Beiträge von CORA

    das hat direkt mehrere Gründe:


    - die Bohrung hinten ist recht knapp im Holz, da ist nur noch wenig Fleisch - das war mir schlicht zu wenig, wenn es länger halten soll. Ich musste mich ja gemäß Werft an die Vorgabe des alten Kopfes halten, in dem sich die Pinne nach hinten stark verjüngt. Anders hätte ich auch nicht einen Drehpunkt hinbekommen mit der Verbindung, dass die Pinne dann senkrecht stehen bleibt und nicht nach hinten kippt (ist jetzt so profiliert, dass über 90° nicht geht).


    - Beim Drehen sollte nicht Holz auf Alu reiben - das wird nie etwas. Egal ob lackiert oder gebeizt hinterlässt dies unschöne Spuren, an der dann auch schnell die Witterung ansetzt


    -aus dem gleichen Grund schützt dann auch das Alu gegen den noch zu montierenden Anschlag, der beim Segeln gegen unbeabsichtigtes Hochziehen der Pinne sichern soll


    - das Aluprofil ist im Radius hinten jetzt so angefertigt, dass dieses kurz vor der Senkrechten auf dem Ruderkopf schleift (das Holz springt da etwas zurück). So schleift schlimmstenfalls Alu auf Alu, was kein Problem ist, hat aber den Vorteil, dass die Pinne dann auch in der Senkrechten stehen bleibt


    - sah im Moment so am besten aus, da der Holzpinnen - Charakter nicht verloren geht (wenn man/frau auf so etwas steht)


    Natürlich wird so das Profil der Pinne selbst etwas geschwächt von derzeit 35 auf dann 29 mm. Das müsste an für sich noch reichen. Allerdings ist der Übergang statisch natürlich im ungünstigsten Punkt, sodass ich mir überlegt habe, um die Hebelkraft in diesen Übergang zu reduzieren, das Profil später mal ggfls. schlicht zu verlängern und nicht - wie jetzt - im Bereich Übergang Ruderkopf enden zu lassen. Das ist kaum mehr Arbeit und vom Material auch unerheblich. Zur Aufwertung kann ja später noch das Signum der Lis in das Alu eingraviert werden:thumbsup:


    Grüße, Harald

    so, ich hoffe Euch nicht mit meinem Beosound verschreckt zu haben - es ist so ruhig geworden;)!


    Aber wie versprochen, wollte ich mich noch einmal outen zu dem Thema Ruderkopfänderung (ab #42 vom 09.10.2020 in diesem Thread). Ihr hattet ja auch verschiedene Ideen mitgeteilt - geworden ist es jetzt nach verschiedenen Überlegungen jetzt so, wie unten angezeigt. Hauptgrund ist, dass es wohl sehr teuer geworden wäre, die Druckgussform nach meinen Vorstellungen zu ändern, sodass jetzt schlicht der vorhandene Kopf herhalten musste:/.


    Aber - es funktioniert und ist stabiler, als ich es mir selbst vorgestellt habe. Trick ist, die Pinne mit einem U-Profil mit 3 mm Wandstärke aus Alu zu verstärken - so scheint es zu gehen. Vervollständigt soll das Werk dann noch mit einem Sicherungssplint, der die Pinne beim Segeln sicher unten hält. Dieser wird durch die beiden "Hörnchen" geführt, die noch übrig geblieben sind.


    Die Pinne steht, wenn hochgesetzt, +/- senkrecht und bleibt auch so stehen und dem Öffnen des Heckdeckels steht nichts mehr im Wege!


    Jetzt seid Ihr dran - noch Verbesserungen oder Vorschläge?


    Grüße, Harald

    ....so, damit es nicht langweilig wird, mal eine "versnobte" Idee zur Aufwertung des Jollenkreuzers:dance::

    Wenn denn der Jollenkreuzer so durch Wind und Wellen peitscht, hat mir ab und zu so etwas der musikalische Background gefehlt, wie zum Beispiel der betagte Ohrwurm: "I am sailing, ...":musik:


    Da ich ohnehin immer schon ein Teakholz - Regälchen in meinem Boot hatte, habe ich dieses auffrisiert (werden überall als Produkt aus Südost - Asien für kleines Geld in Segelshops verkauft) und mit einem Beosound A1 2nd Generation (wasserabweisend!) mit Bluetooth von Bang & Olufsen ausgestattet. Das Regälchen wurde so modifiziert, dass der Beosound dort stoß- und schüttelfest eingeschoben und umgekehrt auch schnell wieder herausgezogen werden kann. Das Gerät ist dort vibrationsfrei gelagert! Direkt daneben passt das IPhone - hier ein 6S, geht aber auch jünger - und die Verbindung ist hergestellt! Wer es braucht, kann dann noch den jeweils zugehörigen Videoclip anschauen - aber dann wird es mit dem Segeln schwierig:ertrink:


    Bis zu 14 Std hält der Beosound und das Handy auch so etwa 8 Std. - dann bin ich zurück. Eine direkte Ladung beider Geräte über meine Bordbatterie ist auch möglich - dann kann ich ca. 6 Wochen ununterbrochen Musik hören:rolleyes:


    Es muss natürlich nicht der Beosound sein mit rund 250,- Euro, da gibt es deutlich preiswertere Geräte. Aber er hat einen guten Klang und mit 2x140 Watt geht das Boot dann auch ohne Wind ab;)


    Grüße, Harald

    #Hollis: das wird sicherlich so sein, nur mit hochdrehenden Fräsen hast Du in diesem Bereich keinen Platz, da ja sehr nahe an Schwertkasten bzw. Kajütwand! Die hochtourig laufenden Kleingeräte haben meistens keine so große Aufnahme, um dann die doch recht großen Einsätze aufzunehmen! Außerdem wies mich schon Gade auf die Problematik des Ausreißens der Gelcoatschicht hin, wonach das nicht so ohne ist! Mit den Schleifsätzen ist das Arbeiten schlichtweg sicherer!


    #Karl-Heinz : dann Bescheid sagen, wann Du kommst - vielleicht kann man sich ja treffen - - -


    #Sonnenschuss: gerne geschehen und macht ja auch Spaß - als Rentner hat man ja auch etwas mehr Zeit zum basteln und wenn es dann noch auf fruchtbaren Boden fällt, schauen wir mal!

    ....nach dem wertvollen Hinweis oben ;) habe ich dann überlegt, ob ich dann das schwarze Kabel grün färben muss, ehe ich dieses verlegen darf - - - - - - - nichts für ungut:dance:!

    So - wie versprochen - ein weiterer Zwischenstand zum Thema Regenwasserablauf Plicht (ab Beitrag #64).

    Da ja der Ablauf in der Plicht in der weißen Umrandung um den rautierten Plichtboden eingebracht werden soll, bleibt nicht viel Platz und man/frau darf sich keinen Fehler leisten. An einer GFK- Platte, die mir die Werft zur Verfügung gestellt hatte, habe ich div. Werkzeuge getestet mit mehr oder weniger Erfolg! Bohrer oder Fräser scheiden aus, weil diese das Gelcoat sehr weit um die Bohrstelle zersplittern ( siehe Bild 1, rechtes Loch:(). Einigermaßen funktioniert es mit den Hartmetallsenkern, aber auch nur, um die Durchführung selbst einigermaßen sauber hinzubekommen.

    Erfolg gibt es mit sehr groben Schleifsteinen, die ich als Kugelschleifer mit dem Durchmesser von 40 mm im Internet gesehen und darüber ergattert habe. Das geht damit wie in Butter, hat aber den Nachteil, dass damit nicht die Form des abgesenkten Ablaufs erreicht wird.

    Hier hat mir der Gade - Mitarbeiter Phillip geholfen, der auf dem Werft-eigenen großen Schleifteller einen Korund Schleifer so hin geschliffen hat, das dieser schließlich genau die Passform hatte (wieder was dazu gelernt, wusste gar nicht, dass das geht:birne:). Damit den Endschliff und ....passt:thumbsup::thumbsup::thumbsup:, siehe Fotos.

    Eingebaut in Sikaflex mit der passgenauen Scheibe und fertig, Wasser marsch:)


    So, jetzt seid ihr wieder dran!!!


    Grüße, Harald


    P.S.: das Ergebnis zeigt i.Ü., dass dieser Einbau auch ohne Aufdickung des GFK funktioniert, wonach der nachträgliche Einbau jetzt noch einfacher geht. Gade hat inzwischen für Interessenten die Bauteile vorrätig!

    So, man lernt nicht aus,


    hab mich schlau gemacht. Der Pfeil zeigt an in welcher Richtung die Kugel zu demontieren ist, falls gereinigt werden muss.


    Gruß Hollis :irre:

    Danke Hollis - hatte ich erst jetzt gesehen und jetzt weiß ich auch Bescheid:thumbup:, wenn mal zu reinigen ist! (Wussten wohl meine Ansprechpartner auch nicht)


    Wie versprochen ein weiterer Zwischenstand zu den Lenzrohr - Kugelhähnen: sie sind eingebaut, was dem Vernehmen nach völlig problemlos ging! Anbei Fotos vom Zwischenstand. Die kleinen Röhrchen im Durchmesser 24 mm sind später für die Verlegung des 50 mm2 Kabels Plus auf der einen Seite und Minus auf der anderen vom LiPoFe 200Ah - Block im Bug nach hinten zum E-Motor!

    In die geschlossene Kajüte kommt bei einer Kenterung kein Wasser rein, selbst bei geöffnetem Einstieg und dann voll gelaufener Kajüte ist die Lis-Family noch manövrierfähig, der Bug sinkt zwar etwas ein, das Boot bleibt aber durch die Auftriebskörper schwimmfähig, ist also unsinkbar so wie versprochen! Und eine Einstufung in Kategorie C muss nicht beantragt werden, diese können wir als Werft selbst festlegen.

    ...das ist ein Zitat in meinem Beitrag 4 von Peter Gade, der dort direkt im Beitrag kommentiert hat. Damit das nicht unter geht, hier noch einmal! Er wird sich zu dieser Thematik allerdings noch einmal gesondert melden und seine Kenntnisse zu diesem Thema in den nächsten Tagen vortragen - also sind wir mal gespannt:thumbup:


    Grüße, Harald

    danke für die eingegangenen Vorschläge und weitere Ideen können nur verbessern:


    #Karl-Heinz,


    grundsätzlich ist Deine Idee nicht schlecht, mit den Ausgängen seitlich wegzugehen - ich hatte da auch schon dran gedacht, aber:

    - die Montage wird erheblich aufwendiger, gerade dann, wenn man mal nachrüsten will (geht auch bei Neubaubooten z.B. nicht durch den geschlossenen und mit Styropor gefüllten Schottraum)

    - die Kontrollierbarkeit wird erheblich schlechter - wehe, wenn mal irgendwo im Bereich Seitenaustritt eine Leckage sein sollte, ist auch kaum mehr reparierbar

    - Das Freihalten oder säubern ist erheblich schwieriger, da eine solche Lösung immer nur mit Bögen realisierbar ist. Jetzt kann praktisch mit einer Stricknadel der Durchgang freigestoßen werden

    Auch mit einer seitlichen Lösung ist man immer irgendwann unter der Wasserlinie (Krängung, Gewicht, Seegang etc.). Da hatte ich mir gedacht, dass die Ausläufe dann unten im Rumpf auch die "Optik nicht schmälern!;).

    Einzigster Vorteil der seitlichen Ausgänge wäre wahrscheinlich ein etwas schnellerer Ablauf, da hydraulisch nicht gegen den Wasserspiegel gearbeitet werden muss. Dies spielt allerdings für das erste Ziel, das Regenwasser oder zusammenlaufendes Tauwasser zu entsorgen keine Rolle.

    Als alleiniger Abfluss ist hier nur über größere Dimensionierungen zu diskutieren!

    Eine gute Lösung wäre allerdings auch gewesen, den Plichtboden insgesamt mit Gefälle nach hinten zu heben. Dies stieß auf wenig Freude bei der Werft, da dann die Form hätte grundlegend geändert werden müssen! .....Und die Altboote hätten das Nachsehen ...

    Jetzt probieren wir - Christian und ich - das mal aus und werden berichten (und ich hoffe, dass die von den Vorschlägen ja auch profitierende Werft sich mal zu Wort meldet:rolleyes:!)


    #allegro


    Christian hatte ja schon einen Grund genannt - wir haben schlichtweg keinen Platz im Schwertkasten!

    Ein weiterer Grund ist, dass eine solche Montage - egal wie sie letztendlich aussieht - immer - durch 2 Laminatebenen zu führen wäre, nämlich Plichtboden und Schwertkasten. Hier ist zwar ein geringer, aber offener Freiraum, der sehr schwer bzw. überhaupt nicht erreichbar ist (siehe Beitrag # 65 und meine Skizze, dort obere, linke Ecke!). Außerdem besteht dort immer Bewegung zweier Ebenen, nämlich Plichtboden und Schwertkasten, sowohl mechanisch, als auch physikalisch (Ausdehnung). Damit sind Schäden, die dann auch noch schlecht kontrollierbar und kaum behebbar sind, vorprogrammiert:(


    Grüße, Harald

    ...aus diesem Grund habe ich den Bereich, der für die Überwurfmuffen frei bleiben muss, rot markiert - das fällt jedem auf (siehe Foto!)


    Nach Ventilen hatte ich auch schon lange gesucht und nichts gefunden. Ventile sind allerdings auch sehr empfindlich, wenn mal Dreck, Blätter oder sonst was hängen bleibt. Auch die Wartung ist nicht ganz unproblematisch -zumindest bei den Ventilen, die ich so kenne!


    Grüße, Harald

    .... hatte ich auch mal gedacht, ist aber ganz offensichtlich nicht so! Der Hahn ist mit der Fließrichtung gekennzeichnet und der Hersteller gibt dies auch so vor - warum weiß ich auch nicht (nehme an, dass Druck und Wassermenge hier eine Rolle spielt). Sicherlich wird es beim Boot nicht eine so gravierende Rolle spielen, da da ja ohnehin (hoffentlich8|) keine rohrfüllenden Wassermengen unter Druck auftreten.

    Außerdem kann der Kugelhahn ja jederzeit mit wenigen Handgriffen ausgebaut werden und dann die Drehrichtung geändert werden - so lasse ich diesen dann einfach erst einmal, wie vormontiert, einbauen!


    Grüße, Harald

    ...so, ein weiterer Zwischenbericht zu der Änderung Lenzrohre hinten (Einbau von 2" Kugelhähnen und PVC-U Rohre, siehe #77)


    Die Gade Werft hat inzwischen einen Laminier Versuch fertiggestellt (siehe #84) und das Ergebnis ist sehr gut: Das Laminat hält hervorragend auf den aufgerauten Rohren. Erwartungsgemäß hält das Laminat auf der glatten Rohrwand am schlechtesten, allerdings auch hier ist schon ordentlicher Zug notwendig, das GFK von der glatten Rohrwand zu lösen! Das Ergebnis mit dem Auftrag des Tangit Reinigers hat keinen Unterschied gebracht, sodass das Ergebnis mit dem geschliffenen Rohr noch das beste ist.

    Die Rohre wurden daraufhin auf einem großen Schleifteller mit grobem Papier geschliffen, sodass die Schleifspuren 90° zur Rohrlänge liegen (erhöht nochmals die Sicherheit hinsichtlich Dichtigkeit).

    Anschließend wurden die Rohre gemäß Herstellerangaben in die Kugelhahn - Muffen eingeklebt und die Hähne samt Griff mit Folie eingewickelt und abgeklebt - siehe Foto! Weiterhin wurde die Hahnrichtung gekennzeichnet (Auslauf Richtung Heck!). Nun steht dem Einbau durch die Werft in den nächsten beiden Wochen nichts mehr im Wege:thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    Ein nachträglicher Einbau ist somit grundsätzlich möglich, wenn auch natürlich etwas aufwendig. Werde weiter berichten!


    Grüße, Harald

    Hallo zurück,


    in meinem Beitrag #84 hatte ich schon geschrieben, dass es das gleiche Equipment auch in anderen Durchmessern bis 1 1/2 " gibt. Natürlich ist die 3/8" Version im Moment darauf ausgerichtet, den Einlauf noch in der Umrandung zu halten und nicht damit in die rautierten Flächen der Plicht zu kommen!

    Gade sagt hierzu ja, dass es kein Problem wäre, hier später in Serie die Form zu verändern, um dann Einläufe mit größerem Durchmesser einzubauen!

    Die von mir gewählten 3/8" können ja auch problemlos in vorhandenen Schiffen nachgerüstet werden!


    Hinsichtlich Übernahme von Wasser und Zeitraum des Ablaufens werden wir, Christian und ich testen - denn wir haben ja noch die 2" Hecklenzer und können so ausprobieren - denn Deine Überlegungen hinsichtlich Verhalten bei Lage, Gewicht etc. sind ja nicht von der Hand zu weisen (daher ja auch der Kugelhahn im Ablauf, damit notfalls abgeriegelt werden kann!). An die Zeiten der schlecht ablaufenden Lenzer mit Schläuchen kann ich mich auch noch gut erinnern (wobei hier auch massive Durchmesserveränderungen zwischen Kunststoffausläufen und besagten Schläuchen noch zusätzlich die Funktion stark beeinträchtigt hatten).


    Sicher ist jedoch auch mit den jetzt gewählten Durchmessern, dass diese völlig ausreichend sind, Tagwasser ablaufen zu lassen und damit durchgehend einen trockenen Plichtboden zu haben. Dies besonders, wenn das Boot mal am Steg liegt und einem die Lust am Segeln schon fast vergeht, wenn erst wieder Wasser geschöpft und Boot geschrubbt werden muss:huh:

    Sehr gute Idee - die Lis für einen Behinderten war völlig selbst wendend und war in der Presse die Sensation! Die Pläne davon müssten doch noch da sein!


    Ansonsten unbedingt - das hatte ich allerdings auch Peter Gade schon empfohlen - sofort eine Werbung in die Yacht verbunden mit dem Artikel, den Christian ja dort schon eingereicht hat! Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Messe jetzt nicht stattfindet, gieren die Leute nach solchen Infos! Es ist auch das Geld dafür da, da erst einmal größere Reisen in naher Zukunft nicht möglich sein werden!

    Die Mitbewerber könne sich vor Aufträgen nicht mehr retten, siehe Beitrag oben - also fehlt bei der Lis derzeit die Info nach außen!


    #Harald: Du hast natürlich Recht, durch die ausgefallenen oder verschobenen Messen in Berlin, Düsseldorf und Leipzig fehlt die Außenwerbung und unsere Präsentationsmöglichkeit. Das Problem haben aber unsere Mitbewerber auch.

    Aus dem Grund habe ich den Termin im A 10 Center bei Berlin und die anvisierte Hausmesse im Februar geplant. Was dann letzten Endes machbar ist habe ich leider nicht in der Hand.

    Mit der Yacht bin ich im Gespräch, hier sollte letztes Jahr auch ein weiterer Test mit der Lis 6.0 gemacht werden, der aber auch Coronabedingt verschoben werden musste.

    .... da muss ich Dir, Hollis, allerdings widersprechen:


    Bei der Lis-Family sitzt Du - wenn nicht in Gleitfahrt - fast immer direkt im Schutz der Kajüte, also recht weit vorne, nicht zuletzt, um dem leidigen Problem des sich festsaugenden Spiegels zu begegnen (siehe mein Avatar, auch da sitze ich weit vorne).

    Damit läuft auch im Falle, dass Wasser überkommt, dieses nach vorne und eben nicht nach hinten:(!

    Wie oft habe ich mich über den Badesee vor meiner Kajüte geärgert, in dem dann Ausreitgurt, Tampen der Schwertsicherung und meistens auch die Fockschot schwimmt. Ständig habe ich aus diesem Grund auch nasse Schoten - bei kaltem Wetter nicht sehr angenehm und vom Halten her auch nicht wirklich komfortabel!

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dies bei Euch anders sein soll!

    Wenn ich dann in Gleitfahrt bin, ich dazu natürlich hinten sitze und das Vorschiff aus dem Wasser geht - aber nur dann - läuft das Wasser nach hinten über die Lenzrohre ab. Allerdings habe ich dann auch mit einem anderen Phänomen zu kämpfen: der Wasserdruck bei hohen Geschwindigkeiten vor dem Kiel führt dann zu einem bis 1m hohen Springbrunnen durch die Führung des Stahlseils (Schwertaufholer) und da kommt schnell richtig viel Wasser zusammen. Wenn dann bei zurückgehendem Wind die Gleitfahrt zu Ende ist, habe ich dann zusätzlich auch noch dieses Wasser vorne in der Plicht und kann schauen, wie ich es wieder rausbekomme||

    Es gibt i.Ü. schon lange Schiffstypen auf dem Markt, die nur Mittschiffs entwässern.

    Aber: Christian und ich sind ja jetzt auch erst einmal "Versuchskaninchen" und schauen mal, wie sich das bewährt und werden berichten! Ich behaupte mal, dass ich wahrscheinlich meine tollen Lenzrohr - Kugelhähne hinten dauerhaft geschlossen halten werde und die gar nicht mehr brauche8|.

    Wer mitmachen will, dem bietet die Werft den Umbau an - Teile sind dort inzwischen vorrätig:)!


    Grüße, Harald

    ....kann ich nur rundherum bestätigen!


    Als Alleinsegler mit meiner Family, die nur den 30 kg Ballast hat und trotz Windstärken von 5 bis 6, bei denen ich noch draußen bin (und die Holländer weg;)), habe ich es noch nicht geschafft, den Segler auf die Seite zu legen:!: Und dies trotz des Umstandes, auch das Schwert (schon wegen meist niedriger Wassertiefe um 1m) nur max. halb ausgefahren zu haben.

    Bei starken Böen legt sich das Schiff natürlich auch hart auf die Backe, sodass dann etwas Wasser in die Plicht läuft, aber das war es dann auch! Siehe Beispiel nachfolgendes Bild von Thomas und mir bei hartem Wind!

    Im Februar gibt es kein Corona mehr - ist politisch beschlossen 8|


    #Peter: das muss aber dann pressewirksam verteilt werden, denn Du brauchst ja neue Kunden - die hier mitlesen, kennen und schätzen Ihre Lis:*


    # Harald: Corona wird natürlich im Februar nicht weg sein, ich hoffe aber, dass ich den ein oder anderen Interessenten mit Termin, Maske und dem nötigen Abstand von unserer Lis begeistern kann. Was dann letzten Endes möglich sein wird habe ich natürlich nicht in der Hand. Wir werden sehen! :-)

    Ich gebe da Hollis in allen Ausführungen recht! Die Rückschlagklappen funktionieren für diese Funktion nicht - darüber hinaus wäre ich dann wieder im HT - Abflussrohr Bereich und da wollte ich ja unter allen Umständen von weg, s.o.!


    War heute in der Werft und habe die Sache dort mit Dieter Gade, Peter Gade und dem technischen Berater in der KV, Heinrich Krause diskutiert. Alle waren sehr begeistert und wir haben noch einen drauf gelegt:S: Bei größerem Durchmesser der Entwässerung vorne könnten die Lenzrohre hinten komplett entfallen8|!

    Hierzu bräuchte die Form im Bereich der Plichtecken nur geringfügig verändert werden (Eckbereich der Plicht vor der Kajüte ohne Rautierung vergrößern)! Das Zubehör gibt es dann auch in 1/2" und 3/4" ! Das geht natürlich dann nur bei zukünftigen Booten!


    Jetzt wird erst einmal das oben beschriebene in mein und das Boot von Christian eingebaut, zusätzlich baue ich hinten in die 2" Lenzrohre die oben beschriebenen Kugelhähne ein. Werde die wahrscheinlich ohnehin immer geschlossen haben, weil die Abläufe vorne wahrscheinlich ausreichen - wir werden berichten:thumbup:


    Hinsichtlich der Verbindung GFK und PVC-U- (oder GF-Rohr) gibt es morgen Nachricht aus der Werft. Dort wird exemplarisch auf aufgerautem Rohr (siehe Bild Beitrag 77) , glattem Rohr, glattem und aufgerautem Rohr vorbehandelt mit Tangit PVC/C/ABS Reiniger GFK aufgetragen und einem Zugtest unterworfen - bin mal gespannt (der Reiniger führt auch zu einer rauen, klebrigen Oberfläche und ist vor der Verklebung einzusetzen)


    Auch der geänderte Ruderkopf soll jetzt in der Gießerei besprochen werden - werde berichten!


    Grüße, Harald

    Hallo zurück,


    danke, Hollis, für die umfassende Information und so habe ich auch wieder etwas gelernt: ich wusste nicht, dass es blaue Lenzbälle gibt, denn ich hatte von vornherein bei Auslieferung die schwarzen Birnen und die sind schlicht sch........!

    Hinsichtlich der Termini für die Rohre bin ich kein Experte, die wurden mir als PVC-U-Rohre verkauft - sind aber identisch in Material und Eigenschaften wie die GF-Rohre (die Kugelhähne tragen auch diese Bezeichnung). Die werden auch im Schwimmbadbau eingesetzt, insofern reden wir wahrscheinlich über das Gleiche!


    Hinsichtlich Pinne bin ich nun ständig im Gespräch, damit hier etwas passiert - versprochen war es von der Werft! Das gilt auch für den Deckel, der einfacher handhabbar werden soll - da bin ich im Moment bei Firmen mit Spezialscharnieren unterwegs (stabil, Niro, selbst zuziehend und Aufhalte Mechanismus). Ist im Moment wegen Corona etwas mühselig:(


    Wenn die Deckelthematik mal funktioniert, ist der "Griff in die Kiste" auch kein Akt mehr!


    Bei meiner alten Lis hatte ich i.Ü. auch die 3/4" Plastikschläuche. Die hatte ich schon damals mit Kugelhahn ausgestattet und es hat immer gut funktioniert (da kommt auch die Grundidee her)!

    So, das neue Jahr hat begonnen und Ihr seid hoffentlich alle gut und gesund hineingekommen und ich habe die Zeit genutzt und mir wieder etwas einfallen gelassen:/!


    Als Lis Segler hat mich schon lange die Thematik Lenzer mit den Gummibirnen als mehr provisorischer Verschluss gestört! Wenn diese unter der Wasserlinie liegen, läuft ständig Wasser zurück, da diese spätestens bei etwas Dreck im Lenzrohr einfach nicht dicht schließen!

    Umgekehrt - wenn mal bei etwas heftigem Segeln - die Lenzer gebraucht werden, gehen diese nach Lösen des hierzu vorhandenen Gummistrops grundsätzlich nicht auf mit der Folge (während der Fahrt:evil:) dann nach hinten steigen zu müssen und die Gummibirnen aus dem Lenzrohr zu ziehen. Das ist ein akrobatischer Akt, den ich mir ungern antue.

    Darüber hinaus leiern die Gummistrops, die ja in den Lenzrohren im in der Feuchtigkeit liegen, schnell aus und tragen als Dreckfänger im Plichtablauf deutlich bei. Nicht zuletzt sind die Gummibirnen nicht sehr UV resistent und reißen dann, spätestens nach dem meist vergeblichen Versuch, doch die Lenzrohre mal dicht zu bekommen einfach ab - schlichtweg ein Ärgernis auf ganzer Länge - oder ist das bei Euch etwa anders:?::?::?:


    Die Firma Gade baut seit Jahren 2" HT - Abwasserrohre ein und ummantelt diese mit GFK - Matten. Da dieses relativ weiche HT Kunststoffrohr definitiv keine dauerhafte Verbindung mit GFK eingeht, ist mit der Vollummantelung sicher gestellt, dass es zu keinen Leckagen kommt. Dieses Rohr dient somit nur als Träger des GFK - Materials nach Aussage der Werft.


    Vor diesem Hintergrund könnte auch direkt das zwar etwas teurere PVC-U-Rohr 2" genommen werden, dass aber in seiner dickwandigen Ausführung stabiler und möglicherweise auch besser kompatibler mit dem GFK ist. So kann - im Gegensatz zum HT - Abflussrohr hier dauerhaft geklebt werden und es gibt mehr Zubehör, wie z.B. Kugelhähne in dieser Dimension:)!


    So ist mit einem Handgriff in die Backskiste der Lenzer sicher auf oder sicher zu. Der 2" Kugelhahn in der besten Ausführung kostet im Großhandel um die 25,- Euro und ist daher von den Kosten auch noch überschaubar! Der Hahn ist so konstruiert, dass er bei Beschädigung ganz einfach getauscht werden kann: die beiden Schraubmuffen zurückdrehen und Hahn herausziehen - fertig! Somit kann grundsätzlich die Leitung bis zu diesen Hähnen - wie bisher - einlaminiert werden. Hierzu empfiehlt mein Lieblingsinstallateur, die Rohrleitung mit einem dafür erhältlichen Reiniger (Vorbereitung auch bei Klebung) zu behandeln - dies würde so aufrauen, dass eigentlich das GFK eine unlösliche Verbindung eingehen müsste. Alternativ lässt sich das Rohr gut anschleifen - siehe letztes Foto. Die Werft hat zugesagt, dies in den nächsten Tagen mal zu probieren - bin mal gespannt und werde gerne berichten.


    Aber vielleicht hat ja auch Hollis als ausgewiesener Fachmann noch ein paar Ideen hierzu - aber auch die anderen sind gefragt! Ein Nachteil liegt allerdings auf der Hand: eine nachträgliche Umrüstung ist leider sicherlich sehr aufwendig, sodass diese Idee wahrscheinlich nur bei Neubauten zum tragen kommt:(


    Grüße, Harald