Lis JK und mein Anforderungsprofil

  • Hallo,


    nachdem ich nun seit Tagen recherchiere, welches Segelboot für mich in Frage kommt, bin ich bei Lis gelandet. Hatte vorher via Wanderjolle.de viele Bootsmodelle durchgeklickt. Nun möchte ich gerne die Experten hier um Rat fragen ob ich hier richtig bin ;-)


    Kurz zu mir. Bin erst seit 3 Jahren wassersportbegeistert. Habe in der Zeit alle amtlichen Scheine Binnen Motor/Segel und See gemacht, sowie UBI und SRC (man weiss ja nie). Segelerfahrung fast nur aus meiner Ausbildungszeit + ein Seychellentörn mit 46er Yacht und ein wenig Jolle hier und da. Also eher nicht so der Profi in Sachen segeln. Besitze aber ein Motorboot. Somit schon sehr regelmässig auf dem Wasser in Berlin.


    Folgendes sind meine Anforderungen:


    - Kajüte für seltene Übernachtungen

    - Möglichkeit Motor anzubringen. (Elektro?)

    - leicht trailerbar (würde das Ding gerne ans Achterwasser / Usedom abstellen - Binnensegeln in Berlin ist nicht so meins weil zu kleine Gebiete)

    - einhandfähig (ganz wichtig weil selten einen Segelpartner zur Hand)

    - kein Bastelboot (ich kann nix mit den Händen)

    - küstennahe Gewässer wären auch schön (Ostsee)


    Besonders die Möglichkeiten in Sachen Einhand sind mir wichtig. Sprich auch eventuelle Umbaumöglichkeiten. Kann mir einer TIpps geben welche Umbauten bei der Lis Sinn machen in Sachen einhand?


    Sehe ich das richtig das man auch noch "neu" kaufen kann? Hat das mal einer gemacht in letzter Zeit?


    Danke für Infos.

    Marc

  • Hallole,

    kann aus Erfahrung bestätigen, dass Du mit der LIS genau deine Sachen ohne jeden Umbau machen kannst. Auch Spi ist einhand kein Problem, alles bequem und gut positioniert.

    Bei küstennah muss man sich natürlich immer klar machen, dass auch die LIS keine 7 sondern, knapp 5m lang ist und daher in der Welle sich so verhält wie alle kurzen Boote.

    Einige Berichte zum LIS Wandersegeln auch im Bodden findest Du in meinem Blog.

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240:

  • Hallo Horst,


    vielen Dank für Deine Nachricht und die Nennung des Blogs. Habe schon etwas gelesen. Sehr schön. Ich glaube ich würde dann gar auf die Lis 6.0 gehen. Etwas mehr Länge kann ja nicht schaden. Natürlich auf dem Gebrauchtmarkt quasi nicht zu bekommen. Somit müsste ich dann mal überlegen ob ein Neukauf meins ist. Aber die 6.0 zieht man dann nicht mal eben an den Strand so wie in Deinen Bildern denke ich mal....


    Wusste übrigens gar nicht das das erlaubt ist. Ist ja eine tolle Option in Sachen Übernachtung.


    Wie hast Du das einhand mit der Fock gemacht? Ich gehe davon aus das es keine Selbstwendefock ist :-) Einfach problemlos beides beident weil Gross und Fock beide an einer ähnlichen Stelle ankommen im Cockpit?


    Danke.
    Marc

  • Wie hast Du das einhand mit der Fock gemacht? Ich gehe davon aus das es keine Selbstwendefock ist :-) Einfach problemlos beides beident weil Gross und Fock beide an einer ähnlichen Stelle ankommen im Cockpit?

    Nein, keine Selbstwendefock. Man hat ja aber ein "Selbstwendegroß", d.h. beim Hochkreuzen klemme ich das Groß ein und bediene in der Wende vor allem die Fock. Das Groß kommt ja von alleine über.

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240:

  • Hallo Marc,


    Dein Anforderungsprofil entspricht so ziemlich genau dem meinen. Wenn Du dieses Forum verfolgst, findest du von mir ein Thema, in dem ich mehr oder weniger laufend über die Ausrüstung meines Austernfischers (Lis Family) zum Jollenwandern schreibe.

    Das Achterwasser von Usedom ist genau das richtige Revier für die Lis.

    Man kann über die Lis Family bzw. Lis 6.0 verschiedener Meinung sein: Du willst vorwiegend alleine segeln (wie ich es auch mache). Da ist eindeutig die Lis Family mit 5 m Länge die bessere Wahl beim Trailern, Mast aufstellen und im Winterlager. Sie läßt sich schlicht und einfach besser "händeln".


    Die Lis läßt sich hervorragend und kostengünstig mit Elektromotor betreiben (Motor 200 Euro, Batterie kostet beliebig, je nach Amperestunden). Ich selbst fahre einen Suzuki 2.5 PS (13 kg, sehr zuverlässig und handlich). In den Küstengewässern ist das 80 kg Schwert meines Erachtens zu empfehlen.


    Wenn Du also Dein neues Boot zu Hause stehen hast, kannst Du uns gerne weiter nach Tipps fragen.


    Gruß

    Karl-Heinz

  • Kann man hier auch persönliche Nachrichten verschicken? Ich würde Karl-Heinz gerne mal fragen, ob er demnächst mal in den genannten Gewässern rumkurvt und man sich vielleicht anschließen kann. Oder vielleicht auch andere. Zu dem treffen in Wanneperveen konnte ich ja leider wegen eines technischen Defekts am Auto nicht kommen, so dass man sich persönlich nicht kennen lernen konnte.

    Die Lis 6.0 habe ich gestern zum ersten Mal am Rursee gesehen. Ich fand sie sehr schick. Optisch wirkt sie nicht so groß, wie sie objektiv ist. Vermutlich ist sie im Vergleich immer noch wesentlich händelbarer als andere 20-Fuß-Boote.

  • Hallo Hein,

    … meinen nächsten Törn plane ich für Ende dieser Woche (ab Donnerstag/Freitag) wieder nach Heeg. Dort möchte ich etwa 3-5 Tage bleiben. Ich kann Dir anbieten, daß wir uns dort an einem Tag treffen und Du mit mir ein paar Stunden rumsegelst.

    Meinen Ostseetörn habe ich in diesem Jahr hinter mir (im Juli auf dem Fischland). Der nächste Törn dahin wird wohl erst im nächsten Jahr anstehen.


    K.-H.

  • Sehr freundlich, aber dieses Revier kenne ich schon ganz gut, war in De Kuilart und Marina Friesland und De Frijheit". Also den ganzen (übrigens sehr breiten und komfortablen - weil an anderer Stelle danach gefragt wurde) Johan-Friso-Kanal entlang. Mein Sinn steht momentan mehr nach Ostsee bzw. Boddengewässer. Natürlich ist auch die Oosterschelde oder Veerse Meer von mir aus am schnellsten erreichbar.

  • … in diesem Jahr fahre ich noch ein oder zweimal nach Friesland und werde keine neuen Reviere erkunden.

    Aber für das nächste Jahr wäre ich auch an eine kleinen Flottille interessiert. Auch für mich sind die Oosterschelde und das Veerse Meer interessant, Dort war ich noch nicht. Und dann würde ich gerne mal das Wattenmeer zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland antesten.

    Andere Reviere für eine Flottille sind die Schlei und die Flensburger Förde.

    Mal sehen, was sich ergibt.