Lis-Anschaffung

  • Lieber Michl, liebe alle,

    ich konnte nicht in meinen alten Beitrag reinschreiben und beginne daher hier einen neuen...

    Ich habe mir in der Zwischenzeit einen Minn Kota Endura Motor, wie von Michl empfohlen, zugelegt, in den ich mich sofort verguckt habe... Leider ist der damit gelieferte Akku sauschwer, so dass ich ihn kaum tragen kann. Gibt es auch kleinere Akkus dazu, die was taugen? Verstehe ich das richtig, dass ich den Akku immer zu Hause auflade, dann zum Boot schleppe und den Motor dann anklemme? D.h. der schwere Akku ist dann immer mit im Boot?? Wird das Boot nicht sinken???


    Dann traue ich meiner Masthalterung nicht. Gibt es da professionellere, vertrauenswürdigere Vorschläge? ...versuchr gleich mal ein Bild anzuhängen.


    Und dann noch zwei Frage: welche Größe hat die Bauplane, die einige von Euch als Kuchenbude nutzen?

    Und -Die Aufhängung für die Vorhänge betreffend -Michl, hast du dafür Löcher gebohrt, oder geht das auch zu kleben?


    Ich danke Euch!

    Liebe Grüße Claudia

  • Hey Claudia,


    so ist das nun mal mit den E.-motoren, einige sagen ein Benziner ist zu schwer und legen sich einen E.-motor zu. Nur wenn ich mir das Gewicht von Akku bzw. Batterie anschaue plus Motor, dann bevorzuge ich doch einen Benziner. Wenn ich am Liegeplatz oder wo auch immer keine Möglichkeit habe meine Batterie zu laden und sie immer zu Hause aufladen muss, nehme ich bei einem Benziner den Kanister und hole damit Energie. Wer mir erzählen will das Benziner zu schwer sind, ein E.-motor wiegt so je Stärke 7-10 Kg plus 75 Ah Akku ca. 24Kg, entspricht ungefähr dem eines 2,5 PS Motor. Bei einem 120 Ah liegt der Akku schon bei ca. 36 Kg :mukkies: . Dafür kann ich mir schon einen 4 PS Motor anhängen.

    Gut wenn ich auf meinem Revier keinen Spriti benutzen darf ist das eine andere Sache, auf einigen Revieren (Schutzgebiete) darf ich auch nicht jeden Akku benutzen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit die Batterie mit Solarzellen zu laden. aber wie lange dauert es denn bis sie wieder vollgeladen ist. Klar werden jetzt die Antworten kommen das man damit zurecht kommt. Nur habe ich auf einem Jollenkreuzer nicht den Platz um reichlich Solarzellen anzubringen, um das Ganze wieder schnell zu laden.


    In deinem anderen Beitrag suchst du eine Persenning, zum Transport oder wenn das Boot mit gesetzten Mast am Liegeplatz ist?


    Gruß Hollis :irre:


    Probleme sind Gelegenheiten, zu zeigen was man kann. :ill:

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  • Hallo Hollis,

    danke für Deine Antwort... das ist ja echt frustrierend mit dem Motor. Viel zu schwer und so für mich nicht möglich. Wahrscheinlich habe ich die 36 kg Variante, muss ich mal wiegen.


    Ich benötige eine Persenning für den Liegeplatz mit gesetztem Mast. Es steht unter Bäumen...


    Viele Grüße Claudia

  • Moin auch,


    wenn du eine Persenning benötigst die du bei gestellten Mast verwenden kannst wird es wohl etwas schwierig. Denn der Reißverschluss muss ja für den Mast schon genau sitzen. Aber vielleicht hast du ja Glück.

    Gade verkauft welche, oder beim Sattler anfertigen lassen. Vielleicht kannst du ja einmal mit einem Sattler sprechen ob er dir einen Reißverschluss in eine Persenning einnähen kann. Es gibt solche Universal-Persenning im Zubehörhandel schon für ca. 100,- €.


    Viel Glück Hollis :irre:


    Wenn ein Mann zurück weicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können. :ill:

  • Hallo Claudia,


    ich breche dann mal eine Lanze für den E-Motor - für mich gibt es nichts besseres, insbesondere mit dem Minn Kota Motor. Der läuft nämlich absolut leise bis lautlos und es ist ein unbeschreiblich angenehmes Fahren mit uneingeschränkter Beobachtung von Natur und Umgebung! Jeder, aber auch jeder Benziner ist laut, hat unangenehme Vibrationen (besonders die neueren Viertakter!), brauchen stinkenden Sprit und Öl und ...wenn Ihnen etwas nicht passt, springen sie schlecht oder überhaupt nicht an und dies zu einem Zeitpunkt, wo man/frau dies überhaupt nicht brauchen kann,

    Nun habe ich schon viel zu meinem Minn Kota Endura mit der LIPo Batterie geschrieben. Ich verweise auf Artikel im Anzeiger oder hier im Forum.

    Ich habe keine Last mit meinem 200 Ah Block, der "nur" 36 kg wiegt und fest im Bug eingebaut ist (nun schon seit 2 Jahren). Das Mehrgewicht habe ich eingespart im Ballast, da ich nur mit 30 kg fahre. Damit ist das Boot wesentlich besser getrimmt und liegt bei weitem nicht so tief mit dem Heck im Wasser - ein grundsätzliches Problem der Lis ganz besonders, wenn der Benziner noch am Spiegel hängt!!!

    Also grundsätzlich ist kein Wuchten der Batterie notwendig. Im Winter bekommt Sie etwa alle 3 Monate eine Erhaltungsladung und fertig!

    Mit dem 200 Ah habe ich eine gute Reichweite um 40 km und meine Lis läuft damit knapp an die 4 Knoten - das hat mir zumindest bisher noch immer gereicht. Und die Segeleigenschaften haben sich ganz erheblich verbessert - das Boot kommt z.B. deutlich schneller zum Gleiten, da es sich eben nicht im Heck festsaugt.

    Ich würde also in Deinem Fall, Claudia, auch an einen Festeinbau denken. Die heute erhältlichen Ladegeräte sind leicht und problemlos händelbar (z.B. Victron). Die beiden Gleichstromkabel für Plus und Minus habe ich jeweils Back- und Steuerbord verlegt (Achtung: mind. 50, besser 70 mm2 - Ohmsches Gesetz).

    Bei Touren hier in unserer Gegend in Holland gibt es inzwischen immer Möglichkeiten, zu laden. Und wenn das Boot auf geslippt ist, ist es ja ohnehin kein Problem.

    Einen Wermutstropfen hat diese Lösung allerdings, die ich hier nicht verschweigen will und kann: die Lösung ist nicht ganz billig und insgesamt bei dem von mir verwendeten Akku gut doppelt so teuer, wie ein vergleichbarer Benziner!

    So weit erstmal, bei Fragen gerne zurückmelden!


    Grüße, Harald

  • Hallo Harald,


    du bist ein Fan von E.-motoren. Gut so. In einigen Sachen muss ich dir leider wieder sprechen. Spritmotore brauchen wie du es ausdrückst stinkenden Sprit und Öl klar. Mein Viert-Takter verbraucht kein Öl und er läuft auch vibrationsfrei. Springt sofort an und macht keine Probleme, bei einer Guten Wartung.

    Ich brauche auch nicht weniger Ballast (nur Profilschwert). Wenn ich natürlich in der Backskiste den Anker, Ankerseil mit Kette, Leinen usw. packe, plus Motor soll es wohl sein das die Lis mit dem Heck tiefer eintaucht. Und wenn du es einmal beobachtest, fast alle Steuerleute sitzen sehr weit hinten. Hinten sitzt der Bremser nicht nur im Bob.

    Hast du schon mal darüber nachgedacht wieviel CO2 bei der Herstellung der Akkus freigesetzt wird? Da muss mein "Stinker" viel Sprit für verbrauchen.

    Eine Frage am Rande, fährst du auch ein E-Auto?


    Gruß Hollis :irre:



    Wo ich bin, ist Lee! :ill:

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  • Hallo Claudia,

    der Harald hat mit seinem Beitrag vollkommen recht: Überlege, die Batterie irgendwie vorne im Bug zu befestigen. Wenn Du handwerklich nicht so gut drauf bist, macht Dir das irgendeine Werft in der nächsten Winterpause (z. B. auch die Gade-Werft).

    Solarzellen auf dem Kajütdach eignen sich nur zur Ladungserhaltung bei langen Liegezeiten im Hafen, das ist keine praktische Option für den Fahrbetrieb.

    (Ich selbst fahre einen 2.5 PS-Benzin-AB und habe für das Fahrtensegeln zusätzlich eine Batterie im Bug eingebaut, für Licht, Radio, GPS usw., Bilder zum Einbau findest Du hier im Forum).

    Grüße

    Karl-Heinz

  • Hallo an alle,

    ich bin Segelanfänger und seit dem 12.Mai 2020 Besitzer einer Lis 6.0 mit 1,5 PS E-Motor.

    Bisher bin ich nur auf dem Altmühlsee der Fränkischen Seenlandschaft gesegelt.


    Hallo Claudia,

    zu meiner Ausrüstung habe ich auch eine Ganzpersenning mit Reissverschluss für den Mast gekauft, die ich aus heutiger Sicht wohl nicht benötigen werde, weil das Boot bei längerem Nichtgebrauch in der Garage steht.

    Neupreis bei GADE € 798,-. Falls Du auch eine Lis 6.0 hast, können wir über den Preis noch reden.


    Hallo Karl Heinz,

    vielen Dank für Deine praktischen Hilfestellungen auch im Lis-Anzeiger 2019.

    Ich will noch diesen Monat zu einer Wanderung in die Mecklenburgische Seenplatte und mir neben meinem E-Motor einen

    2,5 PS Benziner zulegen.

    Du hast Dich für den Suzuki entschieden. Bist Du zufrieden? Du hast Normalschaft gewählt, wäre Langschaft besser?


    Hallo Hollis,

    Du beschreibst Deinen Benziner als Vibrationsfrei, springt sofort an und macht auch bei richtiger Wartung keine Probleme.

    Würdest Du mir die Type verraten?


    Und sonst noch:

    Muss ich mich hier im Forum noch irgendwie für alle vorstellen. Wenn ja, wo und wie geht das?

  • Moin harkort,


    klar verrate ich die den Typ meines Motors. Es ist ein Honda 2,5 PS Kurzschaft. Ich würde an deiner Stelle vielleicht einen Langschaft nehmen. Ausschlaggebens für den Kauf des Honda-Motor war für mich das er luftgekühlt ist, also kein Impeller, der ja das ein oder andere Mal erneuert werden muss. Gut etwas lauter wie ein wassergekühlter Motor, aber zum anlegen bzw. ablegen im Hafen ist das schon ok.

    Zum Lang- oder Kurzschaft kann ich nur sagen, dass sich die Antikavationsplatte - das ist der "Querflügel" direkt über dem Propeller - auf Gleicher Höhe mit der Abrisskante des Rumpfes oder einige Zentimeter tiefer sein soll. Wenn der Motor noch tiefer montiert wird, ändert sich das Fahrverhalten negativ, weil der Unterwasserwiderstand höher als notwendig ist und der Winkel des Vortriebs zum Rumpf ungünstiger wird.

    Wird der Motor zu hoch angebracht, saugt der Propeller hingegen am Spiegel und nicht unter dem Rumpf, die Fahrleistung wird schlechter und es besteht die Gefahr das der Motor Luft zieht und die Schraube beschädigt wird. Auch musst du darauf achten, beim anbringen der Motorhalterung, dass du ihn bei nicht Gebrauch gut hoch kippen kannst und auch mit der Pinne steuern kannst.

    Ist zwar viel Gelump aber du wirst das schon meistern.


    Schöne Grüße aus dem Pott, Hollis :irre:



    Talente finden Lösungen, Genies entdecken Probleme.............:ill:   

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  • ... zum Suzuki 2.5 PS:

    - Das Ding sprint praktisch immer mit dem ersten Zug an, ist also absolut zuverlässig.

    - Er wiegt vollgetankt nur 13 Kilo, ist also wirklich handlich.

    - Ein Normalschaft ist vollkommen ausreichend. (Wenn du alleine im Boot bist und bei laufendem Motor nach vorne gehst, zieht der Motor manchmal Luft anstatt Kühlwasser, aber deshalb würde ich keinen unhandlichen Langschaft kaufen).


    (Der Vorteil von dem Honda 2.5 PS ist nicht so sehr die Luftkühlung sondern die Fliehkraftkupplung!)

  • Ich weiß zwar nicht was an einem Langschaft unhandlich ist, aber wenn der Motor bei einer Gewichtsverlagerung zum Bug hin Luft saugt, ist das natürlich nicht im Sinne des Erfinders und auch nicht gut für den Motor. Impeller läuft trocken und der Motor hat in dem Moment keine Kühlung auch wenn kurzfristig. Ist nicht so ganz gesund für den Motor (wenn defekt :thumbsup: sag Bescheid wir reparieren dann). Ich glaube nicht das du dein Auto (außer Luftgekühlte) ohne Kühlwasser fährst.

    Ich persönlich sehe das Problem, ob Lang- oder Kurzschaft darin, dass bei einem Kurzschaft das Problem darin besteht , dass bei der Anbringung der Motorhalterung, wenn sie zu tief, aber die richtige Höhe für den Motor hat, er nicht mehr hochgekippt werden kann.

    Die Fliehkraftkupplung beim Honda ist aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Genauso das für die Rückfahrt der Motor um 180 ° gedreht werden muss.

    Zum Verbrauch des Motors kann ich nur sagen, der Tankwart hat Tränen in den Augen.


    Grüße bei dem heißen Wetter, vom gut gekühlten Hollis :irre:



    wo ich bin ist Lee :ill:

  • Hallo Harkort,


    ich habe mir für meine Lis-Jolle (250 KG mit Balastschwert) diesen Sommen einen Suzuki 2.5 angeschafft - auch nachdem ich so viel Positives gelesen habe.


    Der Motor ist super. Kraft ohne Ende. Bei wenig über Standgas und damit bei ruhiger und nicht nervender Drehzahl erreiche ich Rumpfgeschwindigkeit. Gegen Wind (3-4) und Welle in Binnengewässern und im Kanal schiebt er zuverlässig, wenn man etwas mehr (1/4) Gas gibt. Im Hafen ist er mir schon zu schnell. Muss dauernd Ein- und Auskuppeln beim Rangieren. Rückwärtsfahren durch Drehen um 180 Grad ist äußerst unkompliziert - kein Argument für einen größeren Motor mit Rückwärtsgang. Nachteil auf deinem schönen großen Boot (Neid!) ist der ausschließlich interne Tank und das dann doch häufige Nachtanken (alle 1-2 Stunden). Ein externer Tank an einem 5 PS Motor ist dann vielleicht doch ein Vorteil.


    Kaufe dir auch einen Stahlkanister z.B. von Valpro mit langem Ausgießer dazu. Ich hatte mich für einen einfachen Kunststoffkanister entschieden und es bereut. Das Benzin stinkt durch den Kunststoff durch. Jetzt ist der Motor im Auto zusammen mit dem Kanister überhaupt nicht mehr zu riechen.


    Am nervigsten sind die ganzen Wartungen. Ölwechsel usw. Ich habe beschlossen von Liqui Moly einen Benzin-System Reiniger ins Benzin zu gießen, um Ablagerungen im Vergaser usw. zu vermeiden. Ob es etwas bringt kann ich nach meinen ersten 20 Motorstunden noch nicht sagen. Bislang ist alles super zuverlässig. Meiner springt nicht immer gleich beim ersten Mal an. Er hakt manchmal. Beim zweiten Mal springt er spätestens souverän an. Meiner Kinder schaffen es nicht, zu starten, weil Arme zu kurz oder Kraft zu wenig. Das ist nicht schön, wenn ich mal im Wasser liege und das Boot alleine weiterfährt. Wir üben MoB unter Segeln schon ganz fleißig ;-)


    Kurzschaft reicht mir vollkommen. Die Lis 6.0 ist größer - keine Ahnung, ob die einen Langschaft braucht. Ich vermute, dass die 6.0 nicht so sensibel ist, wenn man das Gewicht aufs Vorschiff verlagert und entsprechend auch keine Schraube aus dem Wasser kommen wird. Aber hier habe ich keine Ahnung von der 6.0.


    Viele Grüße


    Boris

  • Ich habe einen ePropulsion Spirit 1.0 Plus mit 1276 wH Akku vor meinem Urlaub gekauft. Wir sind 11 Tage in Friesland gefahren und selbst bei Windstärke 6 gegenan war das kein Problem.

    Der Kurzschaft ist m.E. schon fast zu lang bei der Lis, auf keinen Fall den Langschaft nehmen.

    Der Motor ist absolut nicht zu hören, wie segeln. Keine Vibration, gar nix.

    Der Akku liegt in der Backskiste, der Motor ist dann super leicht und lässt sich mit 2 Fingern hoch klappen.

    Wir haben den Akku nie unter 50% bekommen und Strom gibt es überall.

    Da ist nur 1x im Jahr fahre ist die Wartungsfreiheit perfekt (der Torqueedo braucht Dichtungswechsel und nur der ganz neue 1103 ist genauso lautlos).

    Einzige Nachteil ist der Preis von 1.840 EUR.

  • Hallo Sonnenschuss,


    da ich im Netz (sehr beeindruckende) Reichweitenangaben nur für flaches Wasser bei keinem Wind gefunden hatte, würde mich interessieren, was für Distanzen du in Friesland unter welchen Bedinungen mit dem ePropulsion mit einer Batteriefüllung zurückgelegt hast? Hast du Beispiele mit gefahrenen Routen, Bedingungen und Verbrauch unter Motor? Mit welcher Leistung fährst du die Lis jeweils mir welcher Geschwindigkeit?


    Ich war auch gerade in Friesland - bin seit einer Woche wieder zurück. Habe fleißig Ausschau nach andere Lis gehalten, aber niemanden gefunden. Elektromotoren habe ich dort auch sehr selten gesehen. Letzteres hat mich auch zögern lassen, einen E-Außenborder anzuschaffen.


    Ich habe vor allem dem Braten mit den angeblichen Reichweiten gerade unter etwas ungemütlicheren Bedingungen nicht getraut und mich deshalb für den deutlich günstigeren Suzuki Verbrenner entschieden. Der Motor ist super, aber das Handling mit dem ganzen Zubehör (Öl, Kanister, Werkzeug, etc) und die Lagerung des Motors ist konzeptbedingt doch etwas aufwändiger und nervig. Lärm und Gestank sind hingegen sehr viel kleinere Probleme als ich angenommen hatte - einen wertigen und wirklich dichten Stahlkanister vorausgesetzt.


    Danke und viele Grüße


    Boris

  • Moin,


    ich habe auch den epropulsion Spirit 1.0 und wir haben es auf dem Schweriner See nicht geschafft, ihn mal laden zu müssen. Ich bin allerdings nur Hafenmanöver gefahren und recht langsam mit gelegtem Mast unter dem Paulsdamm durch und einen Tag mal spaßeshalber ein paar km nur unter Motor, dafür aber bei fiesem Wetter mit etwas Welle und auf dem Rückweg gegen Wind und Welle an. Ach, und an einem Tage sind wir vor nem aufziehenden Gewitter den letzten km in den Hafen geflüchtet. Da waren es auch mal die 1000W, die machen aber nur mehr Welle, kaum mehr Geschwindigkeit und daher kaum Sinn. Die Laufzeitangabe auf dem Display kommt ganz gut hin. Wenn man mit ca. 200W unterwegs ist, reicht die Geschwindigkeit oft aus, für den Hafen oder einen Kanal könnte es schon mehr als die erlauben 6km/h sein. Und damit kann man schon einige Stunden schippern.

    Ob ich mit dem Ding alleine über die Kanäle zur Müritz gefahren wäre, weiß ich noch nicht. Aber da es tatsächlich fast überall Strom an den Marinas gibt, sollte eine Lademöglichkeit zu finden sein.

    Einen Bericht über die Touren am Schweriner See werde ich noch im Faden Wandersegeln nachreichen.


    Grüße aus Aachen


    Elmar

  • Ich hatte erhebliche Bedenken beim Elektromotor wegen der Reichweite. Sämtliche Bedenken habe ich nun abgelegt, zumindest wenn man binnen unterwegs ist.

    Der E-Motor ist sicherlich nicht ratsam wenn man rund Rügen auf der Ostsee oder ähnliche Touren machen möchte.


    In Binnenregionen ist es super. Der Akku und auch der Motor (ePropulsion 1.0 Plus --> ganz neu mit 1.276 wh) wiegen jeweils ca. 8 KG. Der Akku liegt in der Backskiste und ich habe ihn mit einem Fahrradschloss am Lenzrohr gegen Diebstahl gesichert. Den Motor habe ich auch mit einem einfachen Bügelschloss an den Handschrauben gesichert.

    Der Motor kann vorwärts wie rückwärts laufen.


    Vorteil ist auch wenn in Holland "Motor Standy" beim Segeln sein muss, reicht es den Motor runter zu klappen und ohne Leerlauftuckern weitersegeln zu können.


    Paddelgeschwindigkeit erreicht man schon bei 20 Watt (ca. 64 Stunden möglich). Gemütliche Motorfahrt ca. 200 Watt (6,4 Stunden), Motorfahrt wie andere große Segelboote unter Motor ca. 300 Watt (4,25 Stunden).


    Die Ladedauer von 0 auf 100% beträgt 5 Stunden.


    Toll ist dass der Motor einfach in den Kofferraum gelegt werden kann ohne dass etwas versaut wird oder Gestank austritt.


    Ich brauche den eigentlich nur 1x im Jahr für Urlaub, daher ist die Wartungsfreiheit gut.


    Wenn es an einem Steg kein Strom geben sollte, kann man den Akku auch einfach mitnehmen (z.B. Restaurant).


    Vorteil ePropulsion gegenüber Torqeedo ist noch dass der Akku schwimmt. Säuft mal einer ab muss der geborgen werden (Gefahrgut). Außerdem ist es beruhigend noch etwas mehr Auftrieb an Bord zu haben.


    Ein Schnellladegerät für den Plus-Akku soll wohl dieses Jahr auch kommen, damit geht es dann mehr als doppelt so schnell.

  • Hallo Sonnenschuss,


    Danke für den ausführlichen Bericht. Das lässt mich gerade etwas zeifeln, ob der Benziner die richtige Entscheidung war. Das klingt tatsächlich nach einer Alternative.


    Unter welchen Bedingungen hast du gemessen? Bei Flaute mache ich mir weniger Sorgen, 20km mit dem Elektromotor überbrücken zu können. Allerdings mache ich mir schon Gedanken, wenn das Wetter umschlägt und man gegenan oder zumindest bei ordentlich Wellen vorankommen muss. Ich habe gerade erst auf der Mosel mit dem Benziner erlebt, dass aus gemütlicher Marschfahrt knapp über Standgas in der Bö auf einmal Stillstand ohne Ruderwirkung wurde - und eine ernsthafte Welle baute sich hier noch nicht einmal auf. Musste deutlich Gas geben. Nichts Dramatisches, noch lange kein Halbgas. Leistungsreserven waren noch jede Menge da, aber Verbrauch ist mit Sicherheit dadurch deutlich gestiegen. Mich würde interessieren, was der Elektromotor in solchen Situationen noch an Reichweite/Restdauer bzw an angezeigten Watt benötigt.


    Viele Grüße Boris

  • An Leistung fehlt es dem ePropulsion nicht, vergleichbar mit 3 PS Benziner (wobei der Schub glaub mehr ist, die Schraube ist auch größer).


    Wenn du "Vollgas" fährst, nimmt er 1000 Watt. Ins Gleiten kommt die LIS damit nicht, ich vermute das ist mit Urlaubsgepäck auch nicht so einfach möglich. Aber gefühlt wird es ab 600 Watt nicht mehr viel schneller, nur die Wellen höher ;)


    Bei 1.000 Watt wäre der Akku nach 77 Minuten leer, so die Theorie.


    Auf der Mosel mit Strömung ist vermutlich der Verbrenner besser.