Pinnenarretierung

  • ...das Thema habe ich schon in verschiedenen Foren entdeckt, allesamt mit wenig praktikablen Vorschlägen, vor allem, wenns mal schnell gehen muss (bspw. wenn man alleine segelt und den Platz an der Pinne verlassen muss, weil bspw. die Fockschot sich verklemt hat und auch der Pinnenausleger nicht lange genug ist).


    Kurzum:; ich habe zufällig eine Pinnenarretierung von Timer-Taler --nee, anderstrum: Tiller-Tamer entdeckt, die mir sehr genial erscheint. Abschreckend ist allerdings der Preis von rund 40 Euronen.
    Deswegen die Frage an die Segler unter Euch (Scherz): hat jemand mit diesem "System" Erfahrung ? und: kann man das auch unter der Pinne befestigen ? (weil auf der Pinne liegt ja schon der Pinnenausleger)



    Wäre dankbar für Eure Tipps
    Jürgen

    wo ich bin, ist Lee ( (c) by Hollis )

  • Hallo,


    da gibt's eine einfache und insbes. billige Methode:
    Ein Gummistropp (z.B. den Klassiker mit den 2 Kugeln) unten um die Ausreitgurte befestigen und oben in der Pinne einhängen. Das funktioniert bei mir ganz gut, sowohl unter Segel als auch unter Motor.


    Ob das von Dir beschriebene System besser ist, weiß ich nicht, da ich es nicht kenne. Allerdings bin ich mit der Gummistropp-Selbststeuerung so zufrieden, dass ich aktuell keine Alternative suche.


    Bin gespannt auf andere Erfahrungen.


    Viele Grüße


    Stefan
    (Babelfisch, GER 538)

  • hallole,
    diese hier finde ich deutlich besser, weil leichter laufend und mit einer Hand feststellbar:
    ABER auf der LIS nutzt ich auch "nur" eine Gummistroplösung, weils auf der Jolle gut ist, jederzeit das Ruder bewegen zu können.

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240:

  • Das mit dem Gummistrop hört sich gut an, vor allem weil ich solche Dinger eh schon besitze, bzw. die nicht teuer sind. Kann denn mal jemand ein Foto von dieser Konstruktion einstellen ? Das wäre sehr hilfreich für mich :?:

    wo ich bin, ist Lee ( (c) by Hollis )

  • Hallo,
    ich habe die Lösung auf dem Foto umgesetzt. Sie hat sich bei mir bewährt.


    Die Lösung hat den Vorteil, dass die Haltekraft sich einstellen lässt.


    Sie kommt aus dem englische Dinghy - Buch das im Forum vorgestellt wurde:
    The Dinghy crusing companion

  • Hallo,


    das einfachste, schnellste und billigste ist immer noch der Gummistropp.
    Hier nun endlich auch das Bild dazu:



    Ist auch gut, um das Boot zu trimmen. Ein gut getrimmtes Boot sollte so gerade aus laufen. Und wenn mal schnell mit dem Ruder der Kurs korrigiert werden muss, ist das auch möglich, weil der Gummi dann das tut was er soll: er dehnt sich und zieht sich wieder zusammen.


    Viel Spaß beim Ausprobieren.
    Bin gespannt auf Eure Erfahrungen,


    Viele Grüße


    Stefan
    (Babelfisch, GER 538)

  • Hallo und vielen dank für Eure Vorschläge,


    ich werde mir wohl am Wochenende eine Kombination aus "wr" und "babelfish" basteln und Euch mit entsprechenden Fotos auf dem Laufenden halten :idea::D

    wo ich bin, ist Lee ( (c) by Hollis )

  • Hallo,


    mit leichter Verzögerung nach dem Urlaub :D kann ich mich der Gummistrop-Lösung nur anschliessen.
    Funktioniert bei mir ganz wunderbar und ich finde es auch gut im Zweifelsfall trotzdem nochmal schnell selber steuernd eingreifen zu können.


    Hier noch ein Foto:


    Viele Grüße
    - Tom

    Kleines online Segel-Projekt und virtuelle Heimat der Lis-Jolle Mogli:

  • Hallo,


    mit den reinen Gummi-Anwendungen kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Durch die symmetrischen Anlenkpunkte kann man m.E. nur geradeaus fahren. Wenn man in einem Manöver die Pinne los lässt, dann geht sie mitschiffs. Ich hab meine Zweifel. ob das sinnvoll ist. Kann man mit den Lösungen Luvgierigkeit und Versatz durch Strömung und Welle kompensieren?
    Bei der Lösung (s. weiter unten), die ich eingebaut habe, ist es möglich die Haltekraft mit der das Ruder der eingestellte Richtung folgt einzustellen. Somit hat man die Möglichkeit die Luvgierigkeit oder auch eine Versatz durch Welle... zu kompensieren. Weiterhin ist mit aufgefallen, dass die Lis sich mit einer geringen Haltekraft sehr viel ruhiger segelt.
    Genial an der Lösung ist der Materialeinsatz von 2 kleinen Federösen und ca. 2,5 Meter 2mm Tampen sowie ein Haken, etwas Gummi und ein Curryklemme.
    Ich habe die Klampen als Haltepunkte genommen und die Fenderösen unten an der Pinne festgeschraubt. Der Deckel geht noch auf. Stört also nicht. Die Konstruktion wurde gegenüber der original Zeichnung umgedreht. D.h. damit der Anlenkpunkte mehr Moment/Haltekraft aufnehmen kann, habe ich die Öse, durch die der Tampen von Klampe zu Klampe läuft, mittig an die Pinne geschraubt. Die Umlenkung habe ich hinten angebracht und die Curryklemme näher zum Pinnenausleger.
    Bei Bodensee Querungen korrigieren wir Winddrehungen und z.B. Versatz durch Wellen; das bei 4BF und 12 km Strecke. Wie gesagt sie läuft ruhiger und man ist nicht versucht bei jeder Welle eine rudertechnische Gegenmaßnahme zu starten, die eigentlich nur bremst!


    Ich kann nur jedem die Buchvorstellung aus dem Forum
    "The Dinghy crusing companion"
    empfehlen.
    Da gibt es für jedes Problem im Jollensegeln eine Lösung.
    Und das in einem wunderschönen blumigen Englisch!

  • Hallo,
    sorry, ich hab's schon mal versucht Bilder zu machen, aber die Bilder haben mich mehr verwirrt.
    ein Bild (die Basis) ist weiter unten. Ich versuch's am WE nochmal.

  • Hallo,


    hier ein Bild zu meiner Beschreibung.
    Es geht von der Klampe (beidseits) über die beiden Fenderösen an der Pinne an die Curryklemme.
    Der Gummizug bestimmt die Haltekraft.
    Meine Erfahrung ist, dass die Lis sich ruhiger segelt und fährt und ich das Ruder in jeder Stellung legen kann.

  • Hallole,
    kein Wind heute, also nutze ich die Zeit, um mal wieder was in den Blog zu tippen. Diesmal einige kleine Dinge, die nicht wichtig sind, aber Freude machen. Bspw. der Pinnenpilot


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    Pinne lässt sich in jeder Lage mit einer Hand fixieren. Kann je nach Gusto entweder mit einer Leine (bullheaded version) oder mit einem Gummistrop (override version) gefahren werden. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich (interactive 2.0 version).


    Benötigt: 1 Flensburger Pils (ACHTUNG: nicht alkoholfrei, Lemon, Gold o.ä.), 1 Rudersicherung, 1,5m 6mm Gummistrop (und/oder Leine), 2 Edelstahlschrauben.



    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240: