen.


    So, mehr fällt mir nicht ein, aber hier sind ja auch noch andere Einhand- Trapez- Segler.


    Gruß, Ludger

    Hallo Joe!


    Gehört wohl eher in Technik... .


    Der Sprenger- Ausleger ist o.k. . Siehe hier unter "Trapez".


    Auf den Fotos siehst Du meine Trapezlösung ohne bohren.


    Zum Neopren: Je nach Wassertemperatur können 3mm schon etwas knapp sein, auch mit Spraytop. Ich fahre im Frühjahr bis ca. 15°C Wassertemperatur mit 5mm Neopren mit Titanium- Innenbeschichtung, und mir ist noch nicht zu warm geworden, schon gar nicht, wenn ich ins Wasser gefallen bin.


    Gruß, Ludger

    Ich habe ein 30kg- Schwert, und bereits damit ist die Lis- Jolle kaum umzuschmeißen, halbwegs vernünftiges Verhalten vorausgesetzt.


    Ich wollte noch zu Bedenken geben:
    - Mit einem 80kg- Schwert springt das Boot wahrscheinlich bei Leichtwind schlechter an.
    - Mit 50 kg mehr wird das slippen auch nicht gerade einfacher.


    Gruß, Ludger

    @ Udo


    Das funktioniert prima, das habe ich nämlich genau so gemacht. Werde bei Gelegenheit ein Photo einstellen. Ich habe am von oben kommenden Ende des Fockfalls einen hoch belastbaren Microblock drin, und unten einen Block mit integrierter V-Klemme (gehört eigentlich an einen kleinen Baumniederholer).
    Was ich bisher noch nicht hin bekommen habe, ist eine Verstellmöglichkeit vom Cockpit aus während der Fahrt. Wenn man was passendes einbaut, kann man nicht mehr während der Fahrt die Fock einrollen. Eventuell geht eine Umlenkung über den Topbeschlag, ist mir aber zuviel Leine. Also hechte ich bis jetzt über das Vordeck zum Fockfall, was beim alleinesegeln nicht optimal ist.


    Damit das eigentliche Vorstag auf Spannung bleibt, wenn die Talje durchgesetzt ist, habe ich im unteren Teil des Vorstags statt des Wantenspanners ein mehrfach genommenes Bändsel zusammen mit einem Gummizug eingeschoren (Vorstag hängt sonst schlabbernd rum).


    Gruß, Ludger


    P.S.: Klasse Zeichnung

    Hallo Udo!


    Endlich ein Lebenszeichen, ich dachte schon, unsere Antworten kamen zu spät... .


    Spaß beiseite: Meine Schwiegereltern hatten mal eine ähnliche Strickleiter. Fazit: Besser als nichts, aber bei Wellengang sehr schwierig, unter Wasser die Stufen zu treffen (zu viel Bewegung, verdreht sich). Sie haben sich dann doch eine normale Badeleiter gekauft.


    Außerdem willst Du ja wahrscheinlich weitersegeln, wenn Du wieder im Boot bist. Ich stelle es mir nicht so einfach vor, das Teil wieder in die Röhre zu stopfen, und hinterherschleppen ist auch nicht toll.


    Gruß, Ludger

    Hallo Udo!


    Aus genau diesem Grund habe ich eine Badeleiter, obwohl ich sie aus optischen Gründen lieber nicht hätte. Ich segele das Boot alleine aus dem Trapez heraus und bin dabei schon diverse Male durch Windlöcher, Dreher und die eigene Langsamkeit im Wasser gelandet. Durch die abgerundeten Seitentanks (kein Griff) und die sehr gute Stabilität der Lis (keine Chance, das Boot auf ca. Wasserhöhe zu krängen, um sich dann über die Kante zu wälzen), kommt man eigentlich am besten über das Heck rein (Fuß auf die kleine Kante und am Ruderkopf festhalten).


    Weil mir die Sache mit dem Ruderkopf nicht ganz geheuer ist, und man das wohl auch nur schafft, wenn man noch nicht erschöpft ist, sind an meinem Boot gleich zwei Hilfsmittel, um wieder rein zu kommen:


    - In den Seitentanks sind Griffmulden von Harken (auch prima für ängstliche Mitsegler). Wenn ich mich daran festhalte, kriege ich ein Bein auf den Rand und kann mich dann über die Seite ins Boot ziehen. Nachteil: Nach dem Segeln muss man gelegentlich das Wasser mit einem Schwamm rausholen.
    Siehe Fotos unter "Lis-Jolle G1316 - Cockpit".


    - Am Boot ist eine Badeleiter PRASOLUX Neckar B, speziell für Boote mit niedrigem Spiegel. Da die Halterungen sehr dicht beieinander liegen, passt die Flachpersenning noch über den Rand. Außerdem kann man die Leiter vom Wasser aus ausklappen.
    Weil sich die Kräfte beim Einsteigen auf eine relativ kleine Fläche verteilen, sollte man die Halterungen von innen großflächig verstärken. Ich habe einfach alte Halterungen dagegen geschraubt, die ich noch hatte. Der Preis für die Leiter ist heftig: ca. 250,-- Euro.
    Siehe Fotos unter "Lis-Jolle G1316 - das Boot".


    Gruß, Ludger

    Hallo Udo!


    Eindeutig wesentlich zu eng. Ich werde bei nächster Gelegenheit ein Foto aus der gleichen Perspektive machen, aber ich kann Dir so schon sagen, dass meine Salinge weiter geöffnet sind.


    Gruß, Ludger

    Hallo!


    Philou wollte vor einigen Wochen wissen, welchen Abstand meine starren Salinge hinten haben:


    Höhe über Deck (unteres Ende Mastfuß): 2,30m


    Breite zwischen den Wanten in den Salingen: 82 cm


    Gruß, G1316


    P.S.: Seit gestern ist eine zweite Lis bei mir im Verein am Ratzeburger See. Sieht gut aus, habe den Eigner aber noch nicht kennen gelernt.