• Aufgrund des Beitrags von Harald unter dem Thema "Anfängerfragen" möchte ich hier anregen, daß Lis-Segler ihre "Modellpflege" unter diesem Thema präsentieren. Die Ausführungen von Harald sind weitestgehend verständlich, aber einiges wäre mit Fotos noch besser erklärt. Die angedeuteten Themen zur Bodenseefock, zum Fockroller und zur Schwert-Aufholevorrichtung machen mich neugierig.

    Von anderen Seglern (Christian, Sonnenschuss) habe ich ebenfalls interessante Verbesserungen mitbekommen. Es wäre schön, wenn alle diese Ideen hier mit Fotos und Erklärungen den übrigen Lis-Seglern zugänglich sind.

    Grüße

    Karl-Heinz

  • Also eine Bodenseefock ist für den Bodensee immer noch nicht nötig,

    Die Fläche wird am Bodensee in der BSO als projezierte Fläche Dreiecksfläche berechnet.

    Sichtbare Flächen von der Seite! Da kommt man niemals auf 12 qm!


    Problematischer ist es mit dem Motor; nur bis 2,5 PS (?) ist zulassungsfrei!


    Ich empfehle hierzu die aktuelle BSO zu lesen.

    Grüße
    Wolfgang


    die Crew der G1644 :dance00:
    Wo wir sind ---- ist Flaute!

  • Mir fehlt eindeutig eine Verstellmöglichkeit der Mastspannung auch während der Fahrt. Der Hebelspanner der Legevorrichtung ist da ungeeignet.


    In 3 Wochen bin ich beim Gade, da werden wir einen Taljenkasten testen: https://www.compass24.de/deck/…3F4QzuEAQYCiABEgLSIPD_BwE


    Außerdem ist die Reffeinrichtung unbrauchbar. Die Rollen am Baum sind zu weit achtern, der Zug von hinten wird nicht abgefangen und die Kordel am Mast ist hoch belastet.

    Ich habe vorne einen ganz einfachen Schnapphaken als Reffhaken, hinten binde ich einfach. Dafür mache ich noch eine zweite Kunststoffklampe gegenüber der anderen hin. Das originale Reff funktioniert im 2. Reff sowieso nicht.



    Ich habe mir eine Pinnenarettierung überlegt die perfekt funktioniert und als günstige Option und Nachrüstmöglichkeit angeboten werden sollte. Einfach 2 Curryklemmen mit Bügel (Achtung, der Bügel muss drunter sein damit die Leine in der Klemme bleibt --> Perfekt ist die Servo Cleat 3-7 mm).






    Immer her mit euren Verbesserungen!

  • Eine Sache sollte bei der Family unbedingt mal geändert werden:


    Die Pfütze vor der Kajüte!


    Obwohl hecklastig bei aufgeholtem Schwert, fließt das Wasser nicht von vorne nach hinten in die Lenzrohre. Trotz der Ganzpersenning läuft immer mal Wasser vor allem am Reißverschluss rein und selbst da habe ich eine Pfütze.


    Vielleicht würde schon etwas Gefälle an außen und dann eine Rille mit Gefälle nach Achtern reichen?


    Hat die neue 6.0 das Problem eigentlich auch?

  • ....be der 6.0 weiß ich es nicht, kann mir aber vorstellen, dass hier das Wasser abläuft, da auch wieder deutlich hecklastig!


    Du hast recht, dass die Pfütze absolut untragbar ist, zumal nach Starkregen bei mir auch schnell mal mehr wie 5 cm Wasser am Schot zur Kajüte anstehen! Das ist bei mir deshalb auch so stark, weil ich durch Akku vorne und nur 30 kg Ballast den Spiegellabriss - wie es auch sein sollte - exakt im Wasserspiegel habe.

    Dadurch saugt sich das Boot auch nicht mehr fest und die Segeleigenschaften sind deutlich besser.


    Gade kam mit der Idee, Abläufe im Bereich Kajütschott/ Schwertkasten zu montieren. Ich habe mal nachgemessen - das geht nicht, da schon mit einer Person, die vorne sitzt oder gar 2 Seglern ein solche Abfluss unter der Wasserlinie läge=O

  • In der Plicht fehlt mir (zumindest beim Wandersegeln) Platz zum Stauen. Ich habe die Backskiste offen gelassen und den Deckel unten in der Kiste versenkt. So kommt man gut an Leinen und Fender. Der Backskistendeckel ist irgendwie sehr unpraktisch.

    Wenn ich die Sitzbänke sehe ist dort noch viel Platz drunter. Die Auftriebskörper nehmen lange nicht so viel Platz ein.

    Dieser Bereich könnte m.E. von der Kajüte her besser genutzt werden und von der Plicht könnten zumindest kleine Schwalbennester (z.B. für Leinen) integriert werden.

    Irgendwo habe ich im Forum gelesen dass für eine 6.0 richtige Backskisten mit Deckel gemacht wurden.

    Hier ist im Vergleich zur Konkurrenz noch Potential. Es braucht nur gute Ideen und auch eine gute Umsetzung. Vielleicht gibt es auch etwas zum Nachrüsten.

  • ..wird schwierig werden mit den Sitzbänken. Bei mir sind die nämlich - da hatte ich seinerzeit viel Wert drauf gelegt - wirklich abgeschottet, sodass unabhängig von den Auftriebskörpern dort kein Wasser reinlaufen kann. Von der Kajüte aus habe ich in die geschlossene Schottwand Plastikdeckel mit O-Ring einbauen lassen, so, wie diese auch im Kanubereich montiert werden. So komme ich noch an die im Bereich der Bänke montierten Beschläge!


    Der Deckel von der Backskiste ist wahrhaftig umständlich - aber da ist mir bisher auch noch nichts eingefallen. Vielleicht Plicht verlängern und Kisten seitlich - aber das wäre schon eine größere Änderung! Hätte allerdings auch den Vorteil, gegen die Hecklast anzusteuern!

  • Backskistendeckel:

    ... eine Möglichkeit , den Ruderkopf zu verändern. Wenn man die Pinne nach oben anheben könnte bzw. klappen. So könnte man ohne große Schwierigkeit den Deckel anheben und den Inhalt aus der Backskiste nehmen. Zur Not kann noch eine Sicherung angebracht werden so das die Pinne beim segeln sich nicht nach oben schiebt.


    Hollis :irre:

  • ......Auf-und Niederholer könnte man ja länger lassen. Ich sehe nur in der Möglichkeit des anheben der Pinne, dass man auch wieder schnell steuern kann. Auch während des segeln wäre die Möglichkeit dies zu machen. Zwar nicht bei Stärke 6 aber beim Kaffeesegeln bestimmt. Auch im Hafen hätte man bei einem Jollenkreuzer oder der Family mehr Platz in der Plicht.


    Gruß Hollis :irre:

  • .... ist sicher richtig und eine sehr gute Idee:

    hierfür müsste ja an für sich nur der Bereich der Pinnenhalterung im Ruderkopf modifiziert werden. Wenn das dort verstärkt würde und die Pinne mit einem Bolzen gesichert wäre, könnte die Pinne, drehbar um diesen Bolzen sogar mit gesetztem Auf-/Niederholer nach oben gestellt und wieder schnell abgesenkt werden - genial.

    Werde weiter darüber nachdenken und ggfls. mal mit Gade philosophieren - die lassen ja die Ruderköpfe ohnehin für sich von einer Gießerei speziell herstellen, sodass Modifizierungen ja wohl kein Problem sein dürften!

    Wäre in vielen Situationen wahrhaftig eine Erleichterung - wie oft habe ich mich auch schon über das "Hindernis" geärgert!


    Grüße, Harald

  • Toll wäre es wenn der Backkistendeckel 2-teilig wäre und jeweils zur Seite mit einem Scharnier weggeklappt werden könnte. Wenn dann die Pinne noch noch oben schwenkbar wäre, dann könnte man auch während der Fahrt mal eben schnell an die Kiste.

    Super wäre dass wenn der Deckel offen wäre die Pinne auch im gesenkten Zustand drüber schwenken würde. Schwierig würde bestimmt der Ablauf des Regenwassers, das musste durch eine kleine Rinne zwischen den beiden Teilen nach vorne oder hinten ablaufen.


    Für 2 weitere Dinge habe ich auch noch keine Lösung und zwar Verstaumöglichkeit für das Steckschott und den Tisch. Das Schott schiebe ich immer umständlich (in einen Sack verpackt weil ohne zerkratzt es total) unter den Plichtboden. Perfekt für Neubauten wäre eine Art Kassette (leider ist unten kein Platz wegen dem Schwertkasten). Karl-Heinz hat eine feine Klapptür gebaut, die ist auf jeden Fall auch praktischer.


    Der Tisch ist auch ein Problem. Das Brett für die Schlaffläche passt gut vorne unter die Polster, der Tisch geht leider nicht weil der Beschlag das Polster zerstören würde. Vielleicht wäre da unter dem Vordeck eine Schiene zum Reinschieben eine Lösung?

  • ... also wer Probleme mit dem verstauen hat, beim Schiffsausrüster M. P. in Tucksdorf kann man einen Dachgepäckträger für das Kajütdach erwerben :roflrofl: . Preis 68,37 €.

    Der krumme Preis ergibt sich durch die Mehrwertsteuersenkung................................................ Dummes Zeug aus :klatsch: .



    Viel Spaß bei der Bestellung, Hollis :irre:


    Niveau ist keine Creme und Stil nicht das Ende eines Besen!  :ill:

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  • Hallo Lis - Fans,


    ich möchte nunmehr - Stück für Stück (oder Beitrag für Beitrag) - nachfolgend alle meine Änderungs- oder Verbesserungsvorschläge mit Fotos nachtragen, so, wie Karl - Heinz das hier in seinem ersten Beitrag richtigerweise angeregt hatte:thumbup:.

    Ich hatte beim ersten Mal nicht alle Fotos, sodass ich das nun nachtragen will! Natürlich sagt jedes Foto viel mehr aus, als die umständlichen Beschreibungen.


    Es handelt sich um insgesamt immerhin 9 (!) verschiedene Veränderungen am stehenden und fallenden Gut sowie am Schiff selber. Alle Vorschläge wurden im Übrigen der Werft mitgeteilt und von dort auch teilweise inzwischen umgesetzt. Hiermit möchte ich jeden Lis Segler an den Ideen teilhaben lassen und hoffe auf rege Diskussion. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass alle Vorschläge ohne Gewähr sind und folgerichtig daraus keine Haftung abgeleitet werden kann!


    Die Ideen sind mit laufender Nummer der Beiträge gekennzeichnet


    14 Fockschot Führungen


    Montage von Spinlock Cam Cleat PXR 0810/SW statt der unhandlichen Curryklemmen für die Fockschoten! Das ist ein Gedicht, denn egal ob vorne oder hinten sitzend geht der Beschlag wegen der Drehplatte mit - kein umständliches Einhängen in die Klemme mehr, was ja je nach Sitzposition geht oder auch nicht (die früher auf der Curryklemme werksseitig montierten Bügel haben ohnehin die Meisten direkt entfernt, da die Fockschot, insbesondere bei Leichtwind, festhing. Einfaches Fieren und Dichtsetzen, einfaches Bedienen des Festsetzen oder Lösen (Einstellbar!) durch Bewegen der Schot nach oben oder unten. Leichtgängigkeit der Fockschoten durch saubere Führung. Gute und schnelle Erreichbarkeit der Fockschot - Enden, wenn man - wie ich - diese auch mal loslässt. Sicheres und schnelles Fock-Einrollmanöver, da - eben nichts mehr irgendwo hängt (siehe oben). Die werksseitig montierten Umlenkblöcke habe ich zur Angleichung mit HDPE 900 schwarz unterlegt. Kosten allerdings rund 150,- Euro - allerdings war es das echt wert! Gade hat sich diese Beschläge inzwischen kommen lassen und auf dem neuen Messeboot montiert!

    Zur Montage ist der Hinweis zu geben, dass das Gelcoat unter meiner Umlenkrolle gerissen war und im Bereich der Verschraubung undicht. Die Umlenkblöcke haben auf der Unterseite 2 Nietköpfe, die erhaben sind und sich natürlich dann ohne Unterlage ungeschützt in das Gelcoat drücken können. Da werftseitig alles mit Silikon (statt z.B. Sikaflex) eingedichtet ist, hält dies nicht lange, sodass Undichtigkeiten im Bereich der Verschraubung vorprogrammiert. Alle 4 Beschläge, die ich demontiert habe (Curryklemmen und Blöcke) waren lose (wahrscheinlich wieder zu heftig gesegelt8o).

    Je nach Ausbauvariante sind die Schots innen in der Kajüte teilweise oder gar nicht vorhanden. Hier muss man mit etwas Geschick hineinkriechen, um die Muttern und Unterlegscheiben zu den Schrauben der Beschläge zu fassen. Geht somit nur mit 2 Personen, eine schraubt außen und die zweite liegt in der Kajüte:rolleyes:, aber das Ergebnis mit dann in Sikaflex abgedichteten Beschlägen lässt sich sehen. Sollte ein Loch verbleiben (ich hatte meine durch die Beschläge abgedeckt bekommen) reicht m.E. dass Abschmieren mit weißem Sikaflex!

  • 15 Änderung der Reffeinrichtung



    Die werksseitig montierte "automatische" Reffeinrichtung habe ich verworfen bzw. demontiert, da nie vernünftig funktioniert! Das Segel stand schlecht, da schon das Auge am Vorliek viel zu weit von der Mastnut weg ist. Das Segel hatte Falten und der Baum hin typischerweise nach hinten ab.

    Nun bin ich mit einem Trick zur Altvätermethode zurück, indem ich einen Reffhaken aus einem Schwanenhals Spanner 6mm gebaut habe und diesen durch die noch verbleibende Öffnung im Lümmelbeschlag geführt habe. Den Schwanenhals - Spanner habe ich dazu eingekürzt und mit einem 2 mm Sicherungsring (2,5 mm Bohrung am Ende des eingekürzten Spanners) versehen - fertig!

    Nun kann ich endlich das Segel vernünftig durchsetzen ohne Verzug des Vorlieks, kann das Unterliek sehr gut durchsetzen und sichere den Rest des Segels einfach mit im Segel eingebundenen Zeisingen. Das Segel steht wie ein Brett, ohne Falten und der Baum neigt sich kein bisschen mehr nach unten. Das Segeln mit diesem Reff macht viel Spaß - das Boot ist genau so schnell (gestern bei 11 kn Wind Gleitfahrt mit 7,4 kn !!!), wenn nicht sogar schneller, da nicht mehr sofort gefiert werden muss bei einfallenden Böen. Ich segele hier noch alleine ohne Probleme mit 20 - 22 kn Wind, ohne Sorgen zu haben, dass es mich erwischt, zumal so die Luv-Gierigkeit auch deutlich reduziert wird.

    Kosten 11,50 Euro, die Zeisinge habe ich mir selbst gebastelt!

  • 16 Kleinere Fock ("Bodensee - Fock"


    Thomas und ich (wir segeln hier viel gemeinsam) haben uns entschlossen, eine sog. Bodenseefock zu fahren. Passend zu seinem Boot hat er eine rote und ich entsprechen eine blaue Fock installiert (die Holländer sind hier ganz begeistert, weil sie meinen, wenn wir nebeneinander sind, Reklame für ihr Land zu fahren - das gibt sich schnell, wenn ich dann erkläre, dass sie sich verguckt haben und wir nicht für Holland, sondern Frankreich geflaggt haben8o)

    Die Bodensee - Fock führt dazu, dass nun erheblich mehr Höhe gelaufen werden kann, das Boot nochmals stabiler läuft und das Handling beim Umsetzen erheblich einfacher ist! Ich habe den Eindruck, dass auch die "Düse" wirksamer ist - ich fiere bei Böen mehr die Fock und merke, dass kaum noch Ruderdruck vorhanden ist. Gerade als Einhandsegler m.E. eine echte Alternative - wenn man/frau den Starkwind liebt!

    Kosten ca. 350,- Euro - bitte Preis bei Gade nachfragen!

    Um hier nicht Wolfgang aus der Reserve zu holen, ist der Terminus nur aus der Zubehörliste entliehen, da dort als solche geführt. Wie weit nun und was am Bodensee notwendig ist, habe ich damit nicht beschrieben !


    Es macht uns beiden jedenfalls viel Spaß mit der neuen Fock und die meisten finden, dass die beiden Lissen so ein echter Hingucker geworden sind. Zumindest werden wir von verschiedenen Seiten nun angesprochen, was das denn für ein tolles Segelschiff wäre:thumbsup:, aber seht selbst:


  • 17 Einbau eines Vorliekstreckers


    Ein ewiges Thema ist das Vorliek des Hauptsegels, da das Kedertau im Laufe der Zeit schrumpft. Das führt zu den unschönen Mikrofalten im Bereich des Keders und der Schwergängigkeit beim Segelsetzen. Weiterhin ist genau dies wesentliche Ursache für die hier schon öfters diskutierten Diagonalfalten und den hängenden Baum.

    Ich habe das Hauptsegel von Thomas und mir persönlich beim Segelmacher "De Jong" vorgestellt, der selber überrascht war über dieses Problem. Er hat einen neuen Keder eingezogen mit dem Ergebnis, das bei dem Hauptsegel von Thomas sage und schreibe ein nun 15cm längeres Vorliek generiert werden konnte, bei mir waren es nach 2 Jahren (!) immerhin schon 5 cm.

    Um diesem Problem entgegenzuwirken, habe ich den ehemaligen Baumniederholer umfunktioniert (habe ich und andere jedenfalls noch nie gebraucht), schlage diesen am Mastfuß und am Lümmebeschlag an und kann nun sauber durchsetzen: das Segel steht wie eine "1"! Kosten nichts:)!

    Hierzu muss die Edelstahlhalterung, die im Aludruckguss - Beschlag (schwarz) mit Bolzen gesichert ist, etwas zurück geschliffen werden. damit die beiden Lochbleche dort mit aufgenommen werden können.

  • 18 Schwertniederholer bzw. Sicherung des Schwertes


    die bei allen Lissen dort vorgesehene Juniorklemme ist unterdimensioniert und fehl am Platz, da eine solche Klemme ohnehin ausschließlich auf Zug funktioniert. Und der ist in den meisten Fällen ja nicht vorhanden, sodass das von der Werft dort eingebaute Seil immer lose in der Plicht "rumlümmelt";( und dann auch immer im Weg ist!

    In meinem Fall hatte die Werft die Juniorklemme dann auch noch verkehrt herum angenietetX/, sodass ohnehin das Ausbohren der Nieten angesagt war!

    Mit einer Schnellklampe alles kein Problem mehr. Diese Spezialklampe aus Kunststoff stört auch nicht mehr so im Fußraum und der Tampen bleibt da, wo er hingehört und ist im Notfall (beispielsweise bei einer hoffentlich nicht vorkommenden Kenterung) schnellerreichbar und einfach durchzusetzen (das Schwert soll ja in einem solchen Fall nicht mehr zurückschlagen können)!

    Die Klampe habe ich zur Vorbereitung der Montage auf der Montageseite nochmals gut 5 - 6 mm runtergeschliffen, sodass der Seilzug noch besser klemmt und der Auftrag noch weiter reduziert ist. Nicht verhindern lässt sich das Bohren eines neuen Loches, da die Abstände hier nicht reichen und nur eines der Löcher der Werft Wiederverwendung finden kann. Achtung: beim Bohren dringend darauf achten, nicht den Schwertkasten mit zu durchbohren. Dort laufen nämlich Form der Plicht mit dem dahinterliegenden Kasten zusammen. Also gerade soweit bohren (ca. 5 - 6 mm), bis der Bohrer etwas durchfällt und gut ist!!! Ansonsten bitte bei der Werft nachfragen oder von denen montieren lassen!

  • 19 Schwertaufholer


    Eine alte Thematik ist auch der sehr schwergängige Schwertaufholer, der naturgemäß durch kurzen Hebelweg und bei vielen mit 80 kg Ballast eine echte Herausforderung ist. Insbesondere ist das umsetzen beim hochziehen ein Kraftakt, bei dem aufgepasst werden muss, das die mühsam eingeholte Strecke nicht wieder verloren geht, zumal darüber hinaus die Hände bei diesem Kraftakt und der nur 6mm starken "Schnur" jubeln;(.

    Hier habe ich eine weitere Umlenkung eingebaut, die vor allem dazu führt, dass das Seil durch die obenliegende Juniorklemme zwangsgeführt wird. So muss nicht mehr die ganze Zeit das Seil gezogen werden - man/frau kann mal loslassen, ohne das das Schwert zurückschlägt.

    Weiterhin kann von allen Seiten gezogen werden, sodass (wie sich das ja auch gehört) nun leicht während der Fahrt gefiert und dicht gesetzt werden kann. Der Umbau ist relativ einfach, die Beschläge für überschaubares Gelde erhältlich, ein längerer Bolzen passt genau und der Beschlag stört nicht (wurde auf dem Schraubstock etwas "zurechtgebogen/vergewaltigt";)

  • 20 neue Stagreiter


    Über die viel zu großen Stagreiter - ganz besonders bei der Rollfock - haben sich schon viele beschwert, zumal es bei den vom Segelmacher eingesetzten Messingbeschlägen zum sehr unschönen Abrieb mit der Folge des eingeschwärzten Segeltuches kommt.

    Ich habe hier auf der Messe Schäkel mit Imbusverschraubung gefunden, die in der kleinsten Version gerade einmal 25 -30 mm groß sind! So lassen sich diese erheblich besser mit einrollen, da diese bei weitem nicht so stark auftragen, als die klobigen Beschläge, die der Segelmacher mitgibt!

    Eine Beschädigung oder Verfärbung des Segels ist so ausgeschlossen.

    Einzigster Nachteil ist, dass halt ein Innenimbus gebraucht wird, um diese zu lösen - bei den meisten kein Problem, da diese ohnehin einen Fockroller haben und das Segel dort lassen, wo es gerade ist!


    jetzt brauch ich erst einmal Pause, der Rest später (HTF-Dyneema Pro SK78 silber/Kanirope, Seilklemme auf laufendem Drahtseil, Spinlock Pinnenausleger)