Segelnummern und Baujahr -ein spannender Rückblick

  • Vermutlich führen die Differenz der beiden Zahlen a) 12 - die Segelnummer b) 8.te - gebaute Jolle ---- im zitierten Text zu Irritation?!?

    "hans" schrieb:

    Lis-G12 ist die 8. gebaute Jolle der Gade-Bootswerft


    Der Text ist folgendermaßen zu interpretieren - die Firma Gade hatte bis zum betrachteten Zeitpunkt insgesamt 12 Boote unterschiedlicher Bauformen hergestellt, wobei die Lis-G12 die 8. te Jolle ist, die Differenz von 4 Booten fällt vermutlich auf den Bootstyp Jollenkreuzer.


    Leider hab ich das mail von Herrn Gade jun. nicht mehr.


    Ein Blick in den Messbrief unterstüzt die obigen Aussagen -



    Auf der Innseite des Messbriefes erfolgen div. Angaben -


    Bootstyp: A66 - interpretiere ich A=Jolle und 66=Jahr des Planes /Zeichnung
    Werft Nr. 76008 - die End-Ziffer 8 könnte der Hinweis auf die Anzahl der Boote des angesprochenen Bootstypes sein? ... bei den Anfangsziffern 76 könnte es sich um einen Schreibfehler handeln oder ein bewußtes Verdrehen um das Baujahr zu verschleiern (diese Methode ist mir aus der beruflichen Praxis bekannt)


    Grüße vom Chiemsee

    Hans Lauterbach
    Lis-G12 vom Sommer 2005 bis Frühjahr 2010

  • Spannend.
    Ich hatte mal einen Link auf eine Anzeige gepostet, in der eine LIS mit Herstellerplakete Hermes Plastik (später dann KIM Jollenkreuzer) verkauft wurde. Genealogisch und Historisch dann wohl die Baunummer 0. Leider habe ich die Bilder nicht archiviert.

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240:

  • Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, werde mich aufmachen, Herrn Gade um Auskunft zu bitten.
    Bis dann ... Grüße aus dem Chiemgau

    Hans Lauterbach
    Lis-G12 vom Sommer 2005 bis Frühjahr 2010

  • Wir können zusammen, bis die Antwort von Herrn Gade vorliegt, mal überlegen...


    Es ist bekannt, dass die Firma Gade unterschiedliche Boote herstellt: Lis-Jolle, Lis-Jollenkreuzer, Lis-Family, ...
    Es ist bekannt, dass die Firma Gade die gefertigten Boote mit Segelnummern versieht


    Frage: Wie könnte man das organisatorische bewerkstelligen?


    Varianten A --


    Jeder Bootstyp wird eigenständig durchnummeriert, so dass eines Tage folgende Situation durchaus möglich wäre:
    Auf dem See XYZ begegnen sich, die Lis-Jolle G-1234 und der Lis-Jollenkreuzer G-1234 und dann noch die Lis-Family G-1234


    Varianten B --


    Die gefertigten Boote der Firma Gade werden fortlaufend durchnummeriert, so dass eines Tage folgende Situation möglich wäre:
    Auf dem See XYZ begegnen sich, die Lis-Jolle G-570 (201.te gefertigte Lis-Jolle) und der Lis-Jollenkreuzer G-571 (302.te gefertigter Lis-Jollenkreuzer) und dann noch die Lis-Family G-572 (69.te gefertigte Lis-Family)


    Frage: Wie würdet Ihr das machen?


    Grüße aus dem verschneiten Bayern!

    Hans Lauterbach
    Lis-G12 vom Sommer 2005 bis Frühjahr 2010

  • Hallo Hans,


    näherungsweis geht natürlich nur die Variante B, die Vorstellung, das sich drei Boote innerhalb der Klassenvereinigung mit der gleichen Nummer treffen (Variante A) ist nicht nur grauslich, sondern auch schlichtweg nicht zulässig!


    Aus meiner Kenntnis und früheren Darstellungen von Dieter Gade hatte man in der Werft penibelst auf Durchnummerierung geachtet, egal, welche Art Lis gerade zum Zuge kam. Das weiß ich auch vor dem Hintergrund, dass einmal insgesamt rund 200 (?) laufende Nummern nach Amerika gingen, da dort hin ein Kontingent abgetreten wurde und wohl Boote gebaut wurden. Was aus dieser Geschichte geworden ist, wäre natürlich auch interessant.
    Konsequenz ist, dass es hier demzufolge Lissen mit bestimmter Nummernfolge nicht geben kann!


    Vor diesem Hintergrund kam ja auch meine Frage auf, da die G12 dann nicht das 8 te Boot (egal, ob Jolle oder Kreuzer) gewesen sein kann, wenn die Werft sich wirklich konsequent an die Nummernvergabe gehalten hat!


    Die Diskussion hier gibt mir nun Anlass, weiter zu bohren :D ! Somit komme ich mit einer netten Idee, die ich in einem holländischen Forum anlässlich meiner Krammer (Motorsegler Bj. 1975) kennengelernt habe. Dort wird systematisch allen jemals gebauten Booten (150 Stk.)nachgegangen und soweit möglich bzw. die Eigner dies zulassen, Geschichte, derzeitiger Standort, Zustand etc. aufgezeichnet und zugänglich gemacht. Hier im Forum gibt es zumindest Anläufe dazu unter den Threads Lis-Gallerie und Lis-Segler im WWW. Es ist manchmal sehr spannend, wo die Boote überall gewesen sind bzw. noch heute auf dem Wasser dümpeln!


    Grüße, Harald

  • "horstj" schrieb:

    Hallole,
    die drei Bootsvarianten zählen m.W. in der DSV Klasse als ein Typ. Die Nummer muss also fortlaufend sein.


    Hallo horstj,
    Danke für die sehr schlüssige Information, sie deckt sich mit meinen Erinnerung.
    Liebe Grüße vom Chiemsee

    Hans Lauterbach
    Lis-G12 vom Sommer 2005 bis Frühjahr 2010

  • "CORA" schrieb:

    Hallo Hans,
    ... Somit komme ich mit einer netten Idee ..
    ... soweit möglich bzw. die Eigner dies zulassen, Geschichte, derzeitiger Standort, Zustand etc. aufgezeichnet und zugänglich gemacht.


    Hallo Harald,
    den Kontakt zur Lis-G12 ergab sich 2005 über einen Arbeitskollegen, dieser war ursprünglich der 3. Eigner, der mich mit seinem Freund dem Vorbesitzer bekannt gemacht. Mit Hilfe des Messbriefes begab ich mich auf Internetsuche nach dem 2. Besitzer und tatsächlich konnte ich diesen als Mitglied eines Segelvereines im Raum Aachen ermitteln. Mit diesem (2. Besitzer) hatte ich email-Kontakt (hab ich archiviert!) und da dieser der Sohn des 1. Besitzers ist hab ich somit Informationen zu allen Besitzern bis zum Verkauf 2010.
    Somit ergibt sich :

    • Alle Besitzer seit 1983 kenn ich persönlich
    • Über die Zeit von 1967-1983 existieren Informationen die per mailkontakt


    Deine Idee, die Geschichte von Booten aufzuzeichnen find ich interessant. Wir sollten uns überlegen wie das zu bewerkstelligen ist, welche Plattform dafür geignet ist. Unter Plattform meine ich - Blog?, Wiki?, ...
    Dann stellen sich die Fragen: Wer soll das machen? Wer leitet das federführend?


    Grüße aus dem Chiemgau

    Hans Lauterbach
    Lis-G12 vom Sommer 2005 bis Frühjahr 2010

  • [quote="horstj"]Ihr habt Ideen!
    Die LIS Jolle Baunummer "0" von Hermes Plastik war übrigens dieses Angebot:


    ....gefällt mir die Lis mit der Nummer 0, hat die gleiche schöne Grundfarbe, wie die meine - war damals modern :cheesygrin:


    Was hat die denn dann für eine Segelnummer, denn das kann ja nicht die G1 sein, die war im letzten Lis-Anzeiger und sieht anders aus!!!


    Hans : Ausführungsideen habe ich noch keine und hoffe, das Martin (unser Schriftwart) hier mitliest. Der hat diesbezüglich ganz gute Ideen und richtet uns vielleicht hier eine Plattform ein ;) ;)


    Grüße, Harald


  • Erst einmal Tach auch,


    ich möchte mich doch auch zu dem Thema, Verteilung der Segelnummern, äussern.Vor geraumer Zeit (1979 oder1980) haben zwei Segelkameraden aus unserem Segelclub je eine Lis-Jolle auf der "Boot" bestellt. Als sie ausgeliefert wurden hatte eine Jolle die Segelnummer G-1060 und die zweite die Nummer G-1070. Ich persönlich glaube nicht das noch neun andere LIs-Jollen oder Jollenkreuzer auf der Boot in Auftrag gegeben wurden.
    Des anderen, ich habe 1980 eine LIs-Jolle bestellt. Diese wurde mit der Segelnummer G-1098 ausgeliefert, 1986 wurde durch einen Garantie-Anspruch ein neuer Rumpf geliefert. Der Rumpf aus 1980 wurde in der Werft repariert und verkauft, segelte dann wie wir auch mit dem neuen Rumpf aus 1986 mit der Segelnummer G-1098 über die"Weltmeere" :titter: . Zwischen den Bauaufträgen der Jolle G-1098 und den beiden anderen Jollen, G-1060 und G-1070, lagen auch keine Welten und ich glaube nicht das in dieser Zeit 26 bzw. 36 Boote gebaut wurden. Also ich persönlich glaube nicht, dass es mit den Segelnummern so genau genommen wird. Aber wie gesagt, dass ist meine persönliche Meinung.
    Grüße aus dem Pott, Peter früher Hollis G-1098 :irre:


    Mit Statistiken kann ich alles beweisen, nur nicht die Wahrheit. :ill:

  • "horstj" schrieb:

    Hallole,
    die drei Bootsvarianten zählen m.W. in der DSV Klasse als ein Typ. Die Nummer muss also fortlaufend sein.


    Hallo Peter,


    danke für deinen Beitrag, ich hatte so etwas schon befürchtet! Aus dem Zitat oben geht hervor, wie es richtig sein sollte. Ich habe dies nun zum Anlass genommen, bei der Werft anzufragen. Peter Gade hat mir zugesagt, Baujahr und Segelnummer mitzuteilen. Das ist noch anonym genug, das mit diesen Daten noch gearbeitet werden kann (wenn hier keine Einsprüche kommen), weil damit noch kein Bezug zum ehemaligen oder jetzigen Besitzer herzustellen ist!


    Einen Teil der Boote kann man auf der Deutschlandkarte wiederfinden


    Grüße, Harald

  • ....ein erster Zwischenbericht: Peter Gade hat mir inzwischen Segelnummer- und Baujahrverzeichnis zukommen lassen - ihm vielen Dank dafür. Allerdings ist die Liste für mich etwas verwirrend, sodass ich da noch eine Nachschulung brauche, die Peter zugesagt hat.
    Von daher ist bitte noch Geduld angesagt


    Grüße, Harald

  • Spricht eigentlich etwas dagegen, die LIste mit Zustimmung von Gade hier oder im Mitgliederbereich der KV abzulegen? Nimmt man nur Typ (JK, Jolle, Family), Baujahr und Segelnummer, dann dürfte auch aus Anonymitätsgründen nichts dagegen sprechen.

    Bootsblog und Refit Log LIS Jollenkreuzer G1240:

  • Hallo,
    2 Fragen:
    1.Ist die GadeTruppe sicher, dass nicht zu viele Betriebsgeheimnisse Preis geben werden? (gegenüber dem Wettbewerb)
    2.Bei mir ist die Rumpfnummer und die Segelnummer unterschiedlich. Wie kommt das?


    es grüßt die Crew der G1644 :dance00:

  • ....die aufgekommenen Fragen sind berechtigt und ich werde mit Sicherheit nichts einstellen, ohne ausreichende Rücksprache oder Abklärung. Peter und ich waren uns bisher einig, dass mit Baujahr, Segelnummer und Baunummer keine persönlichen Daten tangiert sein dürften, bin aber für jeden Hinweis hierzu offen!
    Dass Segelnummer und Rumpfnummer unterschiedlich sind, war ja - Wolfgang - mit ein Anlass, hier einmal nachzuforschen(Siehe G12 als 8.Boot)


    Grüße, Harald