Beiträge von Sonnenschuss

    Nach der ersten Saison kann ich sagen dass bei unserer Trinkwassertalsperre der Bewuchs absolut kein Thema ist. Bei meiner Dyas habe ich jedes Jahr (!) neues Antifouling gestrichen. Bei der LIS habe ich jetzt nur Unterwasserwachs aufgetragen und es nach dem Slippen (im Sommer war es auch draußen für den Urlaub, da habe ich auch sofort gereinigt) sofort im Nasszustand mit Spüli abgewaschen. Beim Antifouling (VC Offshore in weiß) war manchmal auch leichter schleim sichtbar, großer Unterschied ist nicht da.

    Man sollte das echt probieren. Falls der Bewuchs nur etwas stärker ist, kann man halt zwischendurch mal mit einem schmalen Teppichstreifen drunter her schrubben, ist bei uns aber gar nicht nötig.

    Der Verzicht auf Antifouling erspart da schon Schleif- und Streicharbeiten und natürlich auch Kosten und für die Umwelt ist es ja eh nicht gut.

    Der Taljenspanner ersetzt den Hebel weil er alles kann, nur besser. Einhängen geht genauso. Verschiedene Spannung einstellen geht stufenlos und sogar beim Segeln. Der Verstellbereich ist viel größer sodass sehr viel Druck gespannt werden kann oder auch komplett entlastet bis soweit lose dass einfach ausgehakt werden kann.

    Eigentlich wollte ich eine kleine Curryklemme zum Befestigen der Leine des Spanners, ich habe mich jetzt unentschieden und eine ganz kleine Aluklampe weit unten im Bereich von Mastfuß befestigt. Dort wird sich nichts verhaken und vom Gefühl zumindest hält auf einer Klampe belegt besser.

    Hier sieht man bei einer Jeanneau 60 wie bei großen Yachten der Traveller genauso funktioniert:

    Traveller Jeanneau 60


    Die Leine darf nicht zu stramm sein, man muss etwas testen und probieren.

    Im nächsten Jahr kann ich ein Video davon machen.


    Hier noch ein Bild auf dem man den Haken vom Taljenspanner sieht, ich finde ihn besser als von diesem Hebelspanner:



    Bei deinem Foto sieht es auch als wenn beim Legen der Mast vorne an den Schäkel stößt. Bei mir war es so. Außerdem ist die Last einseitig auf einer Seite des Mastfußes. Wird egal sein.

    Viele Wege führen nach Rom ;)

    Ich habe ja Probleme mit nachlassender Riggspannung. Meine Lis ist in der Werft und das Deck wird verstärkt. Danach wird es vielleicht schon etwas besser.

    Bei dem minimalistisch verstagten Mast ist aber recht viel Spannung nötig. Bei dem Hebelspanner komme ich wegen anstoßender Pressung an der Rolle nur ins oberste Raster. Ich habe die Wanten mehr gespannt und jetzt ist es bei Wind bis 4 ok. Darüber ist raumschots das Vorstag recht locker. An der Talje vom Fockfall habe ich Luft genug.

    Jetzt lasse ich mir ein 2 Zentimeter kürzeres Vorstag machen, also ist zum Spannen mehr Platz.

    Durch den Taljenspanner (Bierkastenspanner) kann ich stufenlos und sogar beim Segel einfach und schnell die Spannung verändern.

    Nach dem Segeln im Hafen wird der Mast entlastet (das Deck dann auch).


    @ Hollis

    Deine Version habe ich auch getestet. Beim Mastlegen stört das und es sieht auch sehr provisorisch aus.

    Der Taljenspanner von Sprenger kostet 110 Euro, der Hebel der montiert ist 80 Euro. Hätte ich die Option vorher gehabt wäre es noch günstiger gewesen.


    Zur Großschot:

    Wenn ich Lust habe piecke ich zwischen beiden Bügelösen eine Leine (an beiden Enden ist ein Schnapphaken). Dort wird der Schnellverschluss der Großschot eingehängt. Der Umbau dauert keine 5 Sekunden.

    Jetzt läuft bei Wende oder Halse die Schotselbstständig hin und her.

    Selbst am Wind funktioniert das! Man muss einfach die Schot dicht holen und schon rutscht die Schot zur Mitte!

    Diese Art von Traveller gibt es auch auf großen Yachten.

    Ja, ein echter oben montierter Traveller ist besser, aber ich kann raumschots sie Schot außenbords fahren und habe viel Platz, ebenso im Hafen.


    CORA

    Die bunte Leine ist für das Schothorn (Segelöse). Dieser Schnapphaken ist größer als mein Reffhaken vorne. Hinten hakt er komplett ein, vorne nicht, fällt trotzdem nicht raus.

    Anstatt Traveller (eigentlich wollte ich den) habe ich hinten im Schwenkbereich des Großsegels außen jeweils eine Püttingöse montieren lassen. Oben und auch unten an der Großschot habe ich einen Schnellverschluss und so kann ich bei längeren Strecken auf raumen Kurs die Schot einfach umhängen und außen fahren. Super ist das auch im Hafen um den Baum aus der Plicht verschwinden zu lassen.





    Unter den 4 Püttingen (2 für Wanten, 2 für Großschot) habe ich unten Bügelösen drauf geschraubt. Dort kann ich die Ganzpersenning fixieren damit die schön unten bleibt. Auch meine Tarp (dünne Plane) fürs Übernachten kann ich dort einhaken:





    In der Kajüte im Bug habe ich auch Bügelösen auf die Schrauben gedreht, so kann ich das Gepäck (Taschen und Rucksäcke) schon nach vorne befestigen:





    Nach dem Hinweis von Karl-Heinz (Danke!) habe ich die Rollen vom Großfall gegen die gleichen von Sprenger aus Edelstahl ausgetauscht. Diese sind minimal dicker, also muss man etwas pfeilen, passt aber gut und die sollten besser halten (die Kunststoff waren sehr am Rand beschädigt):




    Hinten habe ich auch einen Reffhaken, für die Leine lasse ich eine zweite Klampe am Baum montieren. Je nach erste oder zweite Reff muss ich dann etwas die Länge verändern:



    Hier ein besseres Bild der Pinnenarretierung:




    Als wesentliche Verbesserung sehe ich die verstellbaren Fockholepunkte, lässt sich auch gut nachrüsten:





    Ich habe da ich die Probleme bei gebrauchten Booten gesehen habe für LEWMAR-Fenster entschieden. Die aufgeklebten Scheiben werden irgendwann undicht. Ich denke das größte Problem ist dass das Deck sich bewegt und die Last auf auf die Scheiben geht und nur der Kleber alles halten muss. Irgendwann ist der spröde und reißt.

    Das vordere haben ich für mehr Deckstabilität weggelassen. Die LEWMAR haben innen und außen einen Alurahmen der gegeneinander verschraubt wird. Dazwischen sind Gummidichtungen die nicht dem UV ausgesetzt sind. Diese Fenster sind auch bei großen Yachten eingebaut und sollten ewig halten und wenn nicht kann man einfach die Dichtung austauschen. Die Fenster lassen sich öffnen und Fliegengitter zum Einhängen sind mit dabei. Nachrüsten ist möglich, größere werden aber noch teurer und meine 2 Stück haben schon 460 Euro gekostet:








    Unter der Baumnock habe ich einen Türstopper (war meine Anfrage an Gade und der hat diesen schonmal verbaut). Das Teil ist unscheinbar, schützt das Deck aber gut:



    So wie Hollis es beschreibt müsste es funktionieren.

    Wäre echt toll wenn die Werft da eine Möglichkeit findet. Schön wäre dass alle Boote wenn gewünscht nachgerüstet werden könnten. Perfekt wäre es dann wenn die Backskiste hinten Scharniere hätte und die Kiste aufgestellt werden könnte. Die Krönung wäre eine Arretieren mit kleinem Gasdruckdämpfer und einer einfachen und schnellen Möglichkeit den Deckel trotzdem komplett abzunehmen.


    Das Bessere ist der Feind des Guten :S

    Ein Treffen an der Werft wäre echt klasse, da könnte man vielleicht auch einen kleinen Bastelworkshop (z.B. dieses Sicherungsseil an der Mastlegevorrichtung) machen. Dann hätte man da außer theoretisches Reden auch die ein oder andere Verbesserung zum Mitnehmen.


    Wo genau läuft das Wasser denn rein bei Lage? Die Püttinge sind doch durch die Rumpf-Deck-Verbindung geschraubt und der Wulst vermute ich hat keine Verbindung nach innen oder liege ich da falsch? Sollte man die Püttinge demontieren und neu abdichten?


    Zum Thema Reffen bzw. Reffbändsel schwebt mir auch eine Änderung vor:

    Kennt ihr das Reffsystem der alten Varianta? Da ist durch die Reffösen am Segel eine durchlaufende Gummileine und unten am Baum sind ein paar Plastikhaken. Ich habe vorne und hinten einen Reffhaken, das geht super schnell. Mit diesem Gummiseil und den Haken müsste man dann nur noch das lose Tuch einhaken und fertig. Mit dem Gummi ist es dann auch immer passend gespannt, bzw. nicht aus Versehen zu stramm.


    Die Plastikhaken der Varianta kann man noch kaufen, bei dem kleinen und runden Baum der LIS passen die aber nicht.


    Ich habe kein gutes Foto gefunden, hier sieht man es nicht so gut, man sieht aber dass das Segel schön am Baum fest ist:


    Das Ruder kommt nur zum Trailern in die Kajüte, sonst bleibt das Ruderblatt hoch geklappt am Heck.

    Die Feuchtigkeit sammelt sich unter dem Kajütdach, dank der Anti-Tropf-Beschichtung tropft es wirklich nicht (Achtung, diese ich wasserlöslich also sollte man da nicht mit Wasser herumwischen!). Der Teppich an den Wänden ist schön trocken, da biete die LIS deutlich mehr Schlafkomfort als andere kleine Boote!

    Wie soll der denn nass werden, ist doch in der Kajüte? Die Bordwände sind ja auch mit Teppich verkleidet (wenn auch etwa lieblos zugeschnitten und eingeklebt). Dadurch wird es eher trockener weil Kondenswasser verhindert wird wenn man drin schläft :sleeping:

    Eine Sache könnte noch einfach verbessert werden:


    Der Boden vom Stauraum unter dem Plichtboden sollte mit dünnen Teppich ausgelegt werden. Ich habe beim ersten Segeln dort das Steckschott reingeschoben (war sofort wegen dem rauhen Untergrund zerkratzt), auf der Urlaubsfahrt nach Holland habe ich da die Ruderanlage komplett reingeschoben, aber selbst das Ruderblatt wurde zerkratzt davon.

    Seitdem packe ich alles war kratzempflindlich ist in einen dünnen Segelsack.

    So einen Meter weit habe ich einen Teppich reingeklebt bekommen, hinten kommt man aber nicht mehr vernünftig dran ...

    @ Caro


    Vielen Dank für deine Ausführungen!


    Den Reffhaken könntest du bestimmt in Serie fertigen ;-)


    Es wäre schön wenn du für alle benötigten Teile die Bezugsmöglichkeiten (Links) posten könntest, das würde die Suche nach den Teilen erleichtern und man muss nicht erst unpassende Dinge kaufen 8)


    Eine Verbesserung hätte bei mir auch einen Schaden vermieden:

    Ein Puffer (Anschlag) am Ruder oben. Ich habe mal schön kräftig das Ruder aufgeholt und es ist oben derart angeschlagen dass eine dicke Macke im GFK ist || Jetzt habe ich ein kleines Stück Kantenschutz dort befestigt, aber leider zu spät.

    Toll wäre es wenn der Backkistendeckel 2-teilig wäre und jeweils zur Seite mit einem Scharnier weggeklappt werden könnte. Wenn dann die Pinne noch noch oben schwenkbar wäre, dann könnte man auch während der Fahrt mal eben schnell an die Kiste.

    Super wäre dass wenn der Deckel offen wäre die Pinne auch im gesenkten Zustand drüber schwenken würde. Schwierig würde bestimmt der Ablauf des Regenwassers, das musste durch eine kleine Rinne zwischen den beiden Teilen nach vorne oder hinten ablaufen.


    Für 2 weitere Dinge habe ich auch noch keine Lösung und zwar Verstaumöglichkeit für das Steckschott und den Tisch. Das Schott schiebe ich immer umständlich (in einen Sack verpackt weil ohne zerkratzt es total) unter den Plichtboden. Perfekt für Neubauten wäre eine Art Kassette (leider ist unten kein Platz wegen dem Schwertkasten). Karl-Heinz hat eine feine Klapptür gebaut, die ist auf jeden Fall auch praktischer.


    Der Tisch ist auch ein Problem. Das Brett für die Schlaffläche passt gut vorne unter die Polster, der Tisch geht leider nicht weil der Beschlag das Polster zerstören würde. Vielleicht wäre da unter dem Vordeck eine Schiene zum Reinschieben eine Lösung?