Beiträge von Sonnenschuss

    Hallo Stephan,


    ich habe am Steven einen Schutz aus Edelstahl mit anbringen lassen. Bei Gade wurde er mit kurzen Schrauben ins Laminat geschraubt, hat mir ehrlich gesagt nicht so gut gefallen, dort ist das Laminat laut der Werft aber extrem dick.

    Am Steven geht aber auch ein gekantetes Edelstahlblech und dann aufkleben mit Sikaflex.


    Mein Boot ist momentan noch in der Werft und es wurde nachträglich ein Auflaufschutz am Schwert aus Edelstahl angebracht. Die Vorder- und Unterkante hat ein Band aus Edelstahl. Das wurde verklebt, verpachtelt und geschliffen. Am Ende ist Epoxy drüber. Bei Berührung schleift sich das Epoxy ab bis auf das Edelstahl, da passiert dann aber auch nicht mehr.


    Das Schwert ist mein Echolot ;)

    Ich bin von der Fraktion "keine Arbeit"! Daher am Ende der Neubau. Mein Boot ist die erste LIS die jemals gebaut wurde komplett ohne Holz. Alles ist so gebaut dass keine Arbeit entsteht (glattes Unterwasserschiff welches nur eingewachst wird).

    Da ich nicht der Handwerker bin und wenig Zeit habe, wäre für mich auch eine Refit eines alten Bootes nicht gut geeignet gewesen.


    Bei größeren Booten die im Neupreis höher sind mag die Rechnung für ein Refit ja noch aufgehen, aber bei der LIS spart man am Ende nicht sehr viel.

    Asterix

    Du musst mal überlegen wie viel du bei so einen Gebrauchtboot nachträglich noch investieren musst.

    Ich habe mir mehrere angesehen, meistens gab es Mängel an Fenstern, Segeln, Polstern und manchmal auch Trailer.


    Man kann alles wieder reparieren und austauschen, die Frage ist dann wie hoch die Differenz zu einem neuen Boot dann noch ist? Wenn man dann ein 30 Jahre altes Boot wieder fit macht hat man viel Geld ausgegeben, das bekommt man beim Verkauf auch garantiert nicht zurück.


    Beim Neubau hat man auch alle Freiheiten Änderungen vorzunehmen (Verstärkungen, andere Fenster, Rumpfbeschichtung, Beschläge etc.). Im Zweifel würde ich dazu raten besser auf eine Saison zum sparen zu verzichten und dann ein neues Boot kaufen.

    Die Family ist größer und durch mehr Breite auch sicherer, die alten Boote sind ansich aber auch sehr gut gebaut.


    Das Angebot mit dem alten Jollenkreuzer ist schon lange online, ich halte es für überteuert für ein 40 Jahre altes Boot. Wenn da die Segel und der Trailer noch alt sind muss direkt wieder investiert werden.


    Diese Woche ist eine Family von 2009 für 2.700 EUR bei ebay Kleinanzeigen verkauft worden, das war ein Mega-Angebot!


    Ansonsten würde ich lieber dazu raten ein neues bauen zu lassen.

    Harald (CORA) hat Stunden in seiner Werkstatt verbracht und eine perfekte Lösung mit klappbarer Pinne gebaut.


    Er wird die Tage da noch einen Bericht zu machen. Ich habe die gleiche Ruderanlage bekommen, beim Gade liegen 2 weitere zum Verkauf für Leute die nicht selbst basteln können oder wollen.


    @ Stephan_K

    Bei dir ist das mit der Klemme für den Aufholer auf dem Ruderkopf für den Hafen gut, so klemmt das Blatt auch mit herausgezogener Pinne. Harald hat die Klemmen unsichtbar innen im Ruderkopf verbaut für Auf- und Niederholer, so lässt sich die Pinne jederzeit (auch beim Segeln) anheben.

    Das Gummiband ist dann für den Niederholer? Ich glaube nicht dass das Ruderblatt damit schon gerade bleibt bei Fahrt.

    Bei vielen privaten Haftplichtversicherungen ist ein Boot bis 15 Quadratmeter Segelfläche am Wind mit versichert, bei mir ist es so.


    Dazu mal bei der Versicherung nachfragen ...

    Natürlich mit 10 Jahren! Da war es noch ein Kielzugvogel, der Opti davor hatte kein Antifouling ;-) Danach hatte ich über 20 Jahre eine Dyas, da habe ich jährlich das Antifouling erneuert (eine dünne neue Schicht). Das ist keine große Sache, aber trotzdem keine schöne Arbeit über Kopf (anschleifen, entstauben, abkleben, rollen).


    Das war eines der Gründe für den Neubau. Die meisten Gebrauchtboote haben das Antifouling schon drunter.


    Meie LIS ist so gebaut dass so gut wie keine Wartung erforderlich ist. Deshalb ist auch kein einziges Holzteil verbaut. Reiner Joghurtbecher ;-)

    An dem "Kielstummel" bleiben dann links uns rechts davon ca. 30 cm ungeputzt, da nehme ich den Schrubber und wische da eben gezielt entlang.


    Wenn ich das Boot raus slippe dann lasse ich es direkt auf der Rampe stehen und wasche es dort (mit Spüli im Eimer) mit einem Schwamm ab. Danach ist alles ab. Ob das auf der Ostsee funktioniert kann man nur probieren.


    Seit Jahren wird wegen der Belastung der Gewässer durch das Antifouling ja an Unterwasserwaschanlagen getüftelt, irgendwann wird es sowas vielleicht in jeder großen Marina geben.


    Auf unserem Trinkwassersee ist Antifouling nicht mehr erlaubt (es wird aber nicht kontrolliert, deshalb haben es viele noch drunter).

    Ich denke selbst am Bodden ist Antifouling nicht unbedingt nötig, da muss man halt alle 2-3 Wochen mal eben mit einem Teppichstreifen das Unterwasserschiff abschrubben (geht super mit 2 Leuten --> immer hin und her ziehen von vorne bis hinten).

    Ich mache nur Wachs drunter, das reicht beim Binnensee völlig, es gibt auch gute Ergebnisse mit Melkfett.


    Ich hatte über 25 Jahre jährlich Antifouling gestrichen, ich will es nie wieder haben!

    Hallo,


    schön dass sich hier mal jemand meldet :)


    Ich kann die Saison auch kaum erwarten, die nächste Tour in Holland ist schon fest eingeplant: Dieses Jahr für 3 Wochen in den Sommerferien (inzwischen ist mein Sohn in der Schule).


    Zu der Frage der Verdunkelung: Ich habe die LEWMAR-Fenster, da haben wir passende Fliegengitter und eine Verdunklung.


    Das Steckschott ist aber auch aus Plexiglas und da haben wir einfach immer ein kleines Handtuch oben mit der Klappe eingeklemmt.


    Für die Abdunklung der Fenster kann man sich auch gut ein Netz drüber machen und dort Klamotten einlagern (optisch nicht schön aber praktisch): Netz


    Zur Not geht auch sehr gut Alufolie. Mitleidige Blicke zieht man in den großen Yachthäfen eh immer auf sich wenn man dort mit der Lis liegt, da kommt es auf die Optik ja auch nicht mehr an ^^

    Bevor du es wieder einbaust, schau mal wie viel Spiel du drin hast. Bei den neusten Booten ist der Schwertkasten schmaler sodass das Schwert nicht mehr poltert!


    Wie viel mm das sind kann ich nicht sagen, aber vielleicht reicht da auch Spachtel oder Teflonscheiben?


    Für den Opti gibt es einfaches Tape wodurch das Spiel verringert wird, ist allerdings teuer: Teflonband

    Herzlich willkommen!


    Vielleicht kannst du mal einen kleinen Bericht mit Bildern vom Refit machen?


    Wir freuen uns schön auf die Törnberichte von der Ostsee ;-)

    Mir kommt da noch die Idee nen kleinen Spiegel unter den Deckel zu kleben, dann kann man den Deckel zum Rasieren hochklappen ... dazu dann noch die automatische Beleuchtung :D *Spassmodus aus*


    Ich finde es toll wie viele gute Dinge hier zusammengekommen sind, leider nur von wenigen Leuten. Eigentlich hat doch jeder ein paar gute Lösungen auf seinem Boot. Manchmal sind es auch kleine und einfache Dinge die das Bordleben leichter machen.

    Großen Respekt! :thumbup:


    Nach den Bildern freue ich mich schon sehr auf die nächste Fahrt nach Aachen um das ganze live zu testen. Die Bilder lassen vermuten dass die Umlenkung gut funktioniert und man nicht mehr wie ein Esel ziehen muss.

    Die Schrauben sind ja super schön eingearbeitet, glatt und sauber. Sehr schön!


    Sollte das eine Bewerbung bei der Werft werden? :D


    Mit etwas Glück kann Peter Gade die Gießerei dazu bringen bei ein paar Ruderköpfen die Aussparungen oben am Anschlag wegzulassen. Dann würde eher die Pinne wegbrechen ;)


    Wir haben in der Firma eine Pulverbeschichtung. Auf verzinktem Stahl hält das ewig, ob es auf dem Alu-Guss geht kann ich nicht sagen. Optisch wäre es nochmal ne Klasse besser.


    Ich habe heute bei Niemeyer passende Gummileinen und Haken gefunden um die mir vorschwebende Reffeinrichtung (anstatt Reffbändsel) zu realisieren. Ich muss schauen ob ich das noch im Winter zu Hause machen kann, am Steg bei Windstille wäre einfacher. Jedenfalls kommt da noch was von mir was auch jeder umsetzen kann, der Umbau am Ruderkopf ist ja nur was für Profis ;)

    Im Grunde haben wir jetzt alle Probleme geklärt.


    1. Klemme (ca. 50 Euro)

    Wir nehmen die "RWO Lance-Klemme". Diese hat den Vorteil dass die IN und nicht VOR dem Ruderkopf montiert werden kann. Weiterer Vorteil ist die Bruchlast von nur 70 KG. Dies wäre eine gewollte Soll-Bruchstelle falls man mit dem Ruderblatt aufläuft, dann würde im Ernstfall die Klemme wegbrechen, aber nicht das Blatt abbrechen oder die Halterungen aus dem Spiegel. Weitersegeln wäre kein Problem, dann müsste man einfach an der Pinne fixieren (per Knoten mit einer anderen Leine weil vorne ja Gummi sein soll).


    2. Arretierung (0 Euro)

    Dort werde ich erstmal die kostenlose Lösung nehmen. Ganz einfach: Die Achtknoten am Ende lasse ich raus und klemme die Enden in die Curryklemmen. Falls ich die Pinne mehr als ca. 45 Grad haben muss, löse ich beide Leinen komplett. Hinterher müssen die halt wieder in die Klemme gesteckt werden.


    3. Leine mit Gummivorlauf (ca. 24-30 Euro)

    Hier habe ich mit Bernhard Muffler (http://www.tauwerk.de) gesprochen. Für schlappe 12-15 Euro kann er Gummi nahtlos in eine normale Leine übergehen lassen. Dazu wird der Kern der Leine entfernt und der Mantel drübergezogen und fast unsichtbar fixiert. Die genaue Trennstelle testen wir vorher aus.


    4. Umlenken im Ruderkopf (ca. 4 Euro)

    Hat Harald ja oben schon beschrieben ...


    Insgesamt sind also etwa 80 Euro nötig. Dafür ist das Boot von der Nutzung her einen Meter länger und die Backskiste besser nutzbar 8)