• .... O.K., dann alles zurück! Ich habe dies halt mit selbstgebauten Zeisingen aus dem oben beschriebenen Kanirope gemacht - das ist sehr leicht und fällt optisch nicht ins Auge, da silbern und sehr dünn 4 mm! (siehe Beitrag 33, letztes Bild). Thomas hat noch andere Verschlüsse beigesteuert, die oval sind und daher besser und schneller durch die Schlinge gehen, als die weißen Kugeln noch in besgtem Bild.


    Ansonsten sind da ohnehin alle Ideen offen!


    Harald

  • Ruderkopfänderung


    unter Beitrag 8 hat hier Hollis die Idee mit der Änderung Ruderkopf angesprochen. Ich bin mal flugs in die Werft und habe mir einen Rohling ausgeliehen! Da diese Rohlinge von Gade in Auftrag gegeben werden, können diese grundsätzlich auch geändert werden - anbei Bilder vom Rohling, wenn Maße gebraucht werden, melden!

    Nun sind Ideen gefragt:thumbsup:

    Frohes Schaffen!

  • Änderung Ruderkopf:


    Wenn man den oberen Teil des Kopfes offen lässt und die Seitenwände vielleicht verstärkt, könnte man die Pinne doch nach oben klappen.

    Durch die Seitenwände ein Loch bohren, Bolzen durch stecken und mit Ringsplint sichern. Ruderpinne müsste hinten nur abgerundet werden.

    Auch könnte man die alte Ruderanlage umbauen in dem man oben auf den Ruderkopf ein U-Profil montiert und darin die Pinne montiert.

    Hat vielleicht auch den Vorteil das die Pinne dadurch höher kommt und der Backskistendeckel freier wird.

    War so eine Überlegung von mir, vielleicht gibt es ja noch bessere Vorschläge.


    Viel Spaß beim Überlegen, Hollis :irre:

  • So wie Hollis es beschreibt müsste es funktionieren.

    Wäre echt toll wenn die Werft da eine Möglichkeit findet. Schön wäre dass alle Boote wenn gewünscht nachgerüstet werden könnten. Perfekt wäre es dann wenn die Backskiste hinten Scharniere hätte und die Kiste aufgestellt werden könnte. Die Krönung wäre eine Arretieren mit kleinem Gasdruckdämpfer und einer einfachen und schnellen Möglichkeit den Deckel trotzdem komplett abzunehmen.


    Das Bessere ist der Feind des Guten :S

  • ....dummer Einfall :roflrofl: , den Deckel der Backskiste mit den " Beschlägen " von einem WC-Sitz ausstatten. Knopf drücken und der Deckel kann entfernt werden.

    Sch...ß Idee. Und die Absenkautomatik natürlich auch mit einbauen. :runterdrueck::runterdrueck::runterdrueck::runterdrueck::runterdrueck:


    Gruß Hollis :irre:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hollis ()

  • ... na, na, so schlimm war die Idee doch nicht - ich bin auch für jede Erleichterung zu haben und genieße meine Klodeckel, die sich leise schließen und bequem öffnen! Denn der lose rumfliegende Deckel auf einem so kleinen Boot ist auch nicht der Renner und ich habe sogar schon einen auf Nimmerwiedersehen versenkt;(, seitdem ist er mit Tampen gesichert, der dann seinerseits zu einem ewigen Wuling mit meinen Elektrokabeln führtX( (habe in der Kiste mein Ladegerät)!


    Aber zurück zu Deinem Vorschlag: Ruderkopf oben offen lassen ist ja fast schon selbstverständlich - das hatte ich mir auch so gedacht- Problem dabei ist ausschließlich die Statik. Denn da kommen doch enorme Kräfte auf den dann offenen Kopf, die nur noch durch den Bolzen etwas aufgefangen werden können. Die Kräfte sollten nicht unterschätzt werden, denn ich kenne einige, die Ruderblattbruch hatten (früher bei den Holzruderblättern fast die Regel) und Pinnenbruch habe ich schon selbst gehabt.

    Somit müssten die offenen Flanken des Druckgusses intelligent verstärkt werden oder die Pinne erhält in diesem Bereich einen stabilen U-Bügel, der dann über die offenen Flanken des Ruderkopfs greifen kann. Ich bin da noch nicht so ganz durch. Änderungen sind machbar und können von der Gießerei direkt umgesetzt werden. Und ein Nachrüsten ist auch überschaubar, da die Kosten so um 100,- Euro für so einen Ruderkopf liegen - das wäre mir diese doch sehr wesentlich Erleichterung allemal wert.

    Möglicherweise werde ich mir den hier liegenden Ruderkopf mal gründlich vornehmen8o


    Grüße, Harald

  • Bei den Ruderbrüchen (Holzruder) handelte sich meist um die dünneren Ruderblättern. Hatte ich bei meiner ersten Lis auch. Hab mit dann eine neue baugleiche Ruderanlage von der Firma Klepper gekauft, wieder mit Holzblatt, aber die dickere Ausführung.

    Die Ruderanlage, Kopf und Blatt waren identisch mit der Anlage vom Klepper Jeton. bei meinem Schwager der sich 1980 eine neue Lis-Jolle bei Gade kaufte, stand oben auf dem Gussteil Klepper.

    Die Idee mit dem U-Bügel der über die offenen Flanken reicht, finde ich nicht schlecht.

    Einen verlorenen Deckel hab ich bei einem Segelkollegen erlebt (Durchgekentert), sofort wurden an allen Lis-Booten bei uns im Verein die Deckel mit einem Tampen gesichert.

    Die Idee mit dem WC-Sitz war im Spaß gemeint :idee:


    Gruß Hollis :irre:

  • .... ich habe mir mal den Kopf gemacht?( und etwas auf's Papier gebracht - nun seit Ihr dran.


    Variante 1 ist zur Stabilität mit Überstand konstruiert - hier könnte ggfls. noch ein zweiter Bolzen die Stabilität im Bereich Übergang Ruderkopf/Pinne zur Entlastung der dort auftretenden Kräfte beitragen. Allerdings sollte dieser Bolzen dann im Rand und außerhalb der Pinne selbst liegen, um nicht die Pinne selbst zu schwächen. Nachteil: der Bolzen müsste jedes Mal vorher entfernt werden . Ob es auch ohne diesen Bolzen geht, müsste mit der Gießerei geklärt werden . Ich kenne die Zug- und Druckfestigkeiten des Aludruckguß - Materials nicht, traue diesem aber nicht so viel zu!


    Variante 2 beugt hier durch einen V2A - Bügel, min. 2,5 mm Materialstärke, eng gefalzt, vor, indem dieser mit 2 Schrauben auf der Pinne festgezogen wird. In diesem Fall würde der Ruderkopf mit der Pinne oben abschließen.


    Alle Skizzen im Maßstab 1 : 1, zu Orientierung hat die Pinne in der Stärke ziemlich genau 30 mm:


    Grüße, Harald

  • Guten Abend Freunde,

    ein (etwas fauler) Kompromiß zur besseren Erreichbarkeit von Kram in der Backskiste ist: Ein oder zwei runde Inspektionsdeckel von ca. 20 ... 25 cm Durchmesser in den Backskistendeckel montieren, dann kann man unterwegs einfacher Kleinkram rausholen.

    Ansonsten halte ich die Modifikation des alten gegossenen Ruderkopfes für nicht sinnvoll. Das ist ein altmodisches, sprödes Teil.

    Besser wäre etwas aus einfachem Edelstahl. Seht Euch mal das Beispiel in folgendem Bild an: Einfach, billig und es kann irgendwie modifiziert werden, um die Pinne nach oben zu schwenken.... (und das Heck ist um ein paar Klo leichter).

    Grüße

    Karl-Heinz


  • ... also da muss ich nun einen Stab brechen für das hier diskutierte Zubehörteil Gade, was mir - zugegebenermaßen - nicht immer leicht fällt:rolleyes:


    Der Ruderkopf ist aus schwerem Aludruckguß direkt in einer Gießerei hergestellt, die die Form haben und auch variieren können. So die Aussage von Peter Gade, bei dem ich war und über das Teil diskutiert habe!


    Er fand die Idee grundsätzlich gut und meint, dass sich das Oberteil ohne Probleme verstärken ließe. Er glaubt allerdings auch, dass das halten wird, An den Ruderköpfen hat er noch nie Reklamationen gehabt (im Gegensatz zu anderen bekannten Teilen;)) und ich sehe auch Gewichtsmäßig da keinen großen Unterschied zu einem Edelstahl - Teil, dass auf den ersten Blick graziler wirken mag, es im Endeffekt aber nicht ist und sein kann! Das lässt sich schon recht einfach über das spez. Gewicht belegen, wonach Alu bei 2,7 und Edelstahl je nach Qualität zwischen 7,9 bis 8,1 und damit knapp dreimal schwerer ist8o! Da müssten die Edelstahlbleche schon sehr filigran werden, um an das Gewicht des derzeitigen Ruderkopfes auch nur annähernd heranzukommen!


    Wie dem auch sei hat Peter heute zugesagt, sich Thematik anzunehmen und mal einen Probe - Ruderkopf anzufertigen:thumbup:als Ergebnis aus Variante 1 und 2 (Variante 2 ohne Edelstahlbügel).


    Jetzt ist erst einmal warten angesagt und noch Änderungsvorschläge zu den Varianten 1 und 2 vortragen - noch ist Zeit!


    Grüße Harald

  • Hier ein besseres Bild der Pinnenarretierung:




    Als wesentliche Verbesserung sehe ich die verstellbaren Fockholepunkte, lässt sich auch gut nachrüsten:





    Ich habe da ich die Probleme bei gebrauchten Booten gesehen habe für LEWMAR-Fenster entschieden. Die aufgeklebten Scheiben werden irgendwann undicht. Ich denke das größte Problem ist dass das Deck sich bewegt und die Last auf auf die Scheiben geht und nur der Kleber alles halten muss. Irgendwann ist der spröde und reißt.

    Das vordere haben ich für mehr Deckstabilität weggelassen. Die LEWMAR haben innen und außen einen Alurahmen der gegeneinander verschraubt wird. Dazwischen sind Gummidichtungen die nicht dem UV ausgesetzt sind. Diese Fenster sind auch bei großen Yachten eingebaut und sollten ewig halten und wenn nicht kann man einfach die Dichtung austauschen. Die Fenster lassen sich öffnen und Fliegengitter zum Einhängen sind mit dabei. Nachrüsten ist möglich, größere werden aber noch teurer und meine 2 Stück haben schon 460 Euro gekostet:








    Unter der Baumnock habe ich einen Türstopper (war meine Anfrage an Gade und der hat diesen schonmal verbaut). Das Teil ist unscheinbar, schützt das Deck aber gut:



  • Anstatt Traveller (eigentlich wollte ich den) habe ich hinten im Schwenkbereich des Großsegels außen jeweils eine Püttingöse montieren lassen. Oben und auch unten an der Großschot habe ich einen Schnellverschluss und so kann ich bei längeren Strecken auf raumen Kurs die Schot einfach umhängen und außen fahren. Super ist das auch im Hafen um den Baum aus der Plicht verschwinden zu lassen.





    Unter den 4 Püttingen (2 für Wanten, 2 für Großschot) habe ich unten Bügelösen drauf geschraubt. Dort kann ich die Ganzpersenning fixieren damit die schön unten bleibt. Auch meine Tarp (dünne Plane) fürs Übernachten kann ich dort einhaken:





    In der Kajüte im Bug habe ich auch Bügelösen auf die Schrauben gedreht, so kann ich das Gepäck (Taschen und Rucksäcke) schon nach vorne befestigen:





    Nach dem Hinweis von Karl-Heinz (Danke!) habe ich die Rollen vom Großfall gegen die gleichen von Sprenger aus Edelstahl ausgetauscht. Diese sind minimal dicker, also muss man etwas pfeilen, passt aber gut und die sollten besser halten (die Kunststoff waren sehr am Rand beschädigt):




    Hinten habe ich auch einen Reffhaken, für die Leine lasse ich eine zweite Klampe am Baum montieren. Je nach erste oder zweite Reff muss ich dann etwas die Länge verändern:



  • Danke, Christian, für die vielen guten Ideen (die Idee kugelgelagerten Rollen Großfall durch Karl-Heinz stammte ursprünglich von mir;) - schön wenn dies so die Runde macht - ich glaube, sogar die Werft hat das endlich geändert:rolleyes:)


    Hinsichtlich Taljenspanner für Vorstag musst Du bitte noch ein bisschen mehr ausführen, das habe ich noch nicht verstanden - sieht aber sehr interessant aus!


    Das mit dem Haken hinten ist auch eine gute Idee - die Klampen hinten hatte ich mir schon angebaut. Was für eine Funktion hat der blau/gelbe Tampen?


    Grüße, Harald

  • Also wenn ich die Ausführung der Verkleidung (Teppich) in der Kajüte sehe, Prost Mahlzeit. Ganz speziell die Fleischhaken, sprich lange Schrauben. Da ist aber noch sehr viel zu verbessern. Kürzere Schrauben mit Hutmuttern wären besser.

    Zu dem anschlagen der Großschot aussenbords hab ich einige Bedenken. Im Hafen bestimmt gut aber beim segeln?

    Der Hebelspanner für das Vorstag, gut kann man machen, aber die Sache mit dem "Bierkasten" ist besser, Nachteil ich muss eine Klampe oder Klemme montieren.

    Zudem sind diese Strecker sehr teuer, eine normale Talje reicht da auch aus.

    Die verstellbaren Fockschotholepunkte (Genuaschienen) brauchst du schon wenn du z.B. Sturmfock oder Genua, Normalfock usw. segelst.


    Hollis :irre:


    Traveller Vorstagtalje

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hollis ()

  • Ich habe ja Probleme mit nachlassender Riggspannung. Meine Lis ist in der Werft und das Deck wird verstärkt. Danach wird es vielleicht schon etwas besser.

    Bei dem minimalistisch verstagten Mast ist aber recht viel Spannung nötig. Bei dem Hebelspanner komme ich wegen anstoßender Pressung an der Rolle nur ins oberste Raster. Ich habe die Wanten mehr gespannt und jetzt ist es bei Wind bis 4 ok. Darüber ist raumschots das Vorstag recht locker. An der Talje vom Fockfall habe ich Luft genug.

    Jetzt lasse ich mir ein 2 Zentimeter kürzeres Vorstag machen, also ist zum Spannen mehr Platz.

    Durch den Taljenspanner (Bierkastenspanner) kann ich stufenlos und sogar beim Segel einfach und schnell die Spannung verändern.

    Nach dem Segeln im Hafen wird der Mast entlastet (das Deck dann auch).


    @ Hollis

    Deine Version habe ich auch getestet. Beim Mastlegen stört das und es sieht auch sehr provisorisch aus.

    Der Taljenspanner von Sprenger kostet 110 Euro, der Hebel der montiert ist 80 Euro. Hätte ich die Option vorher gehabt wäre es noch günstiger gewesen.


    Zur Großschot:

    Wenn ich Lust habe piecke ich zwischen beiden Bügelösen eine Leine (an beiden Enden ist ein Schnapphaken). Dort wird der Schnellverschluss der Großschot eingehängt. Der Umbau dauert keine 5 Sekunden.

    Jetzt läuft bei Wende oder Halse die Schotselbstständig hin und her.

    Selbst am Wind funktioniert das! Man muss einfach die Schot dicht holen und schon rutscht die Schot zur Mitte!

    Diese Art von Traveller gibt es auch auf großen Yachten.

    Ja, ein echter oben montierter Traveller ist besser, aber ich kann raumschots sie Schot außenbords fahren und habe viel Platz, ebenso im Hafen.


    CORA

    Die bunte Leine ist für das Schothorn (Segelöse). Dieser Schnapphaken ist größer als mein Reffhaken vorne. Hinten hakt er komplett ein, vorne nicht, fällt trotzdem nicht raus.

  • Sonnenschuss

    Klar sieht es provisorisch aus, aber das es beim Mastlegen stört verstehe ich nicht. wenn du deinen Mast vor einer Brücke legen musst, löst du deinen Taljenspanner. harkst das Vorstag vom Spanner aus und dann? Beim legen des Mastes verschiebt sich das Vorstagende zum Masttop und dann? Leine anschlagen so das ich beim Stellen des Mastes das Vorstag wieder einharken kann. Bei meiner Talje war die Leine so lang das ich keine Leine anschlagen musste.


    Gruß Hollis :irre:

  • Hier sieht man bei einer Jeanneau 60 wie bei großen Yachten der Traveller genauso funktioniert:

    Traveller Jeanneau 60


    Die Leine darf nicht zu stramm sein, man muss etwas testen und probieren.

    Im nächsten Jahr kann ich ein Video davon machen.


    Hier noch ein Bild auf dem man den Haken vom Taljenspanner sieht, ich finde ihn besser als von diesem Hebelspanner: