Slippen/ Slipwagen

  • Hallo Lissegler,
    ich bin neu hier im Forum. Vor einer Woche habe ich eine Lisjolle mit 30kg Ballastschwert erstanden. Dazu gehörte ein Harbeck - Trailer mit den zwei Lufträdern auf dem hinteren Zentralrohr. Das ist der Umbau, den die Gades zum Slippen für die beste Möglichkeit halten. Zur Zeit habe ich einen Landliegeplatz und weiß nicht genau, wie realistisch das ist, die Lisjolle immer wieder mal ins Wasser zu lassen bzw. auch weider herauszuholen. Wer hat mit einer solchen Situation Erfahrung, oder kann mir einen Handslippwgen empfehlen, mit dem das gehen könnte. Einen Windenstand gibt es an der Slipprampe. Außerdem fahre ich gerne mit der Jolle an den Atlantik und frage mich ob so ein Tandemtrailer der den Slipwagen aufdem Trailer hat die bessere Lösung wäre. Ich würde mich freuen dazu einige Ideen oder Erfahrungen mitgeteil zu bekommen.

  • Tach auch,


    erst einmal, Segelfrosch, herzlich willkommen hier im Forum. Die Tipps zum slipen hier im Forum sind ja ganz gut, nur die dazu gehörende Dateianhänge existieren nicht mehr. Keine Bilder mehr.
    Ich persönlich finde ja, Trailer mit Slipwagen, für ideal. Vorteile sind, Radnaben (Trailer) brauchen nicht ins Wasser, Kabel und Stecker hängen nicht im Wasser usw.. Besser zum rangieren, geringeres Gewicht.


    Gruß Hollis Peter................... :irre:

  • Hallo,


    das die Bilder alle weg sind ist ja ein schlimmer Verlust. Damit haben die meisten technischen und touristischen Beiträge im Forum keinen Informationswert mehr.


    Zum Slippen:
    die Lis ist eine recht stabile Jolle. Damit ist auch Slippen direkt vom Trailer kein Problem. Hier im Forum sind/waren ja einige Umbauten gezeigt, wie man mit wenig Aufwand insbesonder die hinteren Rollen entsprechend montiert. Dann muss man mit dem Trailer auch nur so weit ins Wasser, dass die Naben gar nicht nass werden.


    hope this helps,

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240:

  • Vielen Dank für die vielen Hinweise zu den Umbauten am Trailer. Vielleichhat noch jemand einige von den Dateianhängen mit Bildern zu dem Umbau. Vor allem die spindelbaren Langauflagen interessieren mich. Welche Kriterien muß ein Handslippwagen erfüllen. Kann es auch einer sein, der für den 470er gedacht ist, der ja ca. 40 kg leichter als die Lisjolle ist.

  • Hallole,
    die Spindel-/Kurbelstützen gibt es bei ebay oder bei jedem Trailerhändler. Ich habe die so lang wie möglich mit etwas flexibler Gummiauflage genommen, damit sich die Auflage an den nicht ganz geraden Boden der LIS anpasst. Im Boden sind zwei Längststringer anlaminiert. Ca. im Abstand von 40-50cm von der Kiellinie (hört man beim Abklopfen). Dort kann man die Auflagen ansetzen und der Boden der LIS wird nicht eingedrückt (steht so auch im Handbuch).


    Beim Gewicht würde ich nie nach Papier/Google Angaben gehen. Unser (Regatta-) 470er wiegt über 100kg weniger als mein LIS Jk mit ~230kg (mit 30kg Ballastschwert).


    hope this helps...

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240:

  • Hallo,


    hier ein Bild von dem Harbeck und meinem Umbau.
    Ganz glücklich bin ich mit dem Trailer nicht. Family ist mit 80 kg Schwert ganz schön schwer!
    Ich habe folgende Umbaumaßnahmen durchgeführt:
    die statischen Stützen hinten habe ich gegen Spindelstützen ausgetauscht.
    Den Kielkeil habe ich erneuert. Er hat nicht gehalten (liegt irgendwo im Slipbereich des Hafens :frown: )!
    Von hinten sollte man die Spindelstütze erkennen können:


    Wenn ich nur slippe, dann fahre ich die Lis ins Wasser und ziehe sie einfach auf den Trailer und stelle sie im Hafen ab.
    Anders sieht es aus, wenn ich Trailer.
    Dann mache ich einen Lappen unter den V-Keil vorn und kupple den Trailer an.


    Kurbel die Lis bis auf die Reifen runter. Spindelstützen sind frei.
    Dann setzte ich meine ganze Kraft ein und schiebe die Lis bis sie einigermaßen im der Bugauflage sitzt.
    Dann kommt der Lappen wieder weg.
    Jetzt kurble ich die Spindelstützen wieder hoch. Sie "kippt" nach vorn und liegt in dem Bug-Auflage perfekt auf dem Trailer.
    Achtung: bitte Prüfen ob das Schwert frei auf dem V-Keil liegt!


    Alternativ kann du auch die wirklich perfekte Lösung von Gernot nehmen.

  • Hallole,
    na dann will ich doch auch nochmals :D
    Hier die Lösung bei meinem Trailer (Brenderup). Damit fahre ich bis gerade über die Reifen ins Wasser, hake den Gurt ein und kurbele; Boot zentriert sich selbst, Schwert legt sich auf der hinteren Doppelrolle sicher ab. Zusätzlich habe ich aber nach einiger Zeit zwei lange Kurbelstützen hinten montiert (wie oben beschrieben). Sonst schien mir das Boot seitlich nicht ausreichend abgestützt.

  • Die Lösung mit den Rollen ist eigentlich optimal zum slippen.
    Wie sieht es aber beim Trailern aus?
    Ist die Punktbelastung auf den Rumpf durch die Rollen nicht sehr hoch :?: :?: :?: :?: :?:

    Grüße
    Wolfgang


    die Crew der G1644 :dance00:
    Wo wir sind ---- ist Flaute!

  • Hallo zusammen,
    habe an der gleichen Stelle an jeder Seite 2 Sackkarrenräder mit Schrägneigung wie bei Horstj eingebaut, über die ich den Rumpf ziehe bzw. ablasse. Daneben sind spindelbare Längsauflagen mit denen der Rumpf nach dem Hochziehen und währwnd fahrt und Lagerung gesichert wird. Die Längsauflagen sind die gleichen, die Wolfgang bei seinem Trailer hat. Nur eben spindelbar. Der Rumpf ist an dieser Stelle werksseitig extra verstärkt. Das kann man durch abklopfen wunderbar orten.
    Die große V-Auflage habe ich wie horstj durch eine Kielrolle ersetzt. Dadurch entfällt das Wuchten zum Schluss. So lässt sich der Rumpf einfach mittels Winde zentrieren und auf den Trailer ziehen.
    Grüße aus dem Münsterland
    Ralf :choir:

    Grüße aus dem Münsterland

    Ralf

    G 1463

  • "G1644" schrieb:

    Ist die Punktbelastung auf den Rumpf durch die Rollen nicht sehr hoch :?: :?: :?: :?: :?:


    Garantie gebe ich keine :cheesygrin:
    Wie gesagt lange Spindelstützen hinten habe ich auch nachgerüstet (s.o.). Die Rollen auf dem Rumpfboden belasten definitv zu punktuell.
    DIe Rollen unterm Kiel scheinen mir ausreichend. Zwar denke ich immer mal wieder über eine dritte Kielrolle nach, aber das jetzt schon seit mehreren tsd. Kilometern ohne Probleme. Die müsste allerdings stufenlos höhenverstellbar sein, damit mans passend bekommt.
    Was man auf diesem Bild nicht sieht, aber bspw. hier ist der V-förmige Gummipuffer an der Winde, die den Bug auch nochmal hochhält und seitlich stützt.


    Beim Hochziehen wird der Bug erst von der Doppelwippe hinten angehoben und zentriert. Das hat den Vorteil, dass der Trailer nicht weit ins Wasser muss. Die seitlichen Rollen habe ich so eingestellt, dass das Boot angehoben wird, sobald der Kielstummel an der Doppelwippe ankommt, so dass das Boot dort problemlos weiterrollt. Das Schwert lagert sich dann eben auf der Wippe ab. :roll: Weiß net, ob das jetzt verständlich war :?: :idea: :?:

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240: