Beiträge von Skipper64

    200kg an der Garagendecke (und das auch noch punktuell) hoch zu ziehen erscheint mir auch gewagt, wenn man nicht die Statik genau kennt. Und etwas Aufwand mit Seilzug montieren etc. Ist's ja auch. Warum bittest Du nicht einfach drei bis fünf Mithelfer, Deine Jolle mal kurz hochzuheben? Dürfte ja in 5-10 Minuten erledigt sein, die ganze Aktion. Eingestürzte Garage zu ersetzen und neue Garage zu bauen würde länger dauern (
    und mehr als eine Runde Bier für die Mithelfer kosten ;-)
    Ich würde vielleicht sogar die Jolle ohne Trailer in der Garage irgendwie aufgebockt lagern und den Trailer hochkant an die Wand lehnen. Oder den Trailer vorsichtig mit Zwischenpolster (Reifen o.ä.) irgendwie AUF die Jolle legen.
    Oder kann man die Deichsel abmontieren/verkürzen?
    Oder das Boot liegt geschützt in der Garage, und der feuerverzinkte Trailer überwintert (ohne Lichtleiste) mit od. ohne Plane aus dem Baumarkt im Garten ... .
    Jolle hochkant an die Wand lehnen, wie auch ein Vorschlag kam, wäre mir zu riskant wg. Druckstellen am Süllrand, wenn man es aus Platzgründen irgendwie anders darstellen kann.
    Aber am pragmatischsten ist sicherlich (aber das beantwortet natürlich nicht wirklich hilfreich Deine konkrete Handling-Frage), die Garage artgerecht für Autos selbst zu nutzen oder zu vermieten und das Boot für kleines Geld irgendwo beim Bauern in einem Schuppen o.ä. geschützt vor Wind und Wetter abzustellen. Andere Bootsbesitzer und vor allem auch Wohnwagen-/ -mobil-Nutzer können sicherlich Tips zu Winterlager-Möglichkeiten bei Bauern etc. in der Nähe geben.

    Hallo Ralf,


    hast Du eine Family mit Original-Mast, -baum und -Großsegel (mit 8 qm)?
    Denn eigentlich sollte sich Deine Frage dann gar nicht stellen?!


    Bei meiner Family (alles Original) hängt der Baum hoch genug, wenn ich das Segel sorgfältig ganz bis zur Mastspitze hochziehe. Der Baum geht bei Ende und Halse locker fast über den Kopf der Crew, ganz leichtes Kopfeinziehen allerhöchstens genügt. Der Niederholer passt prima (vom Baum bis zum Schäkel am Mastfuß), wie es sein soll, in einem Winkel von ca. 45 Grad zum Mast bzw. Baum.


    Bin jetzt als Segel-"Heuriger" nicht so der Theoretiker. Aber ich denke, wenn es eine Family mit Original-Rigg und Segel ist, sollte man nicht so einschneidend ändern. Einfach den Baum höher hängen, würde ja ein kleineres bzw. völlig anderes geschnittenes Großsegel erfordern. Die komplette Segelgeometrie würde sich ändern, da ja auch der "Segeldruckpunkt" nach oben wandern würde, d.h. das Boot würde vermutlich auch mehr Lage schieben? Ich könnte mir sogar vorstellen, dass bei einer solch gravierenden Änderung ein Boot völlig seine Segeleigenschaften verändert?


    Vielleicht sollte man vorher noch mal mit der Werft die Abmessungen von Rigg und Segel abgleichen, ob da alles Equipment mit den vorgesehenen Maßen verbaut ist.


    Gruß
    Skipper64

    Mal was anderes, was mich als ambitionierter Segelanfänger (heute bei 5-6 Bft. mit großer Begeisterung gesegelt!) interessieren würde, zwar nicht direkt zum Thema "Wendewinkel",
    sondern eher "Halsewinkel" ;-)


    Die Lis Family hat ja nach hinten gepfeilte Salinge, und die Wanten gehen deutlich achtern hinter dem Mast am Rumpf in die Püttinge. Wenn man nun Raumschot oder sogar Vorwind-Kurs (ggf. sogar per "Schmetterling") segeln möchte/muss (z.B. in einer schmaleren Bucht, in die oder aus der der Wind direkt bläst), gibt's mit der Fock ja kein Problem, aber das weit aufgefierte Grosssegel liegt ja sehr bald an Salingen und Wanten auf. Unter stärkerem Wind dürfte dadurch das Segel ziemlich belastet werden, dass es gegen Salinge und Wanten gedrückt wird? Oder verteilt sich der Winddruck so auf das Segel und entlang der Wanten, dass das Segel nicht übermäßig beansprucht wird? Oder sollte man eher durch "im Wind kreuzen" überhaupt versuchen zu vermeiden, auf einen Vorwindkurs zu segeln, bei dem das Groß gegen Salinge und Wanten gedrückt wird?


    Für Tips und Tricks wäre ich wie immer sehr dankbar!


    Gruß
    Skipper64

    Heute stellte sich mir eine neue "Anfängerfrage". War heute binnen einhand auf dem Wasser, immerhin mäßige (gefühlt in Böen stärkere) Brise mit 12-15 Knoten Windgeschwindigkeit. Also für einen Anfänger mit Lis Family (und zum Glück 80kg-Ballastschwert) stellenweise eine anspruchsvolle Herausforderung. Das Boot erscheint mir wirklich prima, ist recht gutmütig und gar nicht so langsam. Ich denke, heute habe ich den Übergang vom Verdrängen zur Gleitfahrt wirklich geschafft. GPS hat 14,3 km/h über Grund angezeigt, das macht richtig Spaß :-)


    Allerdings bin ich bei mancher plötzlichen Böe auch (gefühlt) manchmal beinahe in die Waagerechte gekommen, teilweise kam trotz Süllrand sogar das Wasser ins Boot :-) aber immerhin bin ich nicht gekentert. Klar, die Schot vom Großsegel habe ich nicht in die Klemme gelegt, damit ich jederzeit bei einer starken Böe auffieren kann.


    Wie aber handhabt Ihr einhand bei stärkerem Wind die Fockschoten, um reaktionsschnell bei Bedarf auch die Fock auffieren zu können, wenn die (Schräg-)Lage sich der Waagerechten annähern könnte? Ich habe mir heute dadurch beholfen, dass ich auch die Fockschoten nach den "Rollen" an den Holepunkten (?) direkt an den Curryklemmen vorbei geführt habe. Aber dann hält man mit einer Hand die Pinne, die andere Hand hält beide Schoten (vom Groß über dessen Talje, von der Fock über die Rolle an den Holepunkten), wobei dann gleichzeitiges Auffieren oder Dichtholen beider Segel mit einer Hand eigentlich nicht so richtig funktioniert. Vielleicht gibt es hierzu irgendeinen Trick, wie man ohne Klemmen (wg. Böen und Kentergefahr) dennoch einhand beide Segel richtig auffieren oder dichtholen kann, natürlich ohne die Pinne loszulassen? Und dabei vielleicht auch etwas Kraft sparen, denn Fockschot und Großschot ohne Klemmen mit einer Hand gegen den Wind zu halten oder auch anzuziehen, ist bei mehrstündigem Segeln gar nicht so ohne ;-)


    Zweite Frage an die Lis Family-Erfahrene: wenn's denn doch passiert und die Family mal kentert, wie "nass" wird denn so eine Kentereinlage an Bord? Habe heute zum Segeln sicherheitshalber die Luke zur Kajüte mit den Plexiglaseinsätzen verschlossen, und die Backskiste natürlich auch mit dem Schlüssel versperrt. Wie hoch liegt denn eigentlich eine gekenterte Family im Wasser auf, werden die Polster und sonstiges vorne in der Kajüte einerseits, aber auch Handy, Autoschlüssel etc. in der Backskiste andererseits unter Wasser gesetzt, oder schwimmt die Family auch in der Waagerechten so hoch auf, dass alles in Kajüte und Backskiste weitgehend trocken bleibt?


    Dritte Frage: könnte eine Lis Family eigentlich auch durchkentern?


    Vierte Frage: kann man als guter Schwimmer ;-) eine gekenterte (nicht durchgekentert, sondern seitlich in der Waagerechten schwimmende) Lis Family einigermaßen einfach und problemlos wieder aufrichten und dann bequem über die Badeleiter wieder ins Boot steigen?


    Bin wie immer für jegliche Tips und Tricks sehr dankbar - Gruß Skipper64

    Was ich damit natürlich gemessen habe, ist der Winkel vom Mast zur Wasserlinie. Er beträgt 1 Grad bugwärts bei leerem Boot und 3 Grad gen achtern in "Fahrbereitschaft" mit Crew. Die Wasserlinie ist abhängig vom Beladungszustand des Bootes. Ein Winkel beschreibt, wie zwei "Schenkel" / Geraden zueinander stehen. Eine Gerade bildet der Mast, das ist klar. Die andere Gerade, so,dachte ich, bildet das Wasser (=die Wasserlinie). In anderen Beschreibungen wird der Mastfall mit einem "Lot" (Großfall) von der Mastspitze ermittelt (d.h. auch in Relation zum Wasser/ zur Wasserlinie). Über eine Formel mit Vorlieklänge, Mastfall-Gradanzahl und Entfernung vom Lot zum Mast wird dann gerechnet, z.B. "Vorliek-Länge in Metern" x 5,23 = "Abstand in cm" bei gewünschtem Mastfall fon 5 Grad.


    Einzig offene Frage wäre also nur noch, ob sich die genannte Mastfall-Empfehlung auf "3 Grad nach hinten geneigt" (d.h. 3 Grad in Relation zum Wasser!) auf das leere oder das fahrbereite Boot (mit Crew) bezieht.


    Weiß dies jemand von Euch?
    Vermutlich ist aber ja das leere Boot gemeint, da sich Crew- und Motorgewichte etc. ja individuell unterscheiden?


    Ist natürlich ohnehin eine akademische Diskussion, aber interessant. Die Wahrheit ist auf dem Wasser, und da ist meine Lis eher noch etwas zu luvgierig. Dürfte aber auch daran liegen, dass ich als Lis- und Segelanfänger mit dem richtigen Trimm der Fock noch viel lernen muss und deshalb der Winddruck vorne meistens noch suboptimal ist, während das Groß einigermaßen situativ richtig in den Wind gezogen wird ;-)


    Wenn ich den Mast etwas weiter nach hinten neigen wollte, müsste ich entweder die Wanten noch stärker spannen (die sind aber eh schon festgeknallt) oder das Fockfall weniger durchsetzen (dann hängt dessen Vorliek weiter durch, womit wir wieder beim Thema von oben wären ... ;-)


    Irgendwas ist immer. Je mehr man sich mit dem Segeln beschäftigt, desto interessanter wird das alles. Und jeden Tag stellen sich mir neue Fragen, und manchmal gibt es auch zunehmend Klarheit.


    Gestern jedenfalls war ich - mit welchem Mastfall auch immer - als fast Einziger auf dem Wasser, da das Wetter recht windig und unberechenbar war. Die einen nennen das Mut, die anderen unerfahrene Dummheit ... ;-)

    Mastfall-/ Winkel-Messung leicht gemacht, auch für Nicht-Handwerker ohne Profi-Wasserwaagen-Winkelmesser:
    Es gibt kostenlose Wasserwaagen-Apps mit Winkelmessung für Smartphones. Beim Ei-Fon ist so eines bereits vorinstalliert, einfach den Kompass zur Seite schieben. Dann muss man nur noch das Handy senkrecht an den Mast halten, ablesen, fertig. Bei meiner Lis Family waren es -1 Grad unbeladen (natürlich im Wasser, nicht auf dem Trailer). Winkelabweichung zwischen "unbeladen" und "mit einem Segler an den Schoten" sind ca. 4 Grad Differenz. Sollte also mit Vorschoter und/oder kleinem Außenborder den gewünschten Mastfall von + 4-5 Grad ergeben (Vorzeichen bei Messung von backbord). Ich muss also nicht nachjustieren. Ob der Mast in Fahrtrichtung senkrecht steht oder nach back- oder steuerbord geneigt in den Wanten eingespannt ist, kann man natürlich genauso ausloten mit dem Handy, bei ruhigem Wetter ;-)

    Wie bringt Ihr denn "die Längsachse in die Waagerechte", oder genauer gefragt: eine echte, mit der Wasserwaage anlegbare "Längsachse" gibt es doch bei der Lis gar nicht, da Rumpf, Cockpit, Kajüte etc. eine abfallende Linie vom Bug zum Heck beschreiben?! Am ehesten könnte man doch nur den Verlauf der Wasserlinie am Rumpf (Bewuchs, Verfärbungen o.ä.) als Längsachse bzw. Waagerechte (im Wasser liegend) heranziehen. Dann braucht man auch nicht verzweifelt am Trailer herumjustieren? Man könnte doch das Boot "irgendwie" mit gestelltem Mast auf den Trailer stellen (noch besser: das Boot bleibt im Wasser und zeigt somit seine Wasserlinie) und dann ein Foto vom Boot mit Mast und Wasserlinie machen, auf iPad oder am Laptop vergrößern und dann ein Geodreieck mit Winkelmesser zwischen Wasserlinie und Mast am Foto anlegen ;-)
    Vielleicht konnte ich mit diesem Beitrag zur Belustigung einiger Bootsfachleute beitragen ;-)
    Aber morgen probiere ich das wirklich aus. Fragt sich dann nur, ob die genannten 3-5 Grad Winkel auch mit meiner genialen Messmethode korrespondieren ;-)


    Gruß von skipper64,
    Segelanfänger, gefürchteter Theoretiker ;-) mit Null Ahnung VOM aber großer Begeisterung FÜR's Boot, und Anhänger von "keep it smart and simple" ... .

    Zum Thema Wantenspannung: bei der Lis mit Mastlegevorrichtung zieht bzw. hält man ja den Mast erst mit dem Vorstag in seiner senkrechten Position. Ohne dichtgeholtes Fock sind dann bei mir die Wanten noch recht locker. Erst wenn man dann die Fock (bei mir: mit einer Talje über der "Rolltrommel" vom Rollreff) durchsetzt, zieht man den Mast nochmals etwas bugwärts, dadurch sind dann meine (seitlichen) Wanten richtig auf Spannung. Im Segelkurs habe ich mal gelernt, "viel hilft viel", ich hoffe, die Lis hält hohe Wantenspannung auch aus. Wichtig ist noch, auf senkrechten Stand des Mastes zu achten, wenn man die Wanten spannt. Prüfen kann man ja den senkrechten Stand einfach dadurch, indem man irgend eine Dirk oder ein Fall, das von der Mastspitze kommt, ganz rechts und ganz links an den Bootsrumpf hält. Auf beiden Seiten muss natürlich die gleiche Länge anliegen, sonst ist's "schief". Die Wantenspanner selbst kann ich bei meinem Boot leider fast gar nicht drehen, auch nicht, wenn man einen Nagel o.ä. als Hebel durch die Löcher im Wantenspanner verwendet (und: ja, die Kontermuttern habe ich natürlich gelöst ;-) aber trotzdem geht's nicht wirklich mit dem Drehen der Wantenspanner).

    Klasse Forum hier - find ich wirklich prima, dass man hier Antworten bekommt und daraus lernen kann. Danke dafür!


    Heute war eher weniger Wind, und so bin ich am Steg der Sache mit Rollfock und Mastlegevorrichtung auf den Grund gegangen. Als Ergebnis: alles war/ist richtig montiert. Aber man muss natürlich die "Stagreiter" (heißen die so?) nicht am Vorstag, sondern am Draht vom Fockfall befestigen, dann passt's. Der Aufbau bei mir, original von Gade vormontiert, macht Sinn:


    Ein "Draht" am oberen Wirbel läuft nach oben über eine Rolle hinunter am Mast zum Klappmastbeschlag-Hebel. Mit diesem Draht zieht man den Mast hoch und arretiert ihn.


    Vom Wirbel nach unten vorne laufen erstens ein "Draht" (=als Vorstag) zur Fockrolle und zweitens ein weiterer Draht (als Fockfall) zur Talje und darüber zur Fockrolle. Am Vorstag war über Stagreiter das Focksegel befestigt. Wenn man nun über die Talje das Focksegel durchsetzt, hängt das Vorstag durch und "wird überflüssig" bzw. dient nur noch als "Backup" für für das Fockfall, oder auch als "Mastbefestigung", wenn man das Focksegel über die Talje "abbaut". Das Vorstag wird also, wie bei anderen Jollen auch, durch das durchgesetzte Fockfall quasi "redundant" und hängt durch. Das Fockfall strafft die Fock und hält den Mast stehend. Und wenn man dann die Stagreiter nicht nur am (durchhängenden) Vorstag, sondern am Draht des durchgesetzten Fockfalls befestigt, steht die Fock prima im Wind so wie es sein soll ... . Als verbleibendes Rätsel noch ungelöst erscheinen mir zwei (Hole? -) Leinen, die oben am Wirbel befestigt waren. Eine war ca. 1m lang, die zweite ca. 4m. Ich hatte keine Ahnung, wofür die sein könnten, und habe sie abgemacht. Aber alles hat ja seinen Bestimmungszweck - weiß jemand, wofür diese zwei Bändsel vorgesehen sein könnten? Ich weiß, ein Foto zeigt mehr als Tausend Worte, und werde das noch nachliefern. Nach und nach löst sich für mich als Segel-Neuling ein Rätsel nach dem anderen. Alles hat seinen Sinn ... . Und die meisten Technik-Probleme macht das Bedien-Personal ;-)

    So, in dieser prima windigen Woche konnte ich mich mit meiner neuen Lis Family prima anfreunden. Ich musste ihr aufgrund örtlicher Bestimmungen einen Torqueedo-Elektromotor bauen, da an dem Wasserliegeplatz kaum Platz zum Manövrieren bleibt unter Segel oder mit Paddel.


    Bei 4-5 Bft bilde ich mir sogar ein, dass das Boot ins Gleiten gekommen ist (kann das sein bei ca. 10 km/h laut GPS?) - insgesamt verhält sich die Lis mit 80kg-Ballastschwert wirklich gutmütig auch für Einhandsegler als Anfänger wie mich, auch bei starken plötzlichen Böen.


    Was mir noch ein Rätsel bleibt, ist die Frage, wie ich die Fock am Vorliek besser durchsetzen kann. Bei mir ist die Mastlegevorrichtung mit Klappmastbeschlag und Rollfock montiert. Mit einem Drahtseil als Vorstag ziehe ich den Masthoch in die senkrechte Position. Unten am Vorstag-"Drahtseil" ist eine Talje montiert, um das Vorstag zu zu straffen. Das Focksegel selbst hat eigentlich gar kein eigenes Fockfall zum Durchsetzen. Es ist nur lose in ein weiteres Drahtseil eingehängt, das - eigentlich etwas zu lang parallel zum Vorstag eingehängt ist - und hängt bei starkem Wind dann weit weg vom Vorstag. Ist das so im Segelplan vorgesehen, oder irgendwie falsch montiert? Provisorisch habe ich die Fock jetzt mit den Haken mal nicht nur in dem schlaffen parallelen Drahtseil, sondern auch direkt am Vorstag-Draht eingehängt. Mal sehen, ob's was bringt. Fast scheint mir die Fock zu lang bemessen, so wie sie am Mast angeschlagen wird - oder der Mast müsste mehr nach hinten geneigt werden als bisher? Vielleicht weiß jemand Rat, das wäre klasse! Und sorry für die etwas unfachmännische Terminologie, muss die Seglersprache mit vielen neuen Vokabeln noch üben ;-)

    Erstmal besten Dank für die Antworten! Am Wochenende gab's reichlich Wind zum Ausprobieren meiner neuen Lis Family. Ja es stimmt, bei stärkerem Wind schlägt die Fock besser um bei Wende und Halse. aber trotzdem hängen die Fockschoten immer noch oft an der Kajüte oder am Mastfuß (mit Klappmastbeschlag). Den Vorschlag mit dem "Seilschäkel" und einem Prusikknoten habe ich mal versucht zu ergoogeln, aber mit ist noch nicht ganz klar, wie das gemeint ist. Wenn's jemand so eingerichtet hat und ein Foto einstellen könnte, wäre das natürlich klasse!


    Zum Slippen habe ich jetzt keine zusätzlichen Übungen mehr veranstaltet; für die nächsten ca. 2 Monate verbleibt das Boot im Wasser am Steg. Ernst wird es dann im Sommerurlaub. Ich möchte dann "See-Hopping" betreiben, entweder in Österreich/Oberbayern oder aber auch an der Müritz. Klappt natürlich nur, wenn mir das Rein- und Rausslippen mit dem Trailer schneller und problemloser gelingt. Man wird sehen. Interessant wäre für mich die optimale Positionierung des Gummikeils der Schwertauflage auf der Deichselverlängerung. Eher weiter vorne am Schwert oder eher weiter hinten?


    Die Anekdote von vertauschten Trailern ist ja geradezu unglaublich. Auch mein Trailer steht zwischen ca. 30 anderen, mit abgebauter Lichtleiste (d.h. ohne Nummernschild). Aber bevor man irgendeinenen herauszieht, schaut man doch genau auf die Details, außerdem hilft ein Deichselschloss ... . Der angeblich versehentliche Tausch liest sich geradezu so skuril, dass man kaum an ein Versehen glauben mag ... .

    Hallo Lis-Foristen,


    als Segel- und Lisforums-Neuling hänge ich mich mal hier an die Fragen an. Zum 50. Geburtstag habe ich mir heuer eine neue Lis-Family und einen Segel-"Crashkurs" am Meer gegönnt. Seit Ende April sind nun also meine neue Lis Family und ich in der Eingewöhnungsphase. Dabei habe ich schon ein bißchen Lehrgeld zahlen müssen (geht auf's Konto Lebenserfahrung), auch viel Spaß gehabt und aber auch manche Herausforderung erlebt, bei der ich unbedingt noch dazulernen muss.


    Bei zwei Themen wäre ich für Eure Tips wirklich dankbar, natürlich habe ich die Forumsbeiträge hier zu ähnlichen Themen schon per Suchfunktion durchgestöbert:


    1.) Mit dem Slippen komme ich bisher noch überhaupt nicht zurecht. Ich hatte mir leichtes Trailern erhofft, um See-Hopping betreiben zu können. Vom Gedanken an einen Landliegeplatz habe ich mich deshalb auch verabschieden müssen, zum Glück konnte ich aber einen Platz am Steg ergattern (leider nicht ganz billig ...). Mein Harbeck-Trailer hat Ablaufrollen, Windenstand und Winde, und die Längsträger kann ich zum Slippen mit Spindeln hinunterkurbeln, sodass das Boot auf den Rollen aufliegt. Sollten eigentlich günstige Voraussetzungen zum Slippen sein. Trotzdem will das Boot jeweils weder runter vom noch rauf auf den Hänger. Dazu sagen muss ich noch, dass beide Slipanlagen, bei denen ich geübt habe, relativ flach ins Wasser gehen. Meine Vermutung ist, dass das (80 kg-Ballast-)-Schwert sich immer irgendwie am Trailer verhakt, vermutlich am Schwert- "Auflagekeil" auf der Deichsel-Verlängerung. Das Schwert ist natürlich hochgezogen, trotzdem verhakt es sich mit diesem Keil.
    Muss man den Auflagekeil vor dem Slippen wirklich abmontieren - das wäre ziemlich umständlich ... ?
    Oder muss der Auflagekeil weiter nach vorne montiert werden - mit welcher Stelle liegt bei Euch das Schwert auf dem Trailer auf?
    Wie "zentriert" Ihr das Boot vor dem Rausslippen über/auf dem Trailer, dass es mittig mit der Winde aus dem Wasser auf den Trailer gezogen wird - idealerweise sogar alleine ohne Helfer (oder ist das sowieso illusorisch und nicht alleine zu bewältigen?)?


    2.) Das Vorsegel schlägt bisher bei Wende und Halse eigentlich nie so richtig von einer Seite auf die andere um (sorry für die evtl. nichtseglerische Wortwahl, bin wie gesagt noch Segelanfänger). Regelmäßig "stört" die Kajüte der Family, und auch mit der Fockschot kann ich das Segel bei Einhand nicht so einfach hinüberziehen. Die Schoten verhaken sich teilweise auch am Mast über der Kajütluke. Die Fock ist aber ganz hochgezogen und gestrafft, trotzdem ging's nur mit Nachhelfen. Allerdings war bisher auch nicht viel Wind.


    Auf Am-Wind-Kurs kann man ja eigentlich sowieso die Fock nicht so richtig dichtgeholt segeln bei der Family, da das Fock-Unterliek dann jeweils unschön auf dem Kajütdach aufliegt?


    Oder mache ich etwas falsch bzw. "suboptimal" beim Handling von Vorsegel über der Kajüte? Natürlich ist mir klar, dass die Family eine Wanderjolle ist und kein Rennpferd. Aber für jegliche Tips oder eigene Erfahrungen (schon wenn andere auch damit hadern würden, wäre es interessant zu wissen, dass das "systembedingt" ist und kein Anwendungsfehler ...) wäre ich sehr dankbar!


    Fragen über Fragen - danke für jegliche Kommentare!


    Gruß
    Skipper64