Beiträge von b-glawe

    Hallo Sonnenschuss,


    Danke für den ausführlichen Bericht. Das lässt mich gerade etwas zeifeln, ob der Benziner die richtige Entscheidung war. Das klingt tatsächlich nach einer Alternative.


    Unter welchen Bedingungen hast du gemessen? Bei Flaute mache ich mir weniger Sorgen, 20km mit dem Elektromotor überbrücken zu können. Allerdings mache ich mir schon Gedanken, wenn das Wetter umschlägt und man gegenan oder zumindest bei ordentlich Wellen vorankommen muss. Ich habe gerade erst auf der Mosel mit dem Benziner erlebt, dass aus gemütlicher Marschfahrt knapp über Standgas in der Bö auf einmal Stillstand ohne Ruderwirkung wurde - und eine ernsthafte Welle baute sich hier noch nicht einmal auf. Musste deutlich Gas geben. Nichts Dramatisches, noch lange kein Halbgas. Leistungsreserven waren noch jede Menge da, aber Verbrauch ist mit Sicherheit dadurch deutlich gestiegen. Mich würde interessieren, was der Elektromotor in solchen Situationen noch an Reichweite/Restdauer bzw an angezeigten Watt benötigt.


    Viele Grüße Boris

    Hallo Sonnenschuss,


    da ich im Netz (sehr beeindruckende) Reichweitenangaben nur für flaches Wasser bei keinem Wind gefunden hatte, würde mich interessieren, was für Distanzen du in Friesland unter welchen Bedinungen mit dem ePropulsion mit einer Batteriefüllung zurückgelegt hast? Hast du Beispiele mit gefahrenen Routen, Bedingungen und Verbrauch unter Motor? Mit welcher Leistung fährst du die Lis jeweils mir welcher Geschwindigkeit?


    Ich war auch gerade in Friesland - bin seit einer Woche wieder zurück. Habe fleißig Ausschau nach andere Lis gehalten, aber niemanden gefunden. Elektromotoren habe ich dort auch sehr selten gesehen. Letzteres hat mich auch zögern lassen, einen E-Außenborder anzuschaffen.


    Ich habe vor allem dem Braten mit den angeblichen Reichweiten gerade unter etwas ungemütlicheren Bedingungen nicht getraut und mich deshalb für den deutlich günstigeren Suzuki Verbrenner entschieden. Der Motor ist super, aber das Handling mit dem ganzen Zubehör (Öl, Kanister, Werkzeug, etc) und die Lagerung des Motors ist konzeptbedingt doch etwas aufwändiger und nervig. Lärm und Gestank sind hingegen sehr viel kleinere Probleme als ich angenommen hatte - einen wertigen und wirklich dichten Stahlkanister vorausgesetzt.


    Danke und viele Grüße


    Boris

    Hallo liebe Lisler,


    im Juli diesen Jahres war ich mit zwei Kindern am Heeger Meer/Fluessen segeln. Keine Überraschung: Es ist traumhaft schön dort.


    Wir hatten eine Ferienwohnung in Elahuizen als Basis und sind von dort aus auf dem Heeger Meer diverse Touren gefahren. An zwei von 14 Tagen war der Wind zu stark für uns (5 Bft mit 7er Böen laut Wetterbericht). Dann gab's Landausflüge an die Nordsee. Meistens konnte man aber gegen Abend bei perfektem Wind noch einmal 2-3 Stunden in den Sonnenuntergang segeln. Zwei Mal haben wir Tagesausflüge gemacht: Einmal nach Sneek durch den Kanal mit Motor und zurück vor dem Wind unter Segel, und noch einmal nach Sloten über Woudsend und das Sloter Meer.


    In der Hochsaison war - aber auch nur ab und zu - sehr viel los auf dem Wasser. Die KVR beherrschen wir jetzt im Schlaf. Gerade abends hatten wir das Wasser gefühlt fast für uns alleine.


    Durch die Nähe zum Meer ist der Wind sehr gleichmäßig und eigentlich immer präsent - mal mehr mal weniger. In Kombination mit den riesigen Wasserflächen: Ein Traum zum Segeln.

    Viele Grüße


    Boris



    Hier ein paar Bilder:


    Vor Anker beim Baden



    Segeln mal anders


    Immer präsent ...



    Sonnenuntergang mit PolyValk



    Fischbrötchen Sail-In in Heeg


    Tuckern im Kanal


    Ankunft im Zentrum von Sneek


    Rasenmäher am Ijsselmeer


    Eindrücke bei Sonnenuntergang


    und noch einmal bei Sonnenuntergang


    Hallo lieber Lisler,


    es wurde zwar leider doch keine Wanderfahrt an der Mosel wie geplant, aber einen Bericht habe ich in dem anderen Bereich dennoch geschrieben:

    Mosel Tourenplanung


    Schön war's trotz aller Umstände und ich versuche es vielleicht irgendwann bei besserem Wetter noch einmal!


    Viele Grüße


    Boris

    Hallo Harkort,


    ich habe mir für meine Lis-Jolle (250 KG mit Balastschwert) diesen Sommen einen Suzuki 2.5 angeschafft - auch nachdem ich so viel Positives gelesen habe.


    Der Motor ist super. Kraft ohne Ende. Bei wenig über Standgas und damit bei ruhiger und nicht nervender Drehzahl erreiche ich Rumpfgeschwindigkeit. Gegen Wind (3-4) und Welle in Binnengewässern und im Kanal schiebt er zuverlässig, wenn man etwas mehr (1/4) Gas gibt. Im Hafen ist er mir schon zu schnell. Muss dauernd Ein- und Auskuppeln beim Rangieren. Rückwärtsfahren durch Drehen um 180 Grad ist äußerst unkompliziert - kein Argument für einen größeren Motor mit Rückwärtsgang. Nachteil auf deinem schönen großen Boot (Neid!) ist der ausschließlich interne Tank und das dann doch häufige Nachtanken (alle 1-2 Stunden). Ein externer Tank an einem 5 PS Motor ist dann vielleicht doch ein Vorteil.


    Kaufe dir auch einen Stahlkanister z.B. von Valpro mit langem Ausgießer dazu. Ich hatte mich für einen einfachen Kunststoffkanister entschieden und es bereut. Das Benzin stinkt durch den Kunststoff durch. Jetzt ist der Motor im Auto zusammen mit dem Kanister überhaupt nicht mehr zu riechen.


    Am nervigsten sind die ganzen Wartungen. Ölwechsel usw. Ich habe beschlossen von Liqui Moly einen Benzin-System Reiniger ins Benzin zu gießen, um Ablagerungen im Vergaser usw. zu vermeiden. Ob es etwas bringt kann ich nach meinen ersten 20 Motorstunden noch nicht sagen. Bislang ist alles super zuverlässig. Meiner springt nicht immer gleich beim ersten Mal an. Er hakt manchmal. Beim zweiten Mal springt er spätestens souverän an. Meiner Kinder schaffen es nicht, zu starten, weil Arme zu kurz oder Kraft zu wenig. Das ist nicht schön, wenn ich mal im Wasser liege und das Boot alleine weiterfährt. Wir üben MoB unter Segeln schon ganz fleißig ;-)


    Kurzschaft reicht mir vollkommen. Die Lis 6.0 ist größer - keine Ahnung, ob die einen Langschaft braucht. Ich vermute, dass die 6.0 nicht so sensibel ist, wenn man das Gewicht aufs Vorschiff verlagert und entsprechend auch keine Schraube aus dem Wasser kommen wird. Aber hier habe ich keine Ahnung von der 6.0.


    Viele Grüße


    Boris

    Ich hatte meine Lis Jolle einmal versehentlich so aufgeriggt dass diese Sailngsdrähte in sich verdreht waren. Bei Böen fing irgendetwas schwer zu lokalisierendes ganz jämmerlich an zu knarzen. Das zeigt mir, dass die Drähte ordentlich Kräfte aufnehmen und an die Wanten weitergeben und daher nicht nur Deko sind. Bin mir aber auch nicht sicher, ob das Knarzen tatsächlich von den Salingdrähten kam. Habe nämlich beim Mastlegen auch gleich noch alle möglichen Bauteile der Rollfock geölt. Vielleicht hat auch das geholfen.

    Hallo Michael,


    kleiner Nachtrag: Das Knarzen kam diesen Sommer wieder, obwohl die Salingsdrähte nicht verdreht waren. Die Jolle habe ich im Liegeplatz mit Hilfe des Falls einmal auf die Seite gelegt und den Wirbel der Rollfock mit Silikonspray getränkt. Das hat geholfen.


    Das hilft dir nicht weiter. Ich wollte nur meine Vermutung verwerfen, dass Salingsdrähte unter Last knarzen könnten ;)


    Viele Grüße


    Boris

    Hallo Karl-Heinz,


    das ist tatsächlich mal wieder fällig. Ich glaube, zuletzt bei der Auszeitreise zuletzt etwas über Lis Boote im Yacht Magazin gelesen zu haben. Der Bericht war aber umso faszinierender.


    Auf Messen und in Zeitschriften sind die schnellen breiten und vor allem teuren Boote stark vertreten. Das unkomplizierte Segeln mit weniger sportlichen Ambitionen aber für jeden erschwinglich hat ziemlich wenig Aufmerksamkeit. Gleichzeitig sehe ich auf den Gewässern z.B. in Holland hauptsächlich solche Boote und Bootstypen, über die man sehr selten etwas ließt.


    Ich finde z.B. auch kaum etwas über die neue Lis 6.0, obwohl von einem Golf trailerbar und alles drin und dran, was man braucht. Platz genug zum Wohnen für ein Wochenende. Eigentlich ein Alleinstellungsmerkmal bei 400 kg Gewicht. 2017 gab es im Seglermagazin einen lobenden Test auf Seite 84. Das wars. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dafür keine Leser gibt und sich jeder ein Boot für 100.000 € aufwärts kauft.


    Bei YouTube und Co sind wir Lisler aber auch wenig vertreten. Es gibt einige wenige alte Videos. Von der Lis 6.0 z.B. genau eines.


    Ich bin z.B. damals (2016) bei meiner Recherche nach gebrauchten Booten überhaupt erst auf meine inserierte Lis-Jolle gestoßen und habe mich dann erkundigt, was das für ein Boot ist. Aus der Presse kannte ich die Werft und die Lis nicht.


    Viele Grüße


    Boris

    Hallo lieber Lisler,


    ich bin euch noch einen Bericht von der Moseltour schuldig. Ich war in der zweiten Julihälfte in Holland mit dem Boot unterwegs und hatte es vorher nicht mehr geschafft, hier etwas zu schreiben.


    Das Segeln auf der Mosel war letztlich ein Erfolg und hat Spaß gemacht, aber eine Tour wurde es leider nicht.


    Geplant war:

    • Start am Campingplatz in Winningen
    • Erste Übernachtung auf dem Insel-Campingplatz nahe Treis Karden
    • Die nächste Übernachtung auf dem Campingplatz in Senheim
    • Am drittten Tag ein Schlag zur Moselschleife, zurück nach Senheim, mit dem Zug das Auto in Winningen holen gehen und mit Gespann wieder nach Hause

    So genau planen musste ich das auch deshalb, weil es so viele Möglichkeiten zum Anlegen und Campen nicht gibt und zum Teil die Liege- und Campingplätze vorab reserviert werden mussten.


    Draus geworden ist:

    • eine 8km Motorfahrt von Winningen aus gegen den 5er Wind genau von vorne bis zur Schleuse Lehmen
    • Segeln zurück, an Winningen vorbei, bis fast nach Koblenz, wieder übernachten auf dem Campingplatz in Winningen
    • Am nächsten Tag Segeln zwischen Winningen und Koblenz. Heimfahrt am Abend von Winningen aus.


    Hier meine Ausrede 8o:

    An der Schleuse Lehmen war die Sportbootschleuse geschlossen und wir sind mangels Möglichkeiten zum Festmachen 30 Minuten im Kreis getuckert. Beim anstehenden Schleusengang in der Kammer der Berufsschifffahrt haben wir nicht mehr in die Schleuse gepasst. Die Ampel wurde bei den letzten beiden Sportbooten rot. Ich habe mich als Schleusen-Greenhorn natürlich ganz hinten angestellt :cursing:. Die 7 Meter hohen Schleusentore der Berufsschiffahrt sind wie Himmelspforten, die sich vor uns schlossen. Mit der kleine Lis, wollte ich da nichts provozieren schon gar nicht direkt hinter dem riesigen Frachtschiff in der Schleusenkammer ;-) Vor 15 Uhr wären wir nicht durch die Schleuse durch gewesen und hatten erst 8 von 28 km geschafft. Ob wir im nächsten Schleusengang reingepasst hätten, konnte uns auch keiner sagen. Nach wir vor das Nein des Schleusenwarts im Bereich der Großschifffahrt festzumachen. Der Wind hat uns auch ohne Segel ordentlich in Fahrt gebracht und immer wieder ans Ufer gedrückt. Ankern wäre eine Möglichkeit gewesen. Aber zwischen den riesigen Schiffen, wusste ich nicht, ob das erlaubt ist.

    Nach der Schleuse gäbe es zudem kein Zurück mehr. Der Wind war stark. Mein nagelneuer noch nicht eingefahrener Suzuki, hat es kurz über Standgas in manchen Böen nicht geschafft, die Lis-Jolle zu schieben. Wir sind fast stehengeblieben. Normalerweise fahre ich mit so viel Gas mit etwas Wind gegenan gemütliche 6 km/h. Entsprechend konnte ich ohne viel Erfahrung mit dem neuen Motor nicht abschätzen, ob meine 6 Liter Treibstoff reichen würden. Mit den Warteschleifen an der Schleuse hatte ich schon 1,5 Liter verbrannt. Und auf den Motor war ich angewiesen. Für das Segeln gegenan war der böige Wind zu stark. Außerdem mein Problem: Das Schwert wolte nicht rausfallen! Ich konnte auf dem Boot tanzen, wie ich wollte. Es hing oben. Ein Niederholer fehlt mir seit eh und je. Wir hatten also auch kein Schwert und an Kreuzen gegen den geschätzten 5er bis 6er Wind im engen Fluss wäre im Zweifelsfall nicht zu denken gewesen. Also habe ich auch angefangen, an die Sicherheit zu denken. Zumal ich auch mit meinem 10 jährigen Sohn unterwegs war, dem etwas die Lust vergangen war. Damit es kein negatives Erlebnis wird, also die Entscheidung: Motor aus, um 180 Grad drehen, Vorsegel ausrollen und Spaß haben. Nur mit Vorsegel vor dem Wind ging es z.T. mit geschätzer Rumpfgeschwindigkeit ziemlich flott bergab. In der Gegenrichtung: Richtig schönes Segeln. Wir sind am Ausgangspunkt Winningen vorbei bis fast nach Koblenz weitergesegelt. Zwischen Winningen und Koblenz wird der Fluss auch schön breit. Ein richtig schönes Fleckchen zum Segeln. Dann mit Motor zurück gegen den Wind zum Campingplatz Winingen.


    Gerade der breite Fluss zwischen Winningen und Koblenz hat uns animiert, am nächsten Tag noch einmal Segeln zu gehen.


    Zunächst musste dazu am nächsten Tag aber das Schwert erst einmal rauskommen. Ich habe dazu das Boot mit dem Trailer kurz aus dem Wasser geholt und das Heck von Hand "angehoben" und "fallen" gelassen. Das hat das 80kg Schwert letztlich gelöst.

    Ein hierbei zu lösendes Problem: An Segler denkt man in dem Revier nicht. In 3m Höhe, einmal quer über die Sliprampe hängt eine Deko-Leuchtleiste, die nachts eine schöne Atmosphäre schafft, aber mit gestelltem Mast: Kein Durchkommen. Vielleicht ist das auch so eine Art Elektrozaun, damit auf dem Landweg niemand Segelboote klaut 8o? Naja, also den Mast auf ca. 20cm genau vor die Lichtleiste gefahren, ins Wasser hinter den Trailer gestellt und kräftig rütteln. Am ersten Tag haben wir deshalb den Mast übrigens im Wasser stellen müssen - mit Hoffen und Bangen, dass die Schäkel und Schrauben nicht ins Wasser fallen.


    Der Wind war immer noch extrem. Mit Schwert und der ein oder anderen abgewetterten Bö und einem breiteren Flussbett zwischen Winningen und Koblenz, ließ es sich auch gut mit vollem Tuch segeln. Bergab haben wir selten so viel Halsen/ vor dem Wind kreuzen dürfen. Dauernd platt vor dem Wind zu fahren, war mir zu riskant mit gesetztem Groß, wenig Raum zum Ausweichen bei böigen Winddrehern. Letztlich aber kein Problem. Zurück ließ es sich auch recht gut und mit flotter Fahrt kreuzen. Auf diesem Abschnitt haben wir tatsächlich dann auch einige wenige weitere Segler getroffen.


    Das Revier:

    Schön! Zwischen Koblenz und Winningen auch breit genug um wirklich zu segeln. Weiter bergauf zum Teil eng und man ist auf Motor angewiesen - ist aber auch gemütlich und schön. Wir hatten 220cm Wasserstand (Cochem) und damit genug Wasser unter dem Kiel - auch außerhalb der Fahrrinne. Letztere überlässt man intuitiv der Beruffsschifffahrt, wenn sie denn überhaupt mal zu sehen ist. Viel war nicht los mit großen Schiffen.

    Zu den von mir oben gefürchteten Brücken: Ich habe vermutlich zu viel "Boote Exklusiv" gelesen mit meiner Befürchtung, nicht unter den Brücken durchzupassen. Unter der Moseltalbrücke (Höhe 136m!) hatte ich keine Sorge um meinen Verklicker. Aber auch unter der Moselgoldbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von 7,50m bei HSW ist man mit einer Lis ein kleiner Zwerg. Bei dem o.g. Wasserstand stimmt die Rechnung ungefähr, dass man rund 12 Meter tatsächliche Durchfahrtshöhe hat.


    Campen und Festmachen:

    Das ist tatsächlich nur an den dafür vorgesehen Häfen und Stellen möglich. Unter den Bedingungen mit dem starken Wind hätte ich vielleicht zur Not an einem Strandabschnitt anlanden können. Absichtlich will man das aber nicht. Gerade die Motorschiffe machen so viele Wellen, dass die Ufer nicht sicher sind. Man sollte also einen Plan haben, wohin die Fahrt geht und wo man wieder festmachen kann - und wo man ggf. wieder tanken kann. Die Kombination aus Tankstelle mit Anlegestelle in der Nähe ist selten. Liegeplätze und Campingplätze sollte man vorab reservieren oder zumindest nachfragen, ob das notwendig ist.


    Reichweite:

    Mit dem Suzuki 2.5 fahre ich normalerweise rund 2 Stunden/15 bis 20 km mit knapp über Standgas und einer Tankfüllung. Wobei ich den Tank natürlich nie ganz leer fahre. Diese Werte habe ich in Holland rund um das Heeger Meer gesammelt. Unter den Bedingungen an der Mosel mit starkem Wind und vielem Kreisen vor der Schleuse kann ich keine richtigen Werte nennen.


    Schleusen:

    Ursprünglich als unproblematisch von mir genannt, war es letztlich eine der Hürden, warum die Tour nicht zustande kam.


    Strömung:

    bei dem Wasserstand ist die Strömung zu vernachlässigen. Die ist wirklich schwach. In der Bergabrichtung will man vor Schleusen/Wehren vielleicht aber doch einen zuverlässigen Antrieb/Motor haben, um nicht in Gefahr zu kommen.


    Zum Motor:

    Perfekt für die Lis-Jolle. Leistung reicht vollkommen. Nicht unangenehm in der Geräuchkulisse. Auf Videos im Netz klingt der Motor immer so laut. Das ist er letztlich nicht bei den niedrigen Drehzahlen. Auch mit den Vibrationen kann ich gut leben. Diesen Sommer war er sehr zuverlässig - ist aber auch noch neu. Meine Lektion mit Verbrennermotoren: Kauft euch einen ordentlichen Blechkanister. Der 10 Euro Plastikkanister von AWN ist undicht in dem Sinne, dass das Benzin durch den Kunststoff diffundiert. Das stinkt gegen den Wind. Mit dem Blechkansiter von Valpro/Arnold in Kombination mit dem langen Ausgießer (zusammen im Netz 24 Euro) ist dagegen alles dicht. Im Auto war die Kombination aus Motor und Blechkanister nicht zu riechen. Sehr unproblematisch.


    Ausrüstung:

    Mit der Lis ließ sich problemlos fahren und segeln - vollbeladen mit Zelt, Schlafsäcken, Iso Matten, Proviant, Segelkram. Aber das wisst ihr ja alle schon ;). Bewährt hat sich der neue Bootshaken. Damit lassen sich bequem die Taschen bis vorne unter den Bug er Lis-Jolle schieben und wieder holen. Ohne den Haken wäre das problematisch.


    Naja, es hat Spaß gemacht. Ich werde bei besserer Wettervorhersage und entsprechend günstigem Wasserstand und etwas mehr Spritreserve es evtl. mal wieder versuchen. Wenn jemand mitfahren will schon zweimal ;).


    Hier noch ein paar Bilder:


    Finde das Segelboot



    Auch die Sonne war etwas viel



    Treuer Begleiter: Der neue Suzuki 2.5




    Viele Grüße


    Boris

    Hallo Dieter, G1644, Hollis,


    die Tour ist jetzt konkret geplant. Kommenden Sonntag ist der erste Abschnitt dran. Liegeplätze und Campingplätze sind gebucht. Zum Teil war das vorab verlangt. Ein wenig weiche Knie habe ich schon;)


    Ich schreibe dann unter "Wanderfahrten" einen kleinen Bericht.


    Danke fürs Ermutigen!


    Liebe Grüße


    Boris

    Hallo Michael,


    ich kenne mich mit so etwas überhaupt nicht aus, also bitte auch die Antworten der anderen abwarten.


    Ich hatte meine Lis Jolle einmal versehentlich so aufgeriggt dass diese Sailngsdrähte in sich verdreht waren. Bei Böen fing irgendetwas schwer zu lokalisierendes ganz jämmerlich an zu knarzen. Das zeigt mir, dass die Drähte ordentlich Kräfte aufnehmen und an die Wanten weitergeben und daher nicht nur Deko sind. Bin mir aber auch nicht sicher, ob das Knarzen tatsächlich von den Salingdrähten kam. Habe nämlich beim Mastlegen auch gleich noch alle möglichen Bauteile der Rollfock geölt. Vielleicht hat auch das geholfen.


    Dass sich der Mast bei fehlender Saling (bzw Salingdraht) stärker biegt, wäre plausibel. Dass sich das ungünstig auf das Segelprofil auswirkt auch. Ob das allerdings tatsächlich praxisrelevant ist, ist noch einmal eine andere Frage.


    Viele Grüße


    Boris


    Viele Grüße Boris

    Hallo Allegro,


    ich gebe dir Recht. Das ist vermutlich die sicherste Variante. Aber dann würde das ganze im Juli ausfallen, weil ich bis dahin nichts umgerüstet bekomme. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Ahnung, wie so ein Umbau gemacht würde.


    Wenn meine Rechnungen stimmen, brauche ich den Klappmast zudem überhaupt nicht, sondern passe auch so bequem unter den Brücken durch. ... aber nur wenn ;).

    Danke und viele Grüße


    Boris

    ... Meine Rechenversuche in Sachen Brückenhöhe und Wasserstand oben sollten eigentlich unabhängig vom Revier sein. Stimmen meine Annahmen? Wäre schon sehr unangenehm, schon vor der ersten Brücke wieder umdrehen zu müssen.

    Hallo Hollis,


    Hm, es würde mich auch interessieren, wenn es Gründe dafür geben sollte, mit einer Lis besser nicht so eine Tour zu machen.


    Kann gerne hinterher berichten, falls das Neuland ist und jemanden interessiert.


    Zwischen absoluter Reinfall und DAS Sommererlebnis verspreche ich mir gerade alles von dem Vorhaben.8o Kann es überhaupt nicht einschätzen.


    Viele Grüße


    Boris

    Hallo liebe Lisler,


    Ich habe mir spontan vorgenommen, im Juli die Mosel bergauf zu fahren - startend in der der Nähe von Koblenz. Ich habe so eine Flusstour noch nie gemacht. Da ich das Revier noch überhaupt nicht kenne (außer von Weinproben und vom Wandern) würde ich gerne eure Meinung zu dem Vorhaben hören, insbesondere zu meinen Fragen und Annahmen weiter unten.


    Mich irritiert, dass es zwar hier und dort Segelclubs gibt, aber eigentlich Segler auf der Mosel ziemlicher Außenseiter zu sein scheinen. Motorboote dominieren.


    Voraussetzungen:

    • Lis-Jolle mit 80 KG Schwert
    • kein Klappmast
    • Rollfock
    • Suzuki 2.5 Außenborder (neu) mit 5 Liter Benzinkanister
    • Zelt


    Folgendes frage ich mich:


    Brückenhöhen:


    Passe ich durch die Brücken durch?


    Die Lis-Jolle hat schwimmend eine Höhe von rund 6,30m (?): http://ilmen.bootslog.de/die-l…technische-daten-der-lis/

    Hier habe ich etwas von 6,67 gelesen: https://www.scst-haltern.de/LisJolle.htm


    Nicht so große Sorgen mache ich mir hier: https://de.wikipedia.org/wiki/…lbr%C3%BCckeWestenHDR.jpg 8)


    Bei andern Brücken sieht das schon anders aus. Hier habe ich Brückenhöhen gefunden:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Moselbr%C3%BCcken

    https://skipper.adac.de/haefen/

    Beide Quellen geben mir vergleichbare Brückenhöhen an. Meinem Verständnis nach sind das lichte Höhen, also tatsächlich für die Durchfahrt verfügbare Höhen beim höchstem Schiffswasserstand (HSW). Ist das richtig? Der HSW ist ortsabhängig. Beispiel Pegel Cochem, Skagerrak-Brücke: Der HSW liegt bei Pegel=600cm, aktuell ist der Pegel bei rund 220 cm. Kann ich dann aktuell in der Fahrrine mit einer Durchfahrtshöhe von 911cm + (600cm - 220cm) = 1291cm = 12,91m rechnen? Stimmt diese Rechnung?

    Mich irritiert daran vor allem, dass man eigentlich zwei Lis Jollen übereinander durch die Brücke bekommen sollte. Auf Bildern der Brücke sieht die Durchfahrt aber überhaupt nicht so gigantisch hoch aus. Rein optisch würde ich schätzen, dass ich mir besser einen Ersatzverklicker mitnehmen sollte:


    Die allermeisten Brücken haben eine lichte Höhe von mindestens 7,50m bei HSW, manche eine von 6m bei HSW. Eigentlich sollte ich dann in der Fahrrinne gemäß aktuellem Wasserstand überall durchkommen, oder? Verantwortung dafür bleibt natürlich am Ende bei mir 8o


    Wassertiefe:

    Laut dem ADAC Link (oben) und generellen Angaben über die garantierte Fahrrinnentiefe sollte die Wassertiefe unkritisch sein. 3m sind in der Fahrrinne garantiert, laut digitaler ADAC-Seekarte sind abseits der Ufer schnell rund 2,5m eher 3-5m Wassertiefe verfügbar. Gerade bei der ADAC-Karte weiß ich aber nicht, auf welchen Pegel sich das bezieht. Könnt ihr mir etwas Verlässlicheres über die Wassertiefe abseits der Fahrrinne sagen bzw. wie ich die Wassertiefe korrekt aus der obigen Navionics-basierten Karte ablesen kann? Gibt es bessere Quellen für Wassertiefen?


    Campen und Festmachen:
    Wir verhält man sich, wenn man in Ortschaften Zwischenstopp zum Eisessen oder zum Kanister betanken (s.u.) machen will? Welche Anlegestellen kann ich nutzen? Die von großen kommerziellen Touristenbooten offensichtlich nicht. Gibt es in der Regel Möglichkeiten zum Festmachen, ohne gleich in Yachthäfen einklarieren zu müssen? Haben flussnahe Campingplätze in der Regel die Möglichkeit, Boote im Wasser festzumachen? Sollte ich mich anmelden? Oder kann man Letzteres evtl. nicht so sehr verallgemeinern? Ich kenne die Gepflogenheiten des Reviers nicht.


    Reichweite
    Mit einem 5l Kanister schätze ich, mindestens einen Tag lang durchzukommen. Ich rechne mit rund 0,75m/s, also 2-3 km/h Strömung gegenan: https://wasser.rlp-umwelt.de/servlet/is/1206/ . Bei ein wenig Wind habe ich die Hoffnung, hin und wieder ein paar Abschnitte segeln zu können. Ich gehe aber davon aus, dass ich viel motoren werde: 5-6 km/h mit Viertel- oder Halbgas,über Grund also rund 3-4 km/h. Wie schätzt ihr die Bedingungen ein? Sollte ich mir einen weiteren 5l Kanister besorgen?


    Schleusen

    Habe mir auf Youtube angeguckt, wie die Selbstbedienung funktioniert. Ansonst war ich schon schleusen. Das wichtigste aus meiner Sicht: Nicht das Boot festmachen/aufhängen, stattdessen Bootshakben nehmen, Abstand zum Drempel. Schleusen mit Segelboot/Mast sollte doch kein Problem sein oder?



    Und alles was euch sonst dazu einfällt...


    Danke und viele Grüße


    Boris

    Hallo Karl-Heinz,


    danke für die Revierbeschreibung. Das macht Lust auf mehr ;-) Ich muss es tatsächlich mal wahr machen und an den Rursee für ein langes Wochenende kommen.


    Mit den Bedingungen meinte ich mehr die ganzen Auflagen wegen gesperrter Häfen, Kontaktverboten usw. Gibt es da etwas zu beachten? Ich weiß, dass segeln grundsätzlich erlaubt ist aber die Häfen und Steganlagen gesperrt sein sollen.


    Danke und viele Grüße


    Boris

    Hallo,


    Ich habe schon im Dezember für Juli ein Ferienhäuschen in Elhuizen am Heeger Meer direkt am Hafen gebucht und hoffe und bange, dass das klappt.


    Wollte schon jetzt über den 1. Mai Holland mit meiner Lis erkunden gehen. War nämlich noch nie dort segeln.


    Unter welchen Auflagen/Bedingungen darf man aktuell am Rursee mit dem eigenen Boot ins Wasser?


    Verrückte Zeiten.


    Viel Spaß bei den ersten Schlägen.


    Viele Grüße


    Boris

    Hallo Hollis, hallo CORA,


    Danke für die Antworten, das hilft sehr!


    Jetzt sind mal die Genuarutscher dran, dann noch ein neuer Außenborder (ein Suzuki 2.5 soll es werden) und meinen fehlenden Schwertniederholer irgendwie montieren. Das sind genug Investitionen in Zeit und Geld. Spinnaker kommt dann später in der Saison dran😉


    Zum Schwertniederholer: Der fehlt, seitdem ich das Boot habe, komplett. Habe erst auf der Bootsmesse erfahren, dass ich einen haben sollte. Denke, dass das im Fall einer Kenterung keine schlechte Sache ist. Hatte auch schon einmal die Situation, dass das Schwert von alleine nicht rausfallen wollte. Habe das 80 kg Schwert. Habe keinen Kran oder Ähnliches. Entsprechend Frage ich mich, ob ich dafür in die Werft nach Aachen fahren sollte!? Oder habt ihr eine Idee, wie sich so etwas von einer Person reparieren lässt (Gewicht des Schwertes, Boot auf die Seite legen, Boot vom Hänger nehmen,...) ?


    Viele Grüße


    Boris