• danke für die eingegangenen Vorschläge und weitere Ideen können nur verbessern:


    #Karl-Heinz,


    grundsätzlich ist Deine Idee nicht schlecht, mit den Ausgängen seitlich wegzugehen - ich hatte da auch schon dran gedacht, aber:

    - die Montage wird erheblich aufwendiger, gerade dann, wenn man mal nachrüsten will (geht auch bei Neubaubooten z.B. nicht durch den geschlossenen und mit Styropor gefüllten Schottraum)

    - die Kontrollierbarkeit wird erheblich schlechter - wehe, wenn mal irgendwo im Bereich Seitenaustritt eine Leckage sein sollte, ist auch kaum mehr reparierbar

    - Das Freihalten oder säubern ist erheblich schwieriger, da eine solche Lösung immer nur mit Bögen realisierbar ist. Jetzt kann praktisch mit einer Stricknadel der Durchgang freigestoßen werden

    Auch mit einer seitlichen Lösung ist man immer irgendwann unter der Wasserlinie (Krängung, Gewicht, Seegang etc.). Da hatte ich mir gedacht, dass die Ausläufe dann unten im Rumpf auch die "Optik nicht schmälern!;).

    Einzigster Vorteil der seitlichen Ausgänge wäre wahrscheinlich ein etwas schnellerer Ablauf, da hydraulisch nicht gegen den Wasserspiegel gearbeitet werden muss. Dies spielt allerdings für das erste Ziel, das Regenwasser oder zusammenlaufendes Tauwasser zu entsorgen keine Rolle.

    Als alleiniger Abfluss ist hier nur über größere Dimensionierungen zu diskutieren!

    Eine gute Lösung wäre allerdings auch gewesen, den Plichtboden insgesamt mit Gefälle nach hinten zu heben. Dies stieß auf wenig Freude bei der Werft, da dann die Form hätte grundlegend geändert werden müssen! .....Und die Altboote hätten das Nachsehen ...

    Jetzt probieren wir - Christian und ich - das mal aus und werden berichten (und ich hoffe, dass die von den Vorschlägen ja auch profitierende Werft sich mal zu Wort meldet:rolleyes:!)


    #allegro


    Christian hatte ja schon einen Grund genannt - wir haben schlichtweg keinen Platz im Schwertkasten!

    Ein weiterer Grund ist, dass eine solche Montage - egal wie sie letztendlich aussieht - immer - durch 2 Laminatebenen zu führen wäre, nämlich Plichtboden und Schwertkasten. Hier ist zwar ein geringer, aber offener Freiraum, der sehr schwer bzw. überhaupt nicht erreichbar ist (siehe Beitrag # 65 und meine Skizze, dort obere, linke Ecke!). Außerdem besteht dort immer Bewegung zweier Ebenen, nämlich Plichtboden und Schwertkasten, sowohl mechanisch, als auch physikalisch (Ausdehnung). Damit sind Schäden, die dann auch noch schlecht kontrollierbar und kaum behebbar sind, vorprogrammiert:(


    Grüße, Harald

  • Von mir auch noch ein frohes Neues Jahr!


    Vielen Dank für die tollen Vorschläge, die hier heiß diskutiert werden. Wir als Werft haben in der Vergangenheit immer wieder Vorschläge unserer Kunden erhalten und einige davon dann in die Serie mit einfließen lassen.

    Die Lenzschläuche, die vor vielen Jahren gegen 50 mm Rohre getauscht wurden, war z. B. einer davon. Dadurch konnte die Plicht schneller gelenzt werden, die Lis wurde dadurch sicherer.

    Die Idee von Harald von Reis mit den Ventilen finde ich auch sehr gut, Die Ventile werden gerade in seine Lis-Family eingebaut und danach von ihm getestet. Vielen Dank dafür!
    Zusätzlich zu den Ventilen hinten bauen wir neue Abflüsse rechts und links neben dem Schwertkasten ein, um vorne in der Plicht auch das Lenzen zu ermöglichen. Ob wir dann in Zukunft die hinteren Lenzöffnungen weg lassen können wird sich zeigen.


    Einen Ruderkopf haben wir oben aufgeschnitten, so dass man die Pinne über eine Achse im hinteren Bereich nach oben klappen kann. Der hintere Backskistendeckel bekommt einen Beschlag, der das Öffnen und Schließen erleichtern soll. In Kombination mit der klappbaren Pinne könnte das eine gute Sache werden.


    Die Spinlock Fockschotklemme haben wir bereits an einer Lis 6.0 verbaut. Funktioniert einwandfrei. Die Mehrkosten liegen bei ca. 250 €.


    Die Idee mit dem Haken oder dem angeleinten Schäkel für die Reffeinrichtung finde ich auch sehr gut. Wir werden auch das testen und eventuell in die Serie übernehmen.


    Den Taljenkasten für die Mastlegevorrichtung bauen wir an das Boot von Christian Killing, er wird uns über die Tauglichkeit berichten.


    Generell hat jeder Lis Segler ja seine eigene Vorstellung von seiner "perfekten" Lis. Änderungen, die für den einen als absolutes Muss gelten sind für den anderen vieleicht unerheblich. Wir als Werft müssen das immer abwägen und dann entscheiden, welche Änderung nur für den einzelnen sinvoll sind und welche es in die Serienproduktion schafft.

    Die Lis wird jetzt seit 55 !!! Jahren erfolgreich hergestellt und wurde damals als unkompliziertes, leicht zu segelndes Boot mit wenig Schnickschnack konzipiert. Dabei wurde sie aber immer wieder verändert und verbessert.

    Als Kaufmann muss ich natürlich auch immer auf die Kosten achten, die viele Änderungen mit sich bringen. Die Lis soll ja auch in Zukunft noch erschwinglich sein.

    Ich möchte auch meine Kaufinteressenten nicht mit zuviel Informationen und Möglichkeiten konfrontieren, das würde nur verwirren.

    Für Sonderwünsche jeder Art habe ich aber immer ein offenes Ohr und versuche diese immer zu berücksichtigen.

    Unsere Boote werden individuell mit viel Liebe zum Detail hergestellt, kein Boot gleicht im Grunde dem anderen, so hat jeder "Seine" Lis.


    Stolz bin darauf, dass wir mittlerweile eine von ganz wenigen Werften sind, die Ihre Boote zu 100 % in Deutschland bauen. Die meisten Boote werden heute in Polen oder noch weiter weg hergestellt. Aktuell haben wir 3 Auszubildene, die den Beruf des Bootsbauers erlernen, so dass wir für die Zukunft bestens gerüstet sind.


    Bleibt alle gesund, das ist in dieser Zeit wohl das wichtigste.


    Peter Gade

  • Hallo Herr Gade,


    schön dass Sie sich melden!


    55 Jahre sind eine tolle Leistung! Welches Produkt kann so lange verkauft werden? Die LIS ist schon ein tolles Lebenswerk der Familie und dieses sollte auch in eine gute Zukunft geführt werden.


    Die Ansprüche an Funktion und Qualität ändern sich, entsprechend wird man so wie es auf dem Weg der 55 Jahre ja oft war mit Änderungen befassen müssen.


    Vielleicht segelt die LIS bald auf Foils? :-)


    Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit ;)

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

  • Also, der Gedanke mit den Foils ist nicht ganz neu. Schon vor einiger Zeit hatte ich mal grob gerechnet. Eine Lis-Jolle wiegt ca 180 kg, 2 Segle je 75 kg.Ergib ca. 180 + 2x75 = 330 kg. Zum Vergleich: Eine Moth-Jolle mit Foils wiegt mindestens 35 kg, der Segler 75kg, ergibt 110 kg, Die Lis wiegt also das Dreifache, dann müßte der Foil also die 3-fache Fläche haben, müßte klappen, Ich bin aber jetzt zu alt für solche Experimente, müßte aber ein Riesenspaß werden. Wer wagt sich an sowas ran?


    Ich wünsche viel Spaß

    Dierter Gade

  • Hallo Herr Gade,


    schön dass Sie sich hier melden :)


    Experimente mit Foils wären sicher sehr interessant. Vielleicht wäre das mal etwas für eine Studentenarbeit (die Uni ist ja nicht weit weg) solche Foils zu entwerfen. Ob sowas wirklich gefragt ist kann man kaum abschätzen. Bei der Family oder 6.0 denke ich ist es eher uninteressant, bei der Jolle sieht es anders aus.


    Das wäre jedenfalls ein Alleinstellungsmerkmal und ein Hingucker auf jeder Messe :!:

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

  • So, man lernt nicht aus,


    hab mich schlau gemacht. Der Pfeil zeigt an in welcher Richtung die Kugel zu demontieren ist, falls gereinigt werden muss.


    Gruß Hollis :irre:

    Danke Hollis - hatte ich erst jetzt gesehen und jetzt weiß ich auch Bescheid:thumbup:, wenn mal zu reinigen ist! (Wussten wohl meine Ansprechpartner auch nicht)


    Wie versprochen ein weiterer Zwischenstand zu den Lenzrohr - Kugelhähnen: sie sind eingebaut, was dem Vernehmen nach völlig problemlos ging! Anbei Fotos vom Zwischenstand. Die kleinen Röhrchen im Durchmesser 24 mm sind später für die Verlegung des 50 mm2 Kabels Plus auf der einen Seite und Minus auf der anderen vom LiPoFe 200Ah - Block im Bug nach hinten zum E-Motor!

  • Hallo Harald,


    aber darauf achten, das dass Plus Kabel (Rot) auf der Backbordseite verlegt wird. Denn Rot bei Rot. :thumbsup:

    Na ja ein bisschen Spaß :clown: muss sein. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und viel Vergnügen beim werkeln.


    Gruß Hollis :irre:

  • ....nach dem wertvollen Hinweis oben ;) habe ich dann überlegt, ob ich dann das schwarze Kabel grün färben muss, ehe ich dieses verlegen darf - - - - - - - nichts für ungut:dance:!

    So - wie versprochen - ein weiterer Zwischenstand zum Thema Regenwasserablauf Plicht (ab Beitrag #64).

    Da ja der Ablauf in der Plicht in der weißen Umrandung um den rautierten Plichtboden eingebracht werden soll, bleibt nicht viel Platz und man/frau darf sich keinen Fehler leisten. An einer GFK- Platte, die mir die Werft zur Verfügung gestellt hatte, habe ich div. Werkzeuge getestet mit mehr oder weniger Erfolg! Bohrer oder Fräser scheiden aus, weil diese das Gelcoat sehr weit um die Bohrstelle zersplittern ( siehe Bild 1, rechtes Loch:(). Einigermaßen funktioniert es mit den Hartmetallsenkern, aber auch nur, um die Durchführung selbst einigermaßen sauber hinzubekommen.

    Erfolg gibt es mit sehr groben Schleifsteinen, die ich als Kugelschleifer mit dem Durchmesser von 40 mm im Internet gesehen und darüber ergattert habe. Das geht damit wie in Butter, hat aber den Nachteil, dass damit nicht die Form des abgesenkten Ablaufs erreicht wird.

    Hier hat mir der Gade - Mitarbeiter Phillip geholfen, der auf dem Werft-eigenen großen Schleifteller einen Korund Schleifer so hin geschliffen hat, das dieser schließlich genau die Passform hatte (wieder was dazu gelernt, wusste gar nicht, dass das geht:birne:). Damit den Endschliff und ....passt:thumbsup::thumbsup::thumbsup:, siehe Fotos.

    Eingebaut in Sikaflex mit der passgenauen Scheibe und fertig, Wasser marsch:)


    So, jetzt seid ihr wieder dran!!!


    Grüße, Harald


    P.S.: das Ergebnis zeigt i.Ü., dass dieser Einbau auch ohne Aufdickung des GFK funktioniert, wonach der nachträgliche Einbau jetzt noch einfacher geht. Gade hat inzwischen für Interessenten die Bauteile vorrätig!

  • Sehr schön Harald! Super dass der Einfluss absolut tief sitzt und vor dem Abfluss keine Kante ist. Selbst der Einlauf selbst hat ja Gefälle 8)


    Vielen Dank dass du so viel Hirnschmalz und vor allem Zeit investiert hast! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

  • #Hollis: das wird sicherlich so sein, nur mit hochdrehenden Fräsen hast Du in diesem Bereich keinen Platz, da ja sehr nahe an Schwertkasten bzw. Kajütwand! Die hochtourig laufenden Kleingeräte haben meistens keine so große Aufnahme, um dann die doch recht großen Einsätze aufzunehmen! Außerdem wies mich schon Gade auf die Problematik des Ausreißens der Gelcoatschicht hin, wonach das nicht so ohne ist! Mit den Schleifsätzen ist das Arbeiten schlichtweg sicherer!


    #Karl-Heinz : dann Bescheid sagen, wann Du kommst - vielleicht kann man sich ja treffen - - -


    #Sonnenschuss: gerne geschehen und macht ja auch Spaß - als Rentner hat man ja auch etwas mehr Zeit zum basteln und wenn es dann noch auf fruchtbaren Boden fällt, schauen wir mal!

  • ....so, damit es nicht langweilig wird, mal eine "versnobte" Idee zur Aufwertung des Jollenkreuzers:dance::

    Wenn denn der Jollenkreuzer so durch Wind und Wellen peitscht, hat mir ab und zu so etwas der musikalische Background gefehlt, wie zum Beispiel der betagte Ohrwurm: "I am sailing, ...":musik:


    Da ich ohnehin immer schon ein Teakholz - Regälchen in meinem Boot hatte, habe ich dieses auffrisiert (werden überall als Produkt aus Südost - Asien für kleines Geld in Segelshops verkauft) und mit einem Beosound A1 2nd Generation (wasserabweisend!) mit Bluetooth von Bang & Olufsen ausgestattet. Das Regälchen wurde so modifiziert, dass der Beosound dort stoß- und schüttelfest eingeschoben und umgekehrt auch schnell wieder herausgezogen werden kann. Das Gerät ist dort vibrationsfrei gelagert! Direkt daneben passt das IPhone - hier ein 6S, geht aber auch jünger - und die Verbindung ist hergestellt! Wer es braucht, kann dann noch den jeweils zugehörigen Videoclip anschauen - aber dann wird es mit dem Segeln schwierig:ertrink:


    Bis zu 14 Std hält der Beosound und das Handy auch so etwa 8 Std. - dann bin ich zurück. Eine direkte Ladung beider Geräte über meine Bordbatterie ist auch möglich - dann kann ich ca. 6 Wochen ununterbrochen Musik hören:rolleyes:


    Es muss natürlich nicht der Beosound sein mit rund 250,- Euro, da gibt es deutlich preiswertere Geräte. Aber er hat einen guten Klang und mit 2x140 Watt geht das Boot dann auch ohne Wind ab;)


    Grüße, Harald

  • so, ich hoffe Euch nicht mit meinem Beosound verschreckt zu haben - es ist so ruhig geworden;)!


    Aber wie versprochen, wollte ich mich noch einmal outen zu dem Thema Ruderkopfänderung (ab #42 vom 09.10.2020 in diesem Thread). Ihr hattet ja auch verschiedene Ideen mitgeteilt - geworden ist es jetzt nach verschiedenen Überlegungen jetzt so, wie unten angezeigt. Hauptgrund ist, dass es wohl sehr teuer geworden wäre, die Druckgussform nach meinen Vorstellungen zu ändern, sodass jetzt schlicht der vorhandene Kopf herhalten musste:/.


    Aber - es funktioniert und ist stabiler, als ich es mir selbst vorgestellt habe. Trick ist, die Pinne mit einem U-Profil mit 3 mm Wandstärke aus Alu zu verstärken - so scheint es zu gehen. Vervollständigt soll das Werk dann noch mit einem Sicherungssplint, der die Pinne beim Segeln sicher unten hält. Dieser wird durch die beiden "Hörnchen" geführt, die noch übrig geblieben sind.


    Die Pinne steht, wenn hochgesetzt, +/- senkrecht und bleibt auch so stehen und dem Öffnen des Heckdeckels steht nichts mehr im Wege!


    Jetzt seid Ihr dran - noch Verbesserungen oder Vorschläge?


    Grüße, Harald

  • Rein optisch sieht das doch sehr gut aus! Falls es zu der Hausmesse kommt werde ich mir das in Aachen live ansehen.


    Muss jetzt der Ruderkopf dann immer nachträglich aufgesägt werden?

    Ob das bei meiner Alu-Pinne auch klappt?


    Bei meiner Holz-Allergie ^^ kommt mir sowas nicht an Bord ;)

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

  • das hat direkt mehrere Gründe:


    - die Bohrung hinten ist recht knapp im Holz, da ist nur noch wenig Fleisch - das war mir schlicht zu wenig, wenn es länger halten soll. Ich musste mich ja gemäß Werft an die Vorgabe des alten Kopfes halten, in dem sich die Pinne nach hinten stark verjüngt. Anders hätte ich auch nicht einen Drehpunkt hinbekommen mit der Verbindung, dass die Pinne dann senkrecht stehen bleibt und nicht nach hinten kippt (ist jetzt so profiliert, dass über 90° nicht geht).


    - Beim Drehen sollte nicht Holz auf Alu reiben - das wird nie etwas. Egal ob lackiert oder gebeizt hinterlässt dies unschöne Spuren, an der dann auch schnell die Witterung ansetzt


    -aus dem gleichen Grund schützt dann auch das Alu gegen den noch zu montierenden Anschlag, der beim Segeln gegen unbeabsichtigtes Hochziehen der Pinne sichern soll


    - das Aluprofil ist im Radius hinten jetzt so angefertigt, dass dieses kurz vor der Senkrechten auf dem Ruderkopf schleift (das Holz springt da etwas zurück). So schleift schlimmstenfalls Alu auf Alu, was kein Problem ist, hat aber den Vorteil, dass die Pinne dann auch in der Senkrechten stehen bleibt


    - sah im Moment so am besten aus, da der Holzpinnen - Charakter nicht verloren geht (wenn man/frau auf so etwas steht)


    Natürlich wird so das Profil der Pinne selbst etwas geschwächt von derzeit 35 auf dann 29 mm. Das müsste an für sich noch reichen. Allerdings ist der Übergang statisch natürlich im ungünstigsten Punkt, sodass ich mir überlegt habe, um die Hebelkraft in diesen Übergang zu reduzieren, das Profil später mal ggfls. schlicht zu verlängern und nicht - wie jetzt - im Bereich Übergang Ruderkopf enden zu lassen. Das ist kaum mehr Arbeit und vom Material auch unerheblich. Zur Aufwertung kann ja später noch das Signum der Lis in das Alu eingraviert werden:thumbsup:


    Grüße, Harald

  • Die Änderung des Ruderkopfes wird viele Vorteile bringen, es kommen allerdings immer neue Ideen und "Problemchen".


    Im Gespräch sagte Harald gestern dass ja zum Hochklappen der Pinne der Niederholer vom Ruder gelöst werden muss. Daran haben wir vorher nicht gedacht.

    Das ist Mist denn wenn man beim Segeln die Pinne mal eben leicht über den Außenborder heben möchte oder um mal eben die Backskiste zu öffnen (mit dem künftigen Scharnier ja kein Problem) um einen Fender rauszukramen, möchte ich ja während der Fahrt auf keinen Fall der Ruder aufholen. Also bin ich direkt in den dunklen Keller und habe mir das Ruder nochmal angesehen. Klar ist dass die Arretierung der Hoch- und Niederholer am Ruderkopf erfolgen muss. Beide Leinen kommen aus einem Loch und da liegt die Lösung, dort müssen 2 Klemmen hin! Nach direkter Besprechung mit Harald sieht er da auch schon eine Möglichkeit dort ein Blechwinkel einzubauen.

    Jetzt fehlt dort noch die richtige Klemme. Kammklemmen wären wegen der geringen Breite besser, ich bin aber eher für gute Curryklemmen.


    Bisher haben wir noch nicht die richtigen gefunden.


    Hier sind verschiedene, aber teilweise ohne Angabe von Maßen oder einfach viel zu groß:


    Doppelklemme Laser


    sehr gute Curryklemmen leider bei Stück etwas breit


    recht schmal aber fragliche Klemmfunktion


    so wäre perfekt allerdings vieeeeeeeel zu groß



    Das Loch ist 35mm breit und hier müssen die Klemmen hin:





    Mein Favorit ist momentan die ServoCleat-Klemme, die müssten vielleicht leicht verdreht angebracht werden damit die dort hinpassen,



    Das nächste kleine Problem habe nur ich mit meiner Pinnenarretierung. Unter der Pinne habe ich eine kleine Bügelöse an der jeweils eine Leine unten auf eine Curryklemme geht um das Ruder festzustellen. Das ist sehr sehr praktisch und funktioniert perfekt!




    Problem ist dass wenn ich die Pinne später anheben möchte diese dann vielleicht bei 45 Grad stoppt weil die Leinen dann zu kurz sind.

    2 Lösungen wäre einfach aber nicht perfekt. Entweder könnte ich längere Leinen nehmen oder einfach 2 Mini-Karabinerhaken einhaken.

    Besser wäre eine Öse die mit einem Schnellverschluss abnehmbar wäre. Vielleicht ein Ringbolzen mit irgendeinem Schnellverschluss? Ich dachte auch mal an diesen Beschlag vom Baumniederholer zum Einhängen, der ist aber nicht seitlich fest wenn eingehängt.

    Wenn klein genug ginge vielleicht eine verstellbare Öse vom Spibaum oder ein Mini-Holepunktschlitten der mit einem kleinen Knopf abnehmbar wäre. Bisher sind alle gefundenen Beschläge zu groß dafür :(

    Schlitten mit Knopf (zu groß)


    Das letzte Problemchen sind die Auf- und Niederholerleinen selbst. Wenn die dann direkt am Ruderkopf arretiert werden müssen die ja trotzdem eine gewisse Länge haben (15 cm Weg zwischen auf und ab) und noch genug Leine um gut anzupacken. Wenn die Leinen dann vielleicht 50 cm (also halbe Pinnenlänge) aus dem Ruderkopf rauskommen müssen diese ja irgendwie fest sein damit die nicht herum fliegen.

    Da wären kleine Clips nötig um die Leine unter der Pinne (möglichst unsichtbar) zu halten.

    Möglich wäre vielleicht auch ein Stück Kabelkanal (Alu) mit Klappfunktion?

    Bisher habe ich da noch nicht gefunden ...


    Bitte teilt eure Ideen, mit den richtigen Beschlägen bekommen wir da was ganz feines hin 8)

    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P

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  • Für das letzte Problem (Wohin mit der überschüssigen Leine vom Auf- und Niederholer) wäre eine einfach Lösung auch denkbar:


    Man könnte für beide Funktionen ein und die gleiche Leine nehmen (also förmlich endlos oder ein Ring - ich hoffe man versteht mich). Damit diese Schlaufe nicht an Deck liegt dann einfach einen kleinen Haken mit kurzem Gummi unter die Pinne.


    Etwa so:



    Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende :P