Beiträge von George

    "Ilmen" schrieb:

    Macht doch dazu einen eigen Thread auf.
    Hier ist doch Literatur ;o)


    Mmmh, Chef, - meinst Du meinen Beitrag? Den vom 18. November 2010? Oder hab ich was verpaßt, - dann lösche ich diese Antwort gleich wieder... :?


    Den antiken Atlanta-Katalog habe ich mühsam "dauer-ausgeliehen". Die bis dahin sehr rührige Firma ist zwar irgendwann in den 80ern eingegangen, aber sicherlich nicht am Mangel an bootsbaulicher Phantasie. (Auf der löblichen Seite "Wanderjolle" sind übrigens noch etliche Atlanta-Typen präsent. Und in Fedderwardersiel habe ich den Eigner einer Flamingo kennengelernt, dessen liebevoll gepflegtes Schätzchen älter als mein Kreuzer ist...) Für mich ist das Handbuch natürlich Literatur; wer sich dafür interessiert, - ich leihe es gerne aus, diese Handbücher "Atlanta Sailor -Ahoi-. Ein Handbuch für die Segeljollen Koralle und Kolibri, - atlanta Bootsbau (Hrsg)" sind nämlich unter 50€ im Antiquariat nicht zu bekommen. Und das sind sie denn doch irgendwie nicht wert.


    "Ilmen" schrieb:

    PS Der Fockroller kann so doch gar nicht funktionieren (Verhunz den Thread Modus an ;-)) )


    Ich seh's nicht, aber das kann an mir liegen. Wenn Du magst, erklär mir das mal unter "Technik". Mir schien das System ganz ähnlich wie bei Udo, nur daß es am Mast belegt ist und nicht am Fockroller.

    Von Udo stammt der markante, auf Kleinboot-Segler bezogene Spruch:

    Zitat

    "Wir mögen zwar ärmlich aussehen, aber deshalb müssen wir nicht ärmlich leben!"


    Die Aussage ist durchaus begründet, wenn man erlebt, welcher Luxus in den Tiefen der Lis untergebracht werden kann. Im "Deutschen Seglerverband" von 1888 hätten dennoch die meisten von uns keine Chance gehabt, wie man im Faksimile online in
    Entstehung und Entwicklung der Verbandsjollenklassen in Deutschland von Manfred Jacob nachlesen kann:

    Zitat

    "1888 wurde der Deutsche Segler-Verband (D.S.Vb.) gegründet. Als Vereine waren hier ausschließlich 'Herrensegler-Clubs' zugelassen, deren Mitglieder nicht für 'Geldlohn arbeiten' durften. Es waren in der Regel Offiziere und Angehörige des Geld- und Blutadels."


    Jetzt wissen wir, warum sich im Handel und Gewerbe hartnäckig der Glaube hält, daß wer ein Boot hat auch im Gelde schwimmt.
    Außer solchen Schmanckerl finden sich dort interessante Informationen zur Jollen- und Jollenkreuzer-Geschichte. Dies gilt ebenso für das folgende Heft, in dem neben Regattaboot-Informationen auch genügend Wissenswertes für den Fahrten-Segler abfällt:




    "Die Segeljolle - Ein Wegweiser und Ratgeber bei der Anschaffung von Schwertbooten" - R.Lohmann und R.Mewes


    Diese vorgestellten Informationen finden sich in einer geradezu bodenlosen Fundgrube und Schatztruhe auf den Seiten des Freundeskreis Klassischer Yachten und im Yachtsportmuseum

    "Tim" schrieb:

    Berichte mal bitte wenn du die neuen Fenster eingeklebt und die ersten Erfahrungen gemacht hast.


    Da wird noch etwas Zeit ins Land gehen, - diesen Sommer will ich mich das noch nicht kosten lassen. Aber es gibt ja einige erfolgreiche Umbauten, z.B. die schon erwähnte "Jette" aus dem Lis-Anzeiger:



    (Foto von J. Kaiser)


    Das ist doch allein optisch schon eine hinreißende Lösung!

    Moin Tim,


    Du kannst sicher auch mit 1k-Farbe streichen; nur beißt sich das eben u.U. später mit 2k-Farben.
    Ja, meine Backskiste ist innen nicht mit Gelcoat beschichtet, sondern zeigt ruppiges GfK. Ich wollte am Ende eigentlich eine glatte, abwaschbare und absolut dichte Fläche in der Backskiste haben, zumal ich mit einfachen Mitteln keinen Weg gesehen habe, wie ich sicher verhindern kann, daß da Wasser reinkommt. Und ich habe immer Wasser drin, vom Regen, von der Welle...


    Gelshield ist eine Sperrschicht zur Osmoseprophylaxe, d.h. sie ist absolut wasserdicht und strapazierfähig, mithin gut geeignet für Problemflächen wie Ruderblatt oder eben meine Backskiste.
    Im neuen Lis-Anzeiger wird nun ein Refit an einem Kreuzer gezeigt, wo die Backskiste augenscheinlich von oben geschlossen ist... Da ich in diesem Forumssystem leider nicht den Mitgliedsnamen mit dem Forumsnamen zusammenbringen kann, hoffe ich, daß sich der Autor und Macher hier mal mit Details meldet.


    Nachtrag vom 5.7.:
    Hat er gemacht! Danke!!! Beim Kreuzer "Jette" handelt es sich ja noch um einen "alten", ohne doppelten Boden. Und wirklich eindrucksvolle Fotos! Und der Weg ins Forum steht auch an!
    8-)


    Meine Fenster müssen eh ersetzt werden, die Scheiben haben über die Jahrzehnte gelitten und erscheinen rissig, die Gummidichtungen sind vielfach mit Silikon u.a. malträtiert, sowie bei einem früheren Austausch in den 'Ecken' engeschnitten, damit man die Kurve geschafft hat. Man tauscht solche Probleme natürlich aus und ich habe mir schildern lassen, wie neue Scheiben mit neuen Gummidichtungen sofort wieder undicht waren.
    Einige meiner Nachbarn hier in der Marina haben ihre Boote (keine Lis) von Gummidichtungen auf geklebte Makrokon-Scheiben umgerüstet, - in irgendeinem Palstek steht dazu übrigens auch eine gute Anleitung -; das möchte ich auch haben, möglichst so, daß sich die ehrwürdige Optik des alten Kreuzers nicht ändert.
    Also ein für allemal dicht. Das ist vielleicht auch etwas psychologisch begründet... :)


    Schau'mer mal :)
    viel Freude


    George

    Moin,


    dieser "alte" Thread über das Lis-Rigg, insbesondere die Beiträge von "mammut", gehören zum Spannendsten, was ich im Forum für mich ausgegraben habe.
    Leider sind die dazugehörigen Fotos nicht mehr aktiv(?).


    Ein optimales Rigg kann ja auch für einen Wanderfahrer nicht falsch sein; mein Leewant schlafft aber schon weit unter 5 Bft deutlich durch, dabei fand ich die Wanten - gefühlt - schon ziemlich stramm...


    - Daß das Deck unter dem Mast durchdellt, habe ich auch an anderen Booten, z.B. dem Flying Cruiser, eindrucksvoll erlebt; - gibt es nun praktische Ratschläge oder womöglich Beispiele für die zusätzliche Verstärkung bzw. Abstützung des Lis-Kreuzerdachs?


    - Der Hinweis auf nachgebende Püttings wirkt ja nun wie träufelndes Gift auf mein Vertrauen; - gibt es Angaben über die Verstärkung der Püttings?


    - Achterstags bzw. Backstags kenne ich z.B. von großen Tjalken, für Jollen-/Jollenkreuzer wurden sie in alter Literatur zumindest für sehr lange Schläge empfohlen. Gibt es dazu Lis-Beispiele?


    Ich bin gespannt! :geek:

    Udo hat im Mitgliederbereich/Foto übrigens ein paar richtig schöne Bilder von dem Fedderwardersieler Treffen eingesetzt. Danke dafür!
    Ich schreib das mal hier rein, weil es außer mir vielleicht noch ein paar Leute gibt, die da nicht regelmäßig reinsehen... :cheesygrin:

    Es hat noch einen kleinen, erfreulichen Nachbrenner gegeben zu unserem Fedderwardersieler Fahrtentreffen, den ich hier nicht vorenthalten möchte:
    Der Segler des blauen 20-er Jollenkreuzers, dem wir im Watt begegnet waren, ist Teilnehmer dieses Forums! Watt'n Zufall! :)


    Wir sind uns erst hinterher per Forums-eMail begegnet bei meinem Versuch, küsten-erfahrene Lisser zu kontaktieren, um für die Vorbereitung der nächstjährigen Insel-Wanderfahrt weitere Gleichgesinnte mit Kompetenz und Erfahrung zu finden. Jedenfalls hatte er - unbekannterweise - zwei Lis vor Fedderwardersiel gesehen, eine Jolle und einen Kreuzer, die "Hut ab" gut gesegelt seien trotz durchwachsenen Wetters...
    Das freut mich natürlich doppelt. 8-)


    Bleibt zum einen das fröhliche Nachdenken über Wahrscheinlichkeit und Zufall, aber auch die Erkenntnis, daß das Forum alleine mit seinem Abhol-Prinzip offensichtlich nicht ausgereicht hat, um solche Informationen an 'unsere' Adressaten zu bringen. Wir sollten wohl die entsprechenden Hinweise künftig auch frühzeitig über das Magazin und per eMail hin-bringen.


    Und wir sind nun schon wieder über die Mitte des Jahres... :sick: :sick: :sick:

    "brunsberg" schrieb:

    Wie viel PS brauche ich...


    Welches für Dich der geeignete Motor ist, kannst Du nur selbst entscheiden, anhand Deiner Gewohnheiten und Deiner Fahrtgebiete.


    In aller Regel wird man einen führerscheinfreien Motor wählen; eine Auflistung findet sich beim BSH; aber entscheidend ist, daß die Nutzleistung weniger als 5 PS (3,68 KW) beträgt.
    Dann gibt es regionale Bestimmungen, die u.U. Zweitakter (Bodensee z.B.) ausschließen und Gewässer, auf denen keinerlei Verbrennungsmotoren zugelassen sind.
    Zu Führerscheinen etc. habe ich unter "Scheine für die Lis" (in "Allgemeine Themen") mal was geschrieben, - läßt sich hier aber nicht verlinken.


    Für mich ist der Preis,die Zuverlässigkeit und die Reparaturmöglichkeit mit Bordmitteln wichtig, deshalb fahre ich Zweitakter, - nach meinem Tomos jetzt einen Yamaha Malta; Viertakter sind leiser, 'kultivierter', i.d.R. teurer und technisch aufwendiger, - aber tun jedenfalls bei meinen Nachbarn auch ihre Pflicht.


    Die Elbe fließt mit 3-4 km/h, in Tiden-Spitzen höchstenfalls mal 6, - dafür reichen die 3,5 bzw. 4 PS bei der leichtlaufenden Lis voll aus, selbst wenn noch ein zweites Boot geschleppt wird. Das Limit wird da nicht vom Strom, sondern vom Wellengang gesetzt; bei stärkerem Wind gegen Strom auf offenem Gewässer ist das jedenfalls nicht mehr Dein Kurs, egal mit wieviel PS.


    Diese einfachen Motoren fahren allerdings meist "digital", - ja - nein; niedrige Drehzahlen mögen sie nicht sonderlich und "sterben" leicht, Umschalten zwischen Leerlauf und Vorwärts tut meist hörbar weh, Rückwärtsfahren durch Volldrehung des Motors ist ein spannendes Manöver in Streß-Situationen. Wir hatten gerade so eine Situation gehabt: Abschleppen einer zweiten Lis, die am Ufer einer starken Strömung liegt, da möchte man die Fahrt über Grund auf Null bringen, aber der Motor stirbt ab... Es fehlt halt die Kupplung...
    In Manövrierfähigkeit bez. Drehzahlanpassung und Wendigkeit sind Elektromotoren unübertroffen; dafür fehlt ihnen abseits der Versorgungseinrichtung die Reichweite.
    Ich kenne Leute, die haben beides.


    Am Ende wäre der Motor für mich kein sonderlich wichtiges Kauf-Argument, - wenn er denn i.O. ist. Selbst wenn man ihn später tauschen wollte, ist der finanzielle Aufwand kaum ausschlaggebend.


    Das Modell Bauplane hat sich auch bei uns im Dauerregen bestens bewährt, getreu dem Motto: "Nur das Einfache hat Erfolg!" Der "Wohnraum" auf dem Kreuzer vergrößert sich geradezu verblüffend mit minimalem Aufwand an Stau-Volumen für die simple Kuchenbude.
    Nur bei Starkregen sprühen Abpraller vom Dach bis in die Tür-Öffnung; da hilft dann ein Schirm. (Aber wir laborieren gerade an einer kleinen Sprayhood, mal sehen...)


    Auf der Checkliste bei der Besichtigung einer zum Verkauf stehenden Lis müssen auch die Fenster stehen: wenn da schon mit Silikon o.ä. gearbeitet worden war, dann sollte man zumindest Silber-Tape an Bord haben... Wassertropfen wurden im Mittelalter als Foltermethode eingesetzt. Lüntje bekommt demnächst neue eingeklebt, - ohne Gummi-Dichtungen.


    Und ach ja: Ich bin auch gut zufrieden mit meiner Lis. 8-)

    Moin Jörg,


    mein Kreuzer war 32 Jahre alt, mit verstärktem Dach, und vollkommen solide in der Substanz, als ich ihn erworben hatte. Ich würde dieses "alte" Boot immer wieder nehmen.


    Aus dieser Erfahrung und der Kenntnis anderer Boote bin ich der Meinung, daß das Alter der Boote eine sehr nachgeordnete Rolle spielt; wichtiger ist der allgemeine Eindruck über eine pflegliche Behandlung des Bootes und die intensive Inaugenscheinnahme.


    An meinem Rumpf hatten sich nachträglich einige (leichte) Brüche unter dem Dollbord (nur von unten zu sehen) herausgestellt, sowie leichte Spinnenbrüche (Belastungsbrüche) an der Ruderaufhängung.


    Sehr viel mehr ins Geld gehen unbrauchbare Persenninge und Segel, auch fällige Reparaturen oder Ersatz am Trailer sollten nicht vergessen werden. Gerne sind die Reifen z.B. hoch in den Jahren.


    Als für mich sehr ärgerlich haben sich nachträglich einige "Verschönerungs"-Maßnahmen von Vorbesitzern herausgestellt, etwa daß vieles mit einkomponentiger Farbe gestrichen worden war. Der Versuch, die verschimmelte Backskiste nach der Reinigung und Flexbürste innen mit Gelshield neu zu beschichten mußte deshalb scheitern, und wirkte wie ein - teures! - Abbeizen. Man kriegt das in den Riefen auch mit keiner Bürste mehr ab.


    Ein interessantes Detail war auch der undicht gespachtelte Kabeldurchgang vom Unter-Cockpit-Stauraum in die Backkiste (für den E-Motor); fließend Wasser in der Wohnraum-"Bilge" war damit gesichert. Als Lis-Neuling war ich nicht einmal auf die Idee gekommen, daß es so etwas geben könnte. Zumindest hätte sich das auf die Preisverhandlungen ausgewirkt.


    Mit allen guten Wünschen
    George

    Das kommt der Sache doch schon näher!
    Ich habe mir besonders die Gegend um Lauwersoog angesehen, die ich ganz gut kenne (und die buten un binnen ein feines Lis-Revier ist), - und dieser Plan bietet eine ganz gute Orientierung. Die Wasser-Touristik hat in den Niederlanden doch einen ganz anderen Stellenwert als bei uns.


    Aber die Seite lohnt sich doch schon allein wegen dieses Fotos: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


    "Bodi" schrieb:

    Hallo,
    in meiner ursprünglichen Planung wäre ich mit "Mathilde" auch gerne dabei gewesen. (...)


    Moin Michael,


    Danke nachträglich für Deine guten Wünsche! :)
    Und natürlich habe ich Deine Abenteuer mit den Famas mit Interesse und auch etwas Mitgefühl gelesen. Ich freue mich für Dich/Euch, daß sich für Dich die Varianta als das Boot der Wahl bestätigt hat. Jeder ist ausschließlich selbst der Spezialist für sich und die Verwirklichung seiner Träume und Wünsche, und niemand anderes kann das relativieren.


    Ich möchte Dir dennoch erklären - auch soz. prophylaktisch -, warum ich im Stillen einigermaßen erleichtert gewesen war, daß Du nicht zu uns gestoßen warst. Nein, ganz falsch formuliert: nicht daß Du nicht, sondern daß Du nicht mit der Varianta zu uns gestoßen bist. :)
    Ich erinnere mich schließlich immer noch mit Vergnügen an unser Treffen am Baldeney-See und die abendlichen Gespräche...!


    Ich will das jetzt nachträglich erklären, besonders weil ich mich über mich selbst geärgert hatte, daß ich mich nicht im Vorhinein zu einer Klarstellung aufraffen konnte, um nicht unfreundlich zu wirken:
    Es gibt viele Anlässe, wo ich mich über ein Treffen und gemeinsame Fahrten freuen würde; - um Kreise auf dem Baldeney-See zu fahren oder an der von Dir so schön beschriebenen Ausfahrt mit den Famas teilzunehmen, spielt der Bootstyp kaum eine Rolle. Im Wattenmeer ist das komplett anders.


    Mit der kleinen, leichten und flachgehenden Lis fahren wir natürlich ein ums andere Mal am Limit, - an den sandigen Flachs wird im Zweifel kurz ausgestiegen oder in Schräglage drüber gelogen. Du hättest uns mit der Varianta nirgends hin folgen können, weder über die Schwelle in die geschützte Bucht am Leuchtturm Hoher Weg, noch auf der langen Kreuz durch das Niedrigwasser-Fahrwasser, schon garnicht beim Aufkreuzen im flachsten Fahrwasser zurück nach Fedderwardersiel als viele Pricken trocken standen; das letzte für mich eine der spektakulärsten Szenen mit der Lis, eben weil dies kaum mit einem anderen Boot (außer meinen Seekajaks) möglich wäre.
    Kurz, wir hätten zwei weitgehend verschiedene Veranstaltungen gehabt. Und wenn auch jeder Skipper für sich und sein Boot ausschließlich selbst verantwortlich ist, hätte ich als Initiator gerade bei Neulingen im Revier dabei Sorgen und schlechtes Gewissen gehabt.


    Der Vergleich mit der Fam wäre gelegentlich nicht ohne Reiz gewesen, - sie ist zwar im Vergleich zur Lis eine Flunder, aber immerhin im Tiefgang ohne Schwert vergleichbar. Aber nicht eine Varianta; die wäre - im Wattenmeer! - eine Belastung gewesen.


    Mit herzlichen Grüßen
    und auf eine fröhliche Begegnung irgendwo auf Süßwasser :cheesygrin:


    George

    Da auch wir mit unseren Lis den kostenlosen Steg-Liegeplatz mitten im Fedderwardersieler Kutterhafen mit Gewinn nutzen konnten, - auch der unmittelbar benachbarte Fischbrötchen-Kiosk hatte seinen Gewinn an uns 8-) -, gebe ich hier die Information des löblichen Trägervereins zur Steganlage z.K.


    Varel


    Ein Weg in die Außenweser führt vom Jadebusen oder von der Jade über die Kaiserbalje in den Fedderwarder Priel.
    Ein günstiger Einsatzort für eine solche Tour ist Varel im Jadebusen.


    Hier findet sich direkt vor der Seeschleuse Varel im tidenfreien Hafenbecken ein einladender, kostenfreier Slip: breite griffige Betonrampe mit moderater Steigung, ausreichend Manövrierraum und Parkmöglichkeit, ruhiges Wasser, vorübergehende Festmach-Möglichkeit am Ufer direkt am Slip, günstige Liegeplätze des rührigen Wassersportvereins Varel e.V. in der Nähe und entlang des gesamten Hafenbeckens. Der WSV verfügt auch über ein bewirtschaftetes Vereinsheim und ist an der Küste für seine Freundlichkeit bekannt.


    Der Slip befindet sich direkt vor der Seeschleuse, zusätzlich markiert durch einen markanten steinernen Kunst-am-Deich-"Schneemann". Im kilometerlangen naturnah-beschaulichen Hafenbecken finden sich Vereine, Steganlagen und Fisch-Restaurants die Menge, - ein einladender Ort als Startplatz für eine Tour aus der Jade zu den Ostfriesischen Inseln, in die Außenweser per Kaiserbalje, oder einfach im Jadebusen nach Dangast oder Eckwarder-Siel.


    Schleusen-Manöver in der Seeschleuse entfallen: Es ist eine Durchfahrt-Schleuse, beide Tore öffnen bei Gleichstand von Tiden- und Binnen-Wasserstand. Informationen zu Schleusenzeiten etc. finden sich hier.




    Der Hafenkanal mit Slip vom Schleusen-Deich aus gesehen.



    Eckwarder-Siel


    Dieser "Hafen" liegt wenige km Jade-einwärts von Eckwarderhörne, mithin natürlich nicht mehr an der Außenweser, ist aber die logische Verlängerung nach der Hohe-Weg-Querung von Fedderwarder-Siel aus. Bei heftigen Westwind-Lagen in der Wesermündung kann er für unsere Trailerboote in seiner geschützten Lage mit kurzer Fahrstrecke eine überraschende Alternative bieten.
    Der Hafen liegt zwar am Siel-Ausgang, jedoch nicht im überschwänglich Grünen wie etwa Spieka. Die Küstenbefestigung der Jade in diesem Bereich vermittelt eher Beton-Festungs-Charakter; die Anlage selbst liegt "aus der Welt". Außer einem schön hergerichteten Bauwagen des örtlichen Segel-Vereins keine Infrastruktur, bis auf einen Trinkwasser-Hahn, der nachts bei freundlicher Ansprache eventuell nicht abgeschlossen wird. Die touristische Logistik findet sich in Eckwarderhörne.
    Die Jade selbst wirkt hier (fälschlich) wie ein riesiger Binnensee und ist alles andere als ohne Reiz.
    Von Eckwardersiel aus liegt die Jade mit kurzem Weg zur Kaiserbalje soz. nur "um die Ecke".



    Slip Eckwarder-Siel


    Ein griffiger Slip. Parkmöglichkeiten oberhalb des Hafens oder hinter dem Deich. Zeltmöglichkeit auf Anfrage (und wenn die Wiese nicht von Schafen benutzt wird...).
    Viel Platz zum Rangieren und zum Aufbau des Boots auf dem Trailer. Links und rechts vom Slip etwas kiesiger Sand (auch Steine), dann Schlick. Man kann das Boot nach dem Abslippen kurzfristig auf diesen Sand ziehen, eine Festmach-Möglichkeit direkt am Slip besteht nicht; das Boot sollte also vorzugsweise fertig aufgeriggt ins Wasser.


    Der kleine Eckwardersieler Verein verfügt selbst nicht über Gäste-Liegeplätze, aber ev. ist auf der gegenüberliegenden Hafenseite am kleinen Steg (eine Filiale des Fedderwardersieler BYC) etwas frei oder man kann - am Wochende - an der behördlichen Bagger-Schute längsseits gehen. Wenn nicht gerade Südwind ist, - dann kann es allerdings auch in dieser geschützten Ecke ruppig werden -, kann man ohne Problem vor dem Hafen trockenfallen.




    Am BYC-Steg

    Moin brunsberg und herzlich willkommen!


    Danke für das erneute Beispiel für vorhandene Slip-Übersichten. Ich bin besonders stark beeindruckt von den Preisen! :sick:


    Meine Meinung dazu:
    Wenn ich irgendwohin an der Ostsee fahren möchte, dann habe ich eine Vorstellung, wo ich starten will und suche mir einen passenden Verein, um mich zu informieren. Wie die darauf folgenden Kommentare zeigen, bietet diese Liste für Angler-Boote nicht einmal die Gewähr, daß der Slip befahrbar ist.


    Mir geht es darum, andere in diesem Forum dazu zu motivieren, daß zumindest ihre/unsere eigenen Lis-Reviere mit den für die Lis geeigneten Slipstellen kartografiert werden; meine eigenen Kriterien dazu habe ich angegeben. Ich habe dazu für die Unter- und Außenweser ein Beispiel gegeben, wie ohne großen Aufwand jeder Slip im Foto und den wichtigsten Eigenschaften angegeben werden kann.


    In der Hoffnung auf Nachahmung oder Verbesserung
    und mit lieben Grüßen


    George 8-)

    Ich hoffe, alle anderen sind auch wieder gut zuhause angekommen. Hulle und ich haben das heute einsetzende Sommerwetter mit etwas gemischten Gefühlen aufgenommen; aber immerhin hatte das Tief der vergangenen Woche auch Wind gebracht...


    Unter den noch frischen Eindrücken:
    Was ist von dem (erweiterten) Wattenmeer-Wochenende der Lisser geblieben?


    Zunächst: Die Wahl des Sportboothafens Fedderwardersiel als Basis hat sich für unsere Zwecke bestens bewährt; die elitäre Lage mit weitem Blick übers Wattenmeer, die ausgesprochen günstigen Preise und vor allem die hilfsbereite Hafenmeisterin und Vereinsvorsitzende waren eindrucksvoll.
    Mir - und uns - hat es ohne Abstriche Spaß gemacht; die Begegnung mit Gernot, Stefan und Udo war eine Freude, die gemeinsamen Fahrterlebnisse sowieso. Ich selbst habe fahr- und ausrüstungstechnisch außerordentlich insbesondere von Udo's Erfahrungen profitiert.
    Zwar habe ich einigermaßen Küsten-Erfahrung durch Jahrzehnte an Seekajakfahren, aber unsere Lis fahren wir erst ein Jahr. Ich hatte deshalb Wert darauf gelegt, dieses Wochenend-Angebot mit dem in der Wesermündung erfahrenen Martin zusammen zu machen, der leider krankheitsbedingt ausgefallen ist, aber sich einen Besuch bei uns nicht hat nehmen lassen.


    Ohne die spontane Bereitschaft von Udo wäre die Veranstaltung geplatzt; ich war sehr beeindruckt davon, daß er seine Urlaubswoche umorganisiert hatte, um zu helfen. Und hätte Hulle nicht an zwei Fahrt-Tagen auf ihren Platz in unserer Lis verzichtet, hätte einer der Teilnehmer wohl an Land bleiben müssen, - denn unter den gegebenen Bedingungen wäre eine 3-köpfige Crew mehr als leichtsinnig gewesen.

    Aktuelles Resumé:
    Alle Teilnehmer wünschen sich einmütig eine erneute Nordsee-Woche im kommenden Jahr.
    Nach den aktuellen organisatorischen Erfahrungen werden wir sie in Form einer Insel-Wanderfahrt vorbereiten, etwa in den Ostfriesischen Inseln oder in den Halligen. Der Termin wird noch in diesem Jahr rechtzeitig für die allgemeine Urlaubsplanung hier im Forum abgestimmt. Dann ist auch lange genug Zeit, daß sich die jeweiligen Lis-Crews zusammen finden und Erfahrungen ausgetauscht werden können.


    Wir freuen uns darauf. 8-)



    Logenplatz über der Außenweser