Beiträge von CORA

    ....ich hatte früher für alle Fenster die praktischen, weiß überzogenen Federschnüre (Endlosfedern mit Durchmesser etwa 3 mm, außen weißer Plastiküberzug). Diese bekommt man/frau im WoMo Zubehör und sind sehr praktisch, da auf Länge abschneidbar ( im Handel auf der Rolle). Am Ende der Feder wird jeweils eine kleine Öse eingedreht und in diese Feder in Vorhänge nach belieben eingezogen.

    Das kann sowohl vor den Kajüteingang, als auch vor die Fenster gemacht werden. Die sehr kleinen Winkel , um die Leinen einzuhängen, werden mit einer Popniete gehalten. Wer dies nicht so mag: ich habe die Blechwinkel mit 2 Komponentenkleber befestigt, das hat auch jahrelang gut gehalten!

    Heute habe ich in der neuen Lis sehr dunkles Plexiglas als Fenster - da kann keiner reinschauen!


    Grüße, Harald

    ....auch von mir alles Gute und Mast und Schotbruch mit dem neuen Alten Jollenkreuzer. Habe fast 40 Jahre einen solchen Jollenkreuzer (Baujahr 1973 und damit fast gleich alt) gesegelt und viel Freude damit gehabt. Die Boote waren in diesen Baujahren unverwüstlich und insofern hast Du mit Sicherheit einen guten Kauf gemacht. Und wenn Du dann noch in der Lage bist, das Boot wieder herzurichten, bin ich dann mal gespannt auf das Endergebnis!


    Viele Grüße und allzeit eine Handbreit Wasser unter dem "Kielschwerter"


    Harald

    das Thema Durchkentern oder nicht haben wir ja schon öfters - auch hier im Forum - aufs heftigste diskutiert. Dein oben beschriebener Fall mal ausgenommen kam bei mir die Ernüchterung, als auch der Senior, Dieter Gade einräumte, dass unter bestimmten Bedingungen die Jollen und der Kreuzer doch durchkentern können!

    Dessen muss man/frau sich bewusst sein und entsprechend reagieren. Ich hatte damals bei unserer Kenterung Glück, weil auch der Motor auf der hochliegenden Seite war und damit nicht eintauchte. Weiterhin ist der Jollenkreuzer nicht durchgekentert, weil wir direkt von Bord gegangen sind. Und wir hatten (trotz offener Kajüte) keinen Wassereinbruch in diese hinein - kann aber auch ganz anders sein!


    Grüße, Harald

    Hallo Rainer,


    habe nur Erfahrung mit einer Kenterung eines älteren JK mit 80 kg Schwert - das war alles problemlos, da das Boot trotz kompletter Reiseausrüstung und 2 Personen - Besatzung und 5 PS Motor damit nicht durchgekentert ist (also gegenteilige Erfahrung von Hollis mit seiner Jolle ohne Ballast, was auch nachvollziehbar ist).


    Inzwischen segele ich seit 4 Jahren die Family mit nur noch 30 kg und kann ähnlich wie Peter berichten, dass das Boot dadurch keine schlechtere Stabilität hat, sodass ich auch glaube, dass die von Dir, Rainer, vorgesehene Reduzierung kein Problem sein dürfte (musst halt mehr aufpassen bei Böen;)).


    Wesentlich zur Segelverbesserung hat bei mit die Gewichtsverlagerung nach vorne beigetragen (die ersparten 50 kg im Schwert habe ich dann in eine 200 Ah LiPoFe Block für E-Motor mit 38 kg im Bug investiert). Damit segelt die Lis deutlich besser und saugt sich hinten nicht mehr fest - das Hauptproblem bei allen Lissen! Die Lis ist damit schneller und läuft etwas mehr Höhe.

    Wenn ich bei ausreichend Wind ins Gleiten kommen will, muss ich natürlich so weit wie möglich nach hinten, um dann das Vorschiff aus dem Wasser zu bekommen - geht aber problemlos!


    So stelle ich mir das auch bei Dir vor mit einem Schwert ganz ohne Ballast - aber ggfls. mit Belastung des Vorschiffs - die Lis müsste so richtig gut abgehen:)


    Grüße, Harald

    ...da hat es ja den Mitseglern ganz offensichtlich die Sprache verschlagen nach der Vorstellung Ruderkopf - Modifizierung 8|.


    Inzwischen ist auch die Führung der Enden des Auf-/Niederholers gelöst. Diese werden endlos über einen Gummistropp geführt, sodass diese immer unter Spannung stehen und nicht mehr - wie früher - sich dann in den Heckklampen verfangen können, wenn man z.B. mal beilegt! Dazu später noch einmal etwas mehr, wenn die ersten 4 Ruderköpfe fertig sind!


    Da nun in Sachen Ruderkopf alles "in Petto", kann parallel die Sache mit dem Deckelscharnier angegangen werden. Hier war die Fa. Emil Kaltenbach aus Ennepetal sehr kooperativ und hat eine Konstruktion vorgelegt, die sehr stabil und korrosionsfest ist. Zum Probieren habe ich jetzt einmal ein rechtes und linkes Scharnier bestellt und werde mit Hilfe der Werft schauen, wie dies ggfls. auch in Serie gehen könnte.

    Großer Vorteil: der Deckel fliegt nicht mehr lose rum oder kann (wie mir passiert) über Bord verloren gehen! Das hässliche Einklinken mit Opferverlust im GFK - Rahmen entfällt und die Bedienung ist viel einfacher!


    Nachfolgend habe ich mit freundlicher Genehmigung der Firma Kaltenbach sowohl deren techn. Zeichnung als auch einen Clip angehängt. Der Clip - finde ich - gibt sehr gut die Situation im Bereich unseres Heckdeckels wieder!


    So - vielleicht kommen ja diesmal wieder ein paar Diskussionsbeiträge (die von Sonnenschuss zählen nur bedingt, da ich mich ohnehin mehrfach mit Ihm am Tag austausche;))


    Viele Grüße, Harald

    ....so, geschafft:dance::


    war etwas fummelig und nicht wenig Arbeit, aber jetzt funktioniert es einwandfrei.


    In Bild 1 ist per Skizze der grundsätzliche Aufbau zu erkennen mit der späteren Lage von den beiden Klemmen und den Umlenkrollen. Die Funktion der RWO Lance - Klemmen ist aus den beiden nächsten Bildern zu erkennen, ähnlich wie eine Curry - Klemme, halt nur mit einer Schere. Diese ist aus stabilem Druckguss, Die Teile machen einen stabilen Eindruck, die Rückholfeder ist weich, sodass die Tampen schnell gefasst werden.


    In Bild 4 ist der vorbereitete Ruderkopf zu sehen, in den Umlenkrolle 1 für den Ruderblatt - Niederholer und die Klemme 2 für Ruderblatt - Aufholer zu sehen sind.


    Mit Bild 5 ist der Käfig zu sehen, der später im Ruderkopf eingelassen wird - hier mit Umlenkrolle 2 für Ruderblatt - Auf- und Niederholer sowie Klemme 1, die für den Ruderblatt - Niederholer reserviert ist.


    Bild 6 zeigt die Situation im Bereich Durchführung Ruderkopf - die wurde aus Platzgründen etwas aufgeweitet.


    Bild 7 zeigt noch einmal exemplarisch die Funktion der Klemme


    Bild 8 und Bild 9 dann das Finale der Ruderanlage in Steuerbetrieb und mit Pinne oben :thumbsup:


    Das letzte Bild dann noch einmal ein Detail der Umlenkung in Funktion


    Die im Moment noch losen Enden können - wie bisher - in den beiden Juniorklemmen in der Nähe der Griffpinne belegt werden, müssten dann aber bei Heben der Pinne losgeworfen werden - was aber jetzt geht, ohne das sich die Ruderblattsituation ändert. Hier suche ich noch nach einer geschickteren Lösung, ggfls. mit Gummistropp.


    Die ersten 3 Pinnen sind aus edlem Kamballa in Produktion mit eingelassenem, matt angeschliffenem Aluprofil zu Verstärkung. Der Idee von Hollis nachkommend läuft das Profil nun erst im ersten Drittel der Pinne aus. Als "Krönchen" kommt auf das Alu dann als Schriftzug der Name des Schiffes oder Typs - da wird noch überlegt!


    Alle verwandten Materialien sind Alu oder V2A bzw. V4A und damit korrosionsfest. Schrauben sind ausnahmslos eingelassen und stehen so nicht über. Mit Ausnahme der Schrauben für die Klemme 1, die ich sicherheitshalber noch mal gekontert habe, sind alle Schrauben per Gewinde im Alu festgezogen - da steht auch nichts über. Ich hatte als Tampen nur meine alten, ausgewitterten 6 mm Schätzchen - selbst damit lässt sich das Ruderblatt wesentlich besser bedienen, wie früher (siehe Beitrag oben). Die Aufhängung (Sechskantschraube mit Mutter) wird natürlich auch noch geändert (ging in dem von der Werft zur Verfügung gestellten Ruderkopf nicht mehr, da schon aufgebohrt:().


    Kosten incl. Schrauben, Aluprofil, V2A Abstandshalter, V2A Unterlegscheiben knapp 60,- Euro. Mit der Vorlage jetzt bleibt auch der Arbeitsaufwand überschaubar!


    So, für heute reicht es dann erst einmal - jetzt seit Ihr wieder dran! Ich hoffe auf rege Diskussion !


    Grüße, Harald

    so, jetzt bin ich mal wieder dran, da ja auch direkt oder indirekt angesprochen

    "Never change a winning team!".

    Hierzu muss ich - auch aus leidvoller Erfahrung- nun doch einmal etwas weiter ausholen:


    - der stark belastete Ruderblatt - Niederholer wird serienmäßig über eine popelige Niete und dann auch noch im rechten Winkel geführt. So konnte das Ruderblatt nur mit großen Kräften - auch gegen den Auftrieb des Blattes - überhaupt gesetzt werden. Das war ein ewiger Krampf und der Erfolg ist, dass sich die - für eine solche Umlenkung auch ungeeignete Niete - dann inzwischen V-förmig verzogen hat und der Niederholer jetzt noch schlechter läuft (siehe Foto)


    Wie viele Klagen habe ich selbst schon mitbekommen, wenn sich dann mal wieder Auf- oder Niederholer zwischen Ruderkopf und Ruderblatt eingeklemmt hat und dann gar nichts mehr ging. Die etwas hilflose Lösung, dann eine Plastikummantelung zum Schutz der Leinen einzuführen, half nur bedingt - Hollis hat oben richtigerweise schon eine etwas bessere Abhilfe mit großdimensionierten Unterlegscheiben angesprochen, die etwas das Problem des Einquetschens der Leinen reduzierte und mehr Stabilität in das System Ruderkopf/Ruderblatt bringt.


    Seit Jahren wird für mich völlig unverständlich das Ruderblatt im Ruderkopf mit einer durchgehenden (!!!) Gewindeschraube mit Kopf und Mutter verkauft. Nicht nur, dass das GFK Blatt dann in der Bohrung auf dem Gewinde arbeitet, was sehr unschön ist, hatte ich regelmäßig den Ärger, beim Abnehme der Ruderanlage mit dem Schraubenkopf oder der überstehenden Mutter irgend etwas zu verkratzen - im schlimmsten Fall Bordwände!


    Das mögen alles Kleinigkeiten sein, die aber mit so wenigen Kosten und Überlegungen einfach abzustellen sind und wenn man sich darauf einlassen will, im Laufe der Zeit auch einmal Verbesserungen zu zu lassen!


    So ist das Thema Ruderblatt im Ruderkopf so einfach zu lösen!!! Genommen wird eine V2A Senkkopf - Schaftschraube 6 mm. Auf der einen Seite des Ruderkopfs wird diese eingesenkt (Material ist mehr wie genug dafür da) und auf der anderen Seite wird ein Gewinde gedreht und die Schraube mit Locktide gesichert. Damit schließt diese dann bündig ab und fertig! Kosten wahrscheinlich sogar billiger als Gewindeschraube mit selbst sichernder Mutter und Unterlegscheibe, wie jetzt mal ganz unabhängig davon, dass diese einfache Lösung auch erheblich professioneller aussieht!


    Die Auf- und Niederholerlösung ist fast genauso einfach zu lösen, indem man einfach eine vernünftige Umlenkung in den Ruderkopf einbaut. Ich habe jetzt über Internet Edelstahl - Distanzhalter bestellt die genau auf einer 6 mm V2A Schaftschraube laufen und zwar so sauber, dass man meint, die wären kugelgelagert (siehe Bild). Mit einem Außendurchmesser von 15 mm wird dann auch der Tampen vernünftig umgelenkt und jetzt kommt es: Kosten für diesen Umbau incl. Schraube 3,50 Euro - worüber reden wir hier??? So werde ich nun zwei dieser Umlenkungen einbauen, sodass schon einmal dieses Problem gelöst ist!


    Darüber hinaus habe ich jetzt kleine, einbackige Klemmen (die der Hobby Cat hat, Bruchlast immerhin 70 kg) gefunden, die dann im Ruderkopf montiert werden, sodass Auf- oder Niederholer dort fixiert werden. Und damit ist die Pinne frei! Die Enden des Auf- oder Niederholer werden dann über Gummistrop fixiert, sodass jederzeit griffbereit (das ist das, was Sonnenschuss in seinem Beitrag vor angesprochen hat)


    Hinsichtlich Inspektionsdeckel rate ich ganz dringend davon ab, solche in den Backs Kistendeckel zu montieren, der ist doch schon ohne diesen Eingriff viel zu schwach! Ich habe inzwischen eine Fa. in Ennepetal gefunden, die sich konstruktiv dieser Sache annimmt. Die sind gewöhnt, in Kleinserien zu arbeiten und haben von mir techn. Zeichnung und viele Fotos zur Situation erhalten. Die Scharniere sind sehr stabil, aus V2A oder Alu, mit seewasserfesten Verbindungen ausgerüstet. Auch die Kosten sind absolut überschaubar - aber hier bin ich noch nicht weit genug.


    Hingegen ist die Sache mit der Pinne recht weit. Hier lasse ich gerade von meinem Schreinerfreund 3 Stück anfertigen. Die Aluprofilierung ist jetzt weitergezogen und läuft dann im Holz (Kambala) aus - sieht ganz edel aus und ist statisch unverwüstlich und . . . . die Pinne endlich drehbar! Das ist so angenehm in einem kleinen Boot, da direkt viel mehr Platz, gerade wenn mit mehreren Personen unterwegs. Ein schneller Griff in die Backskiste - selbst in der jetzigen Form problemlos!


    So, jetzt hoffe ich, dass Ihr meine Gründe nachvollziehen könnt, warum ich mir da länger schon Gedanken gemacht habe und als Rentner nun endlich etwas Zeit habe , auch solche Ideen zu verwirklichen. Ihr könnt davon profitieren, es aber selbstverständlich auch lassen ;)!


    Grüße, Harald

    das hat direkt mehrere Gründe:


    - die Bohrung hinten ist recht knapp im Holz, da ist nur noch wenig Fleisch - das war mir schlicht zu wenig, wenn es länger halten soll. Ich musste mich ja gemäß Werft an die Vorgabe des alten Kopfes halten, in dem sich die Pinne nach hinten stark verjüngt. Anders hätte ich auch nicht einen Drehpunkt hinbekommen mit der Verbindung, dass die Pinne dann senkrecht stehen bleibt und nicht nach hinten kippt (ist jetzt so profiliert, dass über 90° nicht geht).


    - Beim Drehen sollte nicht Holz auf Alu reiben - das wird nie etwas. Egal ob lackiert oder gebeizt hinterlässt dies unschöne Spuren, an der dann auch schnell die Witterung ansetzt


    -aus dem gleichen Grund schützt dann auch das Alu gegen den noch zu montierenden Anschlag, der beim Segeln gegen unbeabsichtigtes Hochziehen der Pinne sichern soll


    - das Aluprofil ist im Radius hinten jetzt so angefertigt, dass dieses kurz vor der Senkrechten auf dem Ruderkopf schleift (das Holz springt da etwas zurück). So schleift schlimmstenfalls Alu auf Alu, was kein Problem ist, hat aber den Vorteil, dass die Pinne dann auch in der Senkrechten stehen bleibt


    - sah im Moment so am besten aus, da der Holzpinnen - Charakter nicht verloren geht (wenn man/frau auf so etwas steht)


    Natürlich wird so das Profil der Pinne selbst etwas geschwächt von derzeit 35 auf dann 29 mm. Das müsste an für sich noch reichen. Allerdings ist der Übergang statisch natürlich im ungünstigsten Punkt, sodass ich mir überlegt habe, um die Hebelkraft in diesen Übergang zu reduzieren, das Profil später mal ggfls. schlicht zu verlängern und nicht - wie jetzt - im Bereich Übergang Ruderkopf enden zu lassen. Das ist kaum mehr Arbeit und vom Material auch unerheblich. Zur Aufwertung kann ja später noch das Signum der Lis in das Alu eingraviert werden:thumbsup:


    Grüße, Harald

    so, ich hoffe Euch nicht mit meinem Beosound verschreckt zu haben - es ist so ruhig geworden;)!


    Aber wie versprochen, wollte ich mich noch einmal outen zu dem Thema Ruderkopfänderung (ab #42 vom 09.10.2020 in diesem Thread). Ihr hattet ja auch verschiedene Ideen mitgeteilt - geworden ist es jetzt nach verschiedenen Überlegungen jetzt so, wie unten angezeigt. Hauptgrund ist, dass es wohl sehr teuer geworden wäre, die Druckgussform nach meinen Vorstellungen zu ändern, sodass jetzt schlicht der vorhandene Kopf herhalten musste:/.


    Aber - es funktioniert und ist stabiler, als ich es mir selbst vorgestellt habe. Trick ist, die Pinne mit einem U-Profil mit 3 mm Wandstärke aus Alu zu verstärken - so scheint es zu gehen. Vervollständigt soll das Werk dann noch mit einem Sicherungssplint, der die Pinne beim Segeln sicher unten hält. Dieser wird durch die beiden "Hörnchen" geführt, die noch übrig geblieben sind.


    Die Pinne steht, wenn hochgesetzt, +/- senkrecht und bleibt auch so stehen und dem Öffnen des Heckdeckels steht nichts mehr im Wege!


    Jetzt seid Ihr dran - noch Verbesserungen oder Vorschläge?


    Grüße, Harald

    ....so, damit es nicht langweilig wird, mal eine "versnobte" Idee zur Aufwertung des Jollenkreuzers:dance::

    Wenn denn der Jollenkreuzer so durch Wind und Wellen peitscht, hat mir ab und zu so etwas der musikalische Background gefehlt, wie zum Beispiel der betagte Ohrwurm: "I am sailing, ...":musik:


    Da ich ohnehin immer schon ein Teakholz - Regälchen in meinem Boot hatte, habe ich dieses auffrisiert (werden überall als Produkt aus Südost - Asien für kleines Geld in Segelshops verkauft) und mit einem Beosound A1 2nd Generation (wasserabweisend!) mit Bluetooth von Bang & Olufsen ausgestattet. Das Regälchen wurde so modifiziert, dass der Beosound dort stoß- und schüttelfest eingeschoben und umgekehrt auch schnell wieder herausgezogen werden kann. Das Gerät ist dort vibrationsfrei gelagert! Direkt daneben passt das IPhone - hier ein 6S, geht aber auch jünger - und die Verbindung ist hergestellt! Wer es braucht, kann dann noch den jeweils zugehörigen Videoclip anschauen - aber dann wird es mit dem Segeln schwierig:ertrink:


    Bis zu 14 Std hält der Beosound und das Handy auch so etwa 8 Std. - dann bin ich zurück. Eine direkte Ladung beider Geräte über meine Bordbatterie ist auch möglich - dann kann ich ca. 6 Wochen ununterbrochen Musik hören:rolleyes:


    Es muss natürlich nicht der Beosound sein mit rund 250,- Euro, da gibt es deutlich preiswertere Geräte. Aber er hat einen guten Klang und mit 2x140 Watt geht das Boot dann auch ohne Wind ab;)


    Grüße, Harald

    #Hollis: das wird sicherlich so sein, nur mit hochdrehenden Fräsen hast Du in diesem Bereich keinen Platz, da ja sehr nahe an Schwertkasten bzw. Kajütwand! Die hochtourig laufenden Kleingeräte haben meistens keine so große Aufnahme, um dann die doch recht großen Einsätze aufzunehmen! Außerdem wies mich schon Gade auf die Problematik des Ausreißens der Gelcoatschicht hin, wonach das nicht so ohne ist! Mit den Schleifsätzen ist das Arbeiten schlichtweg sicherer!


    #Karl-Heinz : dann Bescheid sagen, wann Du kommst - vielleicht kann man sich ja treffen - - -


    #Sonnenschuss: gerne geschehen und macht ja auch Spaß - als Rentner hat man ja auch etwas mehr Zeit zum basteln und wenn es dann noch auf fruchtbaren Boden fällt, schauen wir mal!

    ....nach dem wertvollen Hinweis oben ;) habe ich dann überlegt, ob ich dann das schwarze Kabel grün färben muss, ehe ich dieses verlegen darf - - - - - - - nichts für ungut:dance:!

    So - wie versprochen - ein weiterer Zwischenstand zum Thema Regenwasserablauf Plicht (ab Beitrag #64).

    Da ja der Ablauf in der Plicht in der weißen Umrandung um den rautierten Plichtboden eingebracht werden soll, bleibt nicht viel Platz und man/frau darf sich keinen Fehler leisten. An einer GFK- Platte, die mir die Werft zur Verfügung gestellt hatte, habe ich div. Werkzeuge getestet mit mehr oder weniger Erfolg! Bohrer oder Fräser scheiden aus, weil diese das Gelcoat sehr weit um die Bohrstelle zersplittern ( siehe Bild 1, rechtes Loch:(). Einigermaßen funktioniert es mit den Hartmetallsenkern, aber auch nur, um die Durchführung selbst einigermaßen sauber hinzubekommen.

    Erfolg gibt es mit sehr groben Schleifsteinen, die ich als Kugelschleifer mit dem Durchmesser von 40 mm im Internet gesehen und darüber ergattert habe. Das geht damit wie in Butter, hat aber den Nachteil, dass damit nicht die Form des abgesenkten Ablaufs erreicht wird.

    Hier hat mir der Gade - Mitarbeiter Phillip geholfen, der auf dem Werft-eigenen großen Schleifteller einen Korund Schleifer so hin geschliffen hat, das dieser schließlich genau die Passform hatte (wieder was dazu gelernt, wusste gar nicht, dass das geht:birne:). Damit den Endschliff und ....passt:thumbsup::thumbsup::thumbsup:, siehe Fotos.

    Eingebaut in Sikaflex mit der passgenauen Scheibe und fertig, Wasser marsch:)


    So, jetzt seid ihr wieder dran!!!


    Grüße, Harald


    P.S.: das Ergebnis zeigt i.Ü., dass dieser Einbau auch ohne Aufdickung des GFK funktioniert, wonach der nachträgliche Einbau jetzt noch einfacher geht. Gade hat inzwischen für Interessenten die Bauteile vorrätig!

    So, man lernt nicht aus,


    hab mich schlau gemacht. Der Pfeil zeigt an in welcher Richtung die Kugel zu demontieren ist, falls gereinigt werden muss.


    Gruß Hollis :irre:

    Danke Hollis - hatte ich erst jetzt gesehen und jetzt weiß ich auch Bescheid:thumbup:, wenn mal zu reinigen ist! (Wussten wohl meine Ansprechpartner auch nicht)


    Wie versprochen ein weiterer Zwischenstand zu den Lenzrohr - Kugelhähnen: sie sind eingebaut, was dem Vernehmen nach völlig problemlos ging! Anbei Fotos vom Zwischenstand. Die kleinen Röhrchen im Durchmesser 24 mm sind später für die Verlegung des 50 mm2 Kabels Plus auf der einen Seite und Minus auf der anderen vom LiPoFe 200Ah - Block im Bug nach hinten zum E-Motor!

    In die geschlossene Kajüte kommt bei einer Kenterung kein Wasser rein, selbst bei geöffnetem Einstieg und dann voll gelaufener Kajüte ist die Lis-Family noch manövrierfähig, der Bug sinkt zwar etwas ein, das Boot bleibt aber durch die Auftriebskörper schwimmfähig, ist also unsinkbar so wie versprochen! Und eine Einstufung in Kategorie C muss nicht beantragt werden, diese können wir als Werft selbst festlegen.

    ...das ist ein Zitat in meinem Beitrag 4 von Peter Gade, der dort direkt im Beitrag kommentiert hat. Damit das nicht unter geht, hier noch einmal! Er wird sich zu dieser Thematik allerdings noch einmal gesondert melden und seine Kenntnisse zu diesem Thema in den nächsten Tagen vortragen - also sind wir mal gespannt:thumbup:


    Grüße, Harald

    danke für die eingegangenen Vorschläge und weitere Ideen können nur verbessern:


    #Karl-Heinz,


    grundsätzlich ist Deine Idee nicht schlecht, mit den Ausgängen seitlich wegzugehen - ich hatte da auch schon dran gedacht, aber:

    - die Montage wird erheblich aufwendiger, gerade dann, wenn man mal nachrüsten will (geht auch bei Neubaubooten z.B. nicht durch den geschlossenen und mit Styropor gefüllten Schottraum)

    - die Kontrollierbarkeit wird erheblich schlechter - wehe, wenn mal irgendwo im Bereich Seitenaustritt eine Leckage sein sollte, ist auch kaum mehr reparierbar

    - Das Freihalten oder säubern ist erheblich schwieriger, da eine solche Lösung immer nur mit Bögen realisierbar ist. Jetzt kann praktisch mit einer Stricknadel der Durchgang freigestoßen werden

    Auch mit einer seitlichen Lösung ist man immer irgendwann unter der Wasserlinie (Krängung, Gewicht, Seegang etc.). Da hatte ich mir gedacht, dass die Ausläufe dann unten im Rumpf auch die "Optik nicht schmälern!;).

    Einzigster Vorteil der seitlichen Ausgänge wäre wahrscheinlich ein etwas schnellerer Ablauf, da hydraulisch nicht gegen den Wasserspiegel gearbeitet werden muss. Dies spielt allerdings für das erste Ziel, das Regenwasser oder zusammenlaufendes Tauwasser zu entsorgen keine Rolle.

    Als alleiniger Abfluss ist hier nur über größere Dimensionierungen zu diskutieren!

    Eine gute Lösung wäre allerdings auch gewesen, den Plichtboden insgesamt mit Gefälle nach hinten zu heben. Dies stieß auf wenig Freude bei der Werft, da dann die Form hätte grundlegend geändert werden müssen! .....Und die Altboote hätten das Nachsehen ...

    Jetzt probieren wir - Christian und ich - das mal aus und werden berichten (und ich hoffe, dass die von den Vorschlägen ja auch profitierende Werft sich mal zu Wort meldet:rolleyes:!)


    #allegro


    Christian hatte ja schon einen Grund genannt - wir haben schlichtweg keinen Platz im Schwertkasten!

    Ein weiterer Grund ist, dass eine solche Montage - egal wie sie letztendlich aussieht - immer - durch 2 Laminatebenen zu führen wäre, nämlich Plichtboden und Schwertkasten. Hier ist zwar ein geringer, aber offener Freiraum, der sehr schwer bzw. überhaupt nicht erreichbar ist (siehe Beitrag # 65 und meine Skizze, dort obere, linke Ecke!). Außerdem besteht dort immer Bewegung zweier Ebenen, nämlich Plichtboden und Schwertkasten, sowohl mechanisch, als auch physikalisch (Ausdehnung). Damit sind Schäden, die dann auch noch schlecht kontrollierbar und kaum behebbar sind, vorprogrammiert:(


    Grüße, Harald

    ...aus diesem Grund habe ich den Bereich, der für die Überwurfmuffen frei bleiben muss, rot markiert - das fällt jedem auf (siehe Foto!)


    Nach Ventilen hatte ich auch schon lange gesucht und nichts gefunden. Ventile sind allerdings auch sehr empfindlich, wenn mal Dreck, Blätter oder sonst was hängen bleibt. Auch die Wartung ist nicht ganz unproblematisch -zumindest bei den Ventilen, die ich so kenne!


    Grüße, Harald

    .... hatte ich auch mal gedacht, ist aber ganz offensichtlich nicht so! Der Hahn ist mit der Fließrichtung gekennzeichnet und der Hersteller gibt dies auch so vor - warum weiß ich auch nicht (nehme an, dass Druck und Wassermenge hier eine Rolle spielt). Sicherlich wird es beim Boot nicht eine so gravierende Rolle spielen, da da ja ohnehin (hoffentlich8|) keine rohrfüllenden Wassermengen unter Druck auftreten.

    Außerdem kann der Kugelhahn ja jederzeit mit wenigen Handgriffen ausgebaut werden und dann die Drehrichtung geändert werden - so lasse ich diesen dann einfach erst einmal, wie vormontiert, einbauen!


    Grüße, Harald

    ...so, ein weiterer Zwischenbericht zu der Änderung Lenzrohre hinten (Einbau von 2" Kugelhähnen und PVC-U Rohre, siehe #77)


    Die Gade Werft hat inzwischen einen Laminier Versuch fertiggestellt (siehe #84) und das Ergebnis ist sehr gut: Das Laminat hält hervorragend auf den aufgerauten Rohren. Erwartungsgemäß hält das Laminat auf der glatten Rohrwand am schlechtesten, allerdings auch hier ist schon ordentlicher Zug notwendig, das GFK von der glatten Rohrwand zu lösen! Das Ergebnis mit dem Auftrag des Tangit Reinigers hat keinen Unterschied gebracht, sodass das Ergebnis mit dem geschliffenen Rohr noch das beste ist.

    Die Rohre wurden daraufhin auf einem großen Schleifteller mit grobem Papier geschliffen, sodass die Schleifspuren 90° zur Rohrlänge liegen (erhöht nochmals die Sicherheit hinsichtlich Dichtigkeit).

    Anschließend wurden die Rohre gemäß Herstellerangaben in die Kugelhahn - Muffen eingeklebt und die Hähne samt Griff mit Folie eingewickelt und abgeklebt - siehe Foto! Weiterhin wurde die Hahnrichtung gekennzeichnet (Auslauf Richtung Heck!). Nun steht dem Einbau durch die Werft in den nächsten beiden Wochen nichts mehr im Wege:thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    Ein nachträglicher Einbau ist somit grundsätzlich möglich, wenn auch natürlich etwas aufwendig. Werde weiter berichten!


    Grüße, Harald

    Hallo zurück,


    in meinem Beitrag #84 hatte ich schon geschrieben, dass es das gleiche Equipment auch in anderen Durchmessern bis 1 1/2 " gibt. Natürlich ist die 3/8" Version im Moment darauf ausgerichtet, den Einlauf noch in der Umrandung zu halten und nicht damit in die rautierten Flächen der Plicht zu kommen!

    Gade sagt hierzu ja, dass es kein Problem wäre, hier später in Serie die Form zu verändern, um dann Einläufe mit größerem Durchmesser einzubauen!

    Die von mir gewählten 3/8" können ja auch problemlos in vorhandenen Schiffen nachgerüstet werden!


    Hinsichtlich Übernahme von Wasser und Zeitraum des Ablaufens werden wir, Christian und ich testen - denn wir haben ja noch die 2" Hecklenzer und können so ausprobieren - denn Deine Überlegungen hinsichtlich Verhalten bei Lage, Gewicht etc. sind ja nicht von der Hand zu weisen (daher ja auch der Kugelhahn im Ablauf, damit notfalls abgeriegelt werden kann!). An die Zeiten der schlecht ablaufenden Lenzer mit Schläuchen kann ich mich auch noch gut erinnern (wobei hier auch massive Durchmesserveränderungen zwischen Kunststoffausläufen und besagten Schläuchen noch zusätzlich die Funktion stark beeinträchtigt hatten).


    Sicher ist jedoch auch mit den jetzt gewählten Durchmessern, dass diese völlig ausreichend sind, Tagwasser ablaufen zu lassen und damit durchgehend einen trockenen Plichtboden zu haben. Dies besonders, wenn das Boot mal am Steg liegt und einem die Lust am Segeln schon fast vergeht, wenn erst wieder Wasser geschöpft und Boot geschrubbt werden muss:huh:

    Sehr gute Idee - die Lis für einen Behinderten war völlig selbst wendend und war in der Presse die Sensation! Die Pläne davon müssten doch noch da sein!


    Ansonsten unbedingt - das hatte ich allerdings auch Peter Gade schon empfohlen - sofort eine Werbung in die Yacht verbunden mit dem Artikel, den Christian ja dort schon eingereicht hat! Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Messe jetzt nicht stattfindet, gieren die Leute nach solchen Infos! Es ist auch das Geld dafür da, da erst einmal größere Reisen in naher Zukunft nicht möglich sein werden!

    Die Mitbewerber könne sich vor Aufträgen nicht mehr retten, siehe Beitrag oben - also fehlt bei der Lis derzeit die Info nach außen!


    #Harald: Du hast natürlich Recht, durch die ausgefallenen oder verschobenen Messen in Berlin, Düsseldorf und Leipzig fehlt die Außenwerbung und unsere Präsentationsmöglichkeit. Das Problem haben aber unsere Mitbewerber auch.

    Aus dem Grund habe ich den Termin im A 10 Center bei Berlin und die anvisierte Hausmesse im Februar geplant. Was dann letzten Endes machbar ist habe ich leider nicht in der Hand.

    Mit der Yacht bin ich im Gespräch, hier sollte letztes Jahr auch ein weiterer Test mit der Lis 6.0 gemacht werden, der aber auch Coronabedingt verschoben werden musste.